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Werkplatz Schweiz – Quo vadis

«Das ist im Prinzip der grosse Unterschied»

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Die deutsche läuft gegenüber der Schweizer Industrie hervorragend, wie erklären Sie sich das?

P. Petri: In Deutschland werden, wie in der Schweiz, herausragende Industrieprodukte produziert. Beide Länder leben vom Exportmarkt. Der Euro ist per se nicht schwach, aber er ist nicht überbewertet wie der Schweizer Franken und davon profitiert Deutschland erheblich. Die MEM-Exportumsätze sind in Deutschland über 25 Prozentpunkte gegenüber 2009 gestiegen. In der Schweiz sind wir auf dem 2009er Export-Niveau geblieben. Das zeigt eindeutig unser Problem, die Schweizer Industrie generiert kein Wachstum. Wir exportieren zu wenig, weil wir durch die Wechselkurssituation erheblich benachteiligt sind.

Welche Lösungen sehen Sie?

P. Petri: Wir haben in der Schweiz sehr hohe Lohnkosten, wir haben aber auch einen entsprechend hohen Umsatz pro Kopf. Letztlich zeigt das, dass wir in der Schweiz mit einer hohen Effizienz agieren. Die Schweiz muss ihre Stärken nutzen. Zuverlässigkeit, loyale Mitarbeiter, Schaffenskraft, Kreativität, Präzision, Bildung, Innovationsfähigkeit. Das sind Faktoren, die den Standort Schweiz auszeichnen. Letzten Endes muss die Produktivität respektive der Mehrwert gesteigert werden. Moderne Werkzeuglösungen können ihren Teil dazu beitragen.

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Walter Academy – Zerspanungsworkshop

Walter bietet in diesem Jahr neu mehrere Walter Academy Workshops an.

Es werden diverse Bearbeitungsmethoden in der Zerspanung in Theorie und Praxis beleuchtet, welche nicht nur die Prozesssicherheit anheben, sondern auch wesentlich zu einer höheren Wirtschaftlichkeit in der Produktion beitragen. Der nächste Anlass:

Fräsen Walter M4000 – Zerspanungsworkshop

21. März, 2017 09.00 Uhr–ca. 16.00 Uhr bei der Firma Reimmann AG in Mönchaltorf

Wichtig: Hier haben Sie die Möglichkeit, mit ausgewiesenen Zerspanungstechnikern über spezifische Bearbeitungssituationen zu diskutieren und individuelle Lösung zu finden.

Weitere Informationen:
https://goo.gl/kt5bTT und https://goo.gl/NCZ9LX

Jetzt sagen Sie, dass Sie durch Innovationen Vorteile gegenüber Ihren Mitbewerbern erzielen. Auf der anderen Seite verlängern sich ständig die Standzeiten Ihrer Werkzeuge. Das reduziert doch Ihre Verkaufszahlen, oder sehe ich das falsch?

P. Petri: Die Situation scheint ein wenig paradox. Denn unsere Weiterentwicklungen im Werkzeugbereich machen uns insofern tatsächlich selbst Konkurrenz, als die Werkzeuge länger halten und somit die Nachfrage infolge des geringeren Werkzeugverschleisses sinkt. Das liegt in der Natur der Sache und war schon immer so. Sowohl die heutige Performance als auch die Standzeiten betragen ein Vielfaches von den Werten vor 20 Jahren. Das heisst, unsere Kunden können mit einer modernen Wendeschneidplatte beispielsweise fünfmal mehr Zeitspanvolumen generieren als noch vor wenigen Jahren. Walter wächst, weil auch unser Kundenumfeld in den letzten Jahren massiv gewachsen ist. Auf der anderen Seite können wir nur mit ständigen Innovationen konkurrenzfähig bleiben, denn mit 08/15-Werkzeugen können Sie am Schweizer Markt nicht mehr konkurrieren.

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