Werkplatz Schweiz – Quo vadis

«Das ist im Prinzip der grosse Unterschied»

| Redakteur: Sergio Caré

«Wenn das so weitergeht, kommt die Industrie wieder dahin zurück, wo sie ihren Ursprung hat.» Peter Petri, Geschäftsführer Walter (Schweiz) AG
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«Wenn das so weitergeht, kommt die Industrie wieder dahin zurück, wo sie ihren Ursprung hat.» Peter Petri, Geschäftsführer Walter (Schweiz) AG (Bild: Walter (Schweiz))

Die Walter AG gehört zu den Top Ten unter den Werkzeugherstellern weltweit. In der Schweiz verfügt das Unternehmen über einen sehr breiten Kundenstamm. Peter Petri zeigt auf, wie sich ein Werkzeughersteller in der aktuell anspruchsvollen Lage am Schweizer Fertigungsmarkt aufstellen muss.

SMM: Wie positioniert sich Ihr Unternehmen in der aktuell anspruchsvollen wirtschaftlichen Situation?

Peter Petri: In unserem Sektor ist es wie im Tennis. Man bleibt nur dann die Nummer 1, wenn man ständig trainiert und das Maximum rausholt. Beim Tennis gehören Training, Ausdauer, Kraft, Engagement, Technik und Motivation dazu. Wenn alles perfekt aufeinander abgestimmt ist, läuft es. Talent allein reicht nicht. Das lässt sich eins zu eins auf unsere Branche übertragen. Im Tennis gibt es die Top-Ten-Spieler. Das ist ähnlich wie in unserer Werkzeugbranche. Es gibt Top-Marktplayer, die sich um die ersten zehn Plätze einen Kampf liefern. Ein gesunder Wettbewerb ist gut und wichtig.

Wie sieht denn die zukünftige Lage im Werkzeugbereich in der Schweiz aus Ihrer Sicht aus?

P. Petri: Der Januar 2015 hat die exportorientierte Industrie negativ und nachhaltig bis heute beeinflusst. Der gesamte Schweizer Werkzeugmarkt ist zwischen 15 und 18 % eingebrochen. Teilweise aufgrund von Preisreduktionen, andererseits durch Volumenreduktionen. In den nächsten zehn Jahren sehe ich im Werkzeugsektor keine echten Wachstumsmöglichkeiten. Nicht zuletzt wegen dem nach wie vor starken Schweizer Franken. Aktuell liegt er wieder erheblich unter 1.10 zum Euro. Wir waren in 2007 bei CHF 1.65 zum Euro. In 2007 lief die Schweizer Wirtschaft auf Hochtouren.

Ist die Stärke des Schweizer Frankens derart matchentscheidend?

P. Petri: Eindeutig ja, denn die MEM-Branche ist stark exportorientiert. Unsere Kunden geben Gas ohne Ende, aber der starke Franken wirkt wie eine Handbremse. Unsere exportorientierten Kunden bekommen bei dem aktuellen Wechselkurs nicht den Auftrieb, um den Kopf richtig über Wasser zu haben. Es ist eine enorme Herausforderung für unsere Schweizer MEM-Unternehmen.

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