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In der Schweiz haben wir aber aktuell kein Wachstum zu erwarten in der MEM-Industrie. Letztlich sind Sie als Werkzeughersteller auf Neukunden angewiesen, um Ihre Umsätze zu steigern?
P. Petri: Richtig, und auch hier sind Innovationen die beste Voraussetzung, um Neukunden zu gewinnen. Innovationsfähigkeit ist eine unserer Stärken. Wenn meine Spezialisten dem Anwender vermitteln können, dass sie entweder die Produktivität und/oder aber die Standzeit erhöhen oder den Prozess verbessern können, dann schauen sie sich unsere Lösungen an. Im besten Fall fahren sie Versuche. Meistens haben wir dann gute Chancen. Die müssen wir nutzen, um vorn dranzubleiben.
Innovationen sind also matchentscheidend?
P. Petri: Unbedingt, Innovation führt dazu, dass wir als moderner progressiver Hersteller wahrgenommen werden. Ich will zwei Punkte nennen, die auf den ersten Blick nicht spektakulär klingen: zum einen die integrierte Freiflächen-Kühlungen und zum anderen innengekühlte Einstechwerkzeuge. Jetzt werden Sie fragen, was ist denn daran besonders. Kühlprozesse wurden in der Vergangenheit masslos unterschätzt. Heute haben wir dank neuer Technologien und Hochdrucksystemen die Möglichkeit, direkt dort, wo die Späne entstehen, massiv zu kühlen.
Spielt das auch für die Prozesssicherheit eine Rolle?
P. Petri: Prozessfähigkeit ist ein ganz grosses Thema. Aber es ist anspruchsvoll, Prozesssicherheit in der Zerspanung zu gewährleisten. Spänebruch ist hier ganz entscheidend. Hier hat Walter sehr viel Entwicklungsarbeit geleistet. In diesem Zusammenhang bringt die Präzisionskühlung, die ich oben bereits erwähnt habe, massive Vorteile. Sie ist heute mehr denn je eine Grundvoraussetzung für die automatisierte Fertigung. Je höher und präziser der Kühldruck direkt am Zerspanungsprozess geführt wird, umso besser die Möglichkeiten des Spanbruchs und der Prozessstabilität. Man muss direkt dort kühlen, wo der Span erzeugt wird und die Wärme entsteht.
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