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SMM/MSM Veloverlosung BiXS: Wurzeln im Mountainbike-Rennsport

| Redakteur: Matthias Böhm

Der SMM und MSM realisieren mit dem Schweizer Bikehersteller BiXS eine Velo-Verlosungsaktion (smm.ch/verlosung) eines Stadt-Bikes. Die Wurzeln des Herstellers liegen im professionellen Mountainbikebereich. Im SMM-Interview beantwortet Christian Vollmer, Senior Product Manager BiXS, unsere Fragen rund um die BiXS-Bikes und zeigt auf, wie sich das Unternehmen diversifiziert hat.

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29-Zoll-Laufräder mit breiten Felgen, Luftfedergabel mit 34 mm starken Standrohren, kurze Vorbauten und breite Lenker geben ein stabiles Fahrgefühl wie auf dem Mountainbike.
29-Zoll-Laufräder mit breiten Felgen, Luftfedergabel mit 34 mm starken Standrohren, kurze Vorbauten und breite Lenker geben ein stabiles Fahrgefühl wie auf dem Mountainbike.
(Bild: BiXS)

SMM: BiXS, eine Schweizer Fahrradmarke mit Sitz in Sursee, wurde 2001 durch die intercycle ag gegründet. Wo liegen konkret die technologischen Kompetenzen von BiXS und wie fliessen sie in die Bikes ein?

Christian Vollmer: BiXS ist eine Marke von Fahrradfahrern für Fahrradfahrer. Unsere Wurzeln liegen im Mountainbike-​Rennsport, woraus wir seit jeher unsere Inspiration schöpfen. Das ist das ultimative Testlabor. Hier zeigt sich, was wirklich funktioniert. Nirgendwo wird das Material so gnadenlos belastet wie im Wettkampf. Diese Erfahrung lassen wir in all unsere Velos einfliessen, auch in die urbanen Serien.

Veloverlosung: Gewinnen Sie ein E-Bike von BiXS Zusammen mit BiXS verlosen SMM und MSM ein BiXS ACCESS E10 im Wert von 4590.-- CHF. Das E-Bike eignet sich für den täglichen Gebrauch im Stadtverkehr genauso wie für Fahrten auf nicht asphaltierten Strassen. Der Yamaha Motor gewährt Unterstützung bis zu 25 km/h und hat durch den 630-Wh-Akku eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern. Dem täglichen Fahrspass steht somit nichts mehr im Wege!

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Wenn eure Spezialisten von BiXS ein Stadtbike entwerfen, welche Schwerpunkte setzt ihr dabei?

Ch. Vollmer: User first – das Fahrrad muss sich dem Fahrer anpassen. Anders als im Spitzensport, wo spezielle Kleidung getragen wird. Wir betrachten ganz konkret den Anwendungsfall und analysieren die Nutzergruppe. Wenn wir über Mobilität statt Sport reden, steht nicht die Bestzeit, sondern ein sicheres und bequemes Ankommen im Fokus. Dies kann im sportlichen Stil geschehen, aber der Sattel ist auch ohne gepolsterte Hose bequem und das Fahrrad verfügt über alle nötigen und sicherheitsrelevanten Anbauteile gemäss der Strassenverkehrsordnung.

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Elektrobikes werden gerade von Personen im Stadtverkehr genutzt, die auf hohe Verfügbarkeit setzen und auf Alltagstauglichkeit bei Wind und Wetter Wert legen. Über welche Ausstattungsmerkmale verfügen die Stadtvelos?

Ch. Vollmer: Wie oben erwähnt unterliegt die Ausstattung dem Anwendungsfall oder Playground, wie wir es nennen. Bei Stadtvelos legen wir besonderen Wert auf eine nachhaltige Qualität. Die tägliche Nutzung bei Wind und Wetter ist nicht zu unterschätzen. Unsere Schutzbleche bilden zusammen mit dem Gepäckträger eine strukturelle Einheit, das schützt vor Klappern. Mit dieser Einheit können Gepäckstücke bis 25 Kilogramm sorglos und sicher transportiert werden. Im Gepäckträger wurde ein eigens entwickeltes, besonders helles LED-Rücklicht integriert. Sicherheit ist uns wichtig, das Ganze chic zu verpacken aber auch! Viele Teile wurden von unseren Mountainbikes übernommen oder inspiriert. Hier haben wir die langjährige Erfahrung, robuste, standhafte Teile zu entwickeln.

Zum Rahmen heisst es, es sei ein E-Touring-SUV aus Alloy 6061. Was kann man sich konkret darunter vorstellen bezüglich Material und Steifigkeit?

Ch. Vollmer: Die Bezeichnung SUV (Sports Utility Vehicle) ist vom Automobil bekannt, genau so ist es auch bei unseren Fahrrädern zu verstehen. Die Access-E-Plattform basiert zu grossen Teilen auf MTB-Standards. 29-Zoll-Laufräder mit breiten Felgen, Luftfedergabel mit 34 mm starken Standrohren, kurze Vorbauten und breite Lenker geben ein stabiles Fahrgefühl wie auf dem Mountainbike. Die Unterrohrkonstruktion mit der integrierten Batterie verwenden wir ebenso an unserem E-Enduro-Bike Lane E. Was die Aluminiumlegierung betrifft, muss ein sinnvoller Kompromiss aus Bearbeitbarkeit, Korrosionsbeständigkeit und den physikalischen Eigenschaften getroffen werden. Natürlich müssen wir auch die Kosten im Auge behalten, da hilft es, dass das Aluminium 6061 gut schweissbar ist und die nachfolgende Aushärtung von T4 auf T6 in der Produktionsfirma relativ einfach vor Ort gemacht werden kann. Die verwendete Legierung hat sich dabei im Fahrradrahmenbau etabliert.

Ihr setzt beim Elektromotor auf das Yamaha-Antriebssystem PW-X2, der verfügt über einen Automatic-Support-Modus. Was heisst das genau und wo kommt das zum Tragen?

Ch. Vollmer: Der Automatic-Support-Modus wird durch das Quadsensor-System ermöglicht. Dieses besteht aus Drehmoment-, Geschwindigkeits-, Trittfrequenz- und Neigungswinkelsensor. Aus den Daten der vier Sensoren errechnet der Automatic Support Modus die richtige Unterstützungsstufe und passt diese feinfühlig und schnell der jeweiligen Fahrsituation an. Der Automatic-Support-Modus bedient sich an den mittleren drei von fünf Unterstützungsmodi: «Eco», «Standard» und «High».

Zur Leistung heisst es, der PW-X2 verfügt 250 Watt und 80 Nm. Kannst du das Antriebskonzept des PW-X2 konkret erläutern und wo seine Stärken liegen?

Ch. Vollmer: Der Motor bietet in den Unterstützungsstufen «Eco+», «Eco», «Standard» und «High» 70 Nm Drehmoment, in der Stufe «Extra Power» volle 80 Nm. Die 250 Watt beschreiben den Schwellenwert, die Durchschnittsleistung über eine Fahrdauer von 30 min, so schreibt es das Gesetz vor. Der Yamaha PW-X2 verfügt über eine extreme Kadenzbandbreite. Der Motor schiebt schon bei niedriger Kadenz stark an, unterstützt aber auch den sportlichen Fahrer, der mit einer höheren Trittfrequenz treten kann.

Das ACCESS E10, das der SMM/MSM gemeinsam mit BIXS verlost, verfügt über einen 630 Wh grossen Akku. Welche Strecke kann mit dieser Akkugrösse typischerweise zurückgelegt werden?

Ch. Vollmer: Das hängt von vielen Faktoren ab. Fahrergewicht, Höhenprofil und die gewählte Unterstützungsstufe sind dabei in erster Linie ausschlaggebend. Aber auch der Reifendruck, die Kadenz und die Temperatur haben einen Einfluss. Bei Geländefahrten muss die Untergrundbeschaffenheit ebenso in Betracht gezogen werden. Durch die extrem geringen Reibungsverluste des Yamaha-Systems kann das Access E im Flachen ohne weiteres auch mit ausgeschaltetem Motor gefahren werden. Geht man also sparsam mit der Unterstützung um, können locker bis zu 150 km Reichweite erreicht werden.

Thema Ladezeit. Wie schnell ist der Akku von 0 auf 100% geladen, damit es wieder vorwärtsgeht?

Ch. Vollmer: Mit dem mitgelieferten 36-V-4-Amp-Ladegerät können folgende Akkuladezeiten erreicht werden: 0–80% in ca. 2,5 h und 0–100% in ca. 3,5 h.

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