Quartalsbericht von Swissmem

Ausgebremst: Frankenstärke hinterlässt Spuren

| Redakteur: Susanne Reinshagen

Die Quartalszahlen der MEM-Industrie zeigen die Auswirkungen der Frankenstärkte klar auf.
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Die Quartalszahlen der MEM-Industrie zeigen die Auswirkungen der Frankenstärkte klar auf. (Bild. Swissmem)

Die Aufhebung des Mindest-Eurokurses hinterlässt nun seine eindeutigen Spuren. Die Quartalszahlen, welche Swissmen veröffentlicht hat, sprechen eine klare Sprache. In den ersten 4 Monaten des laufenden Jahres sind die Umsätze sowie die Auftragseingänge rückläufig. Zudem erwartet etwa dein Drittel der Unternehmen einen operativen Verlust für 2015.

Die Auftragseingänge in der MEM-Industrie reduzierten sich im ersten Quartal 2015 im Vergleich zur Vorjahresperiode um hohe 17,1 Prozent. Sicherlich verbirgt sich ein gewisser Basiseffekt hinter diesem Rückgang, da das Vergleichsquartal sehr gut war. Allerdings sank der Index bei den Bestellungseingängen auf den tiefsten Stand seit 2011 ab. Auch die Umsätze entwickelten sich im ersten Quartal 2015 negativ. Sie reduzierten sich im Vergleich zum ersten Quartal 2014 um 8,1 Prozent. Von sinkenden Aufträgen und Umsätzen sind Grossfirmen und KMU gleichermassen betroffen. Die Kapazitätsauslastung ist aufgrund der guten Bestellungseingänge des vergangenen Jahres noch relativ hoch und lag im April 2015 bei 87,6 Prozent, was nur leicht unter dem Jahresdurchschnitt von 2014 liegt (88,2%).

Entwicklung der Exportmärkte

Die Exporte der MEM-Industrie reduzierten sich gemäss den Zahlen der Eidgenössischen Zollverwaltung im ersten Quartal 2015 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,4 Prozent und erreichten einen Warenwert von 15,9 Milliarden Franken. Die wichtigsten Absatzregionen entwickelten sich sehr unterschiedlich. Die Ausfuhren nach Asien (+9,7%) und in die USA (+9,5%) zogen kräftig an. Diese erfreuliche Entwicklung konnte aber den deutlichen Exportrückgang in die EU (-4,9%) nicht ganz kompensieren. Betrachtet man die einzelnen Produktbereiche, so sanken die Ausfuhren des Maschinenbaus substanziell (-8,5%). Auch die Exporte von Metallen (-3,3%) und Produkten aus dem Bereich Elektrotechnik/Elektronik (-2,4%) gingen zurück. Einzig die Ausfuhren von Präzisionsinstrumenten stiegen leicht an (+2,6%).

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