Schraubtechnik

Desoutter GmbH: Nachhaltig montieren mit gesteuerter Schraubtechnik

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Noch grösser werden die Vorteile mit komplexeren Elektrowerkzeugen. Vor deren Einsatz brauche niemand zurückzuschrecken, versichert der Desoutter-Manager. Zwar bestehe zunächst ein gewisser Schulungsaufwand hinsichtlich der Technik, schliesslich arbeiten elektronisch gesteuerte Schrauber – wie der Name sagt – mit einer Steuerung, die erst einmal programmiert werden muss. Doch seien die Desoutter-Steuerungen leicht verständlich aufgebaut, und angesichts der zahllosen Vorteile nähmen immer mehr Anwender diese kleine Hemmschwelle gern in Kauf, erläutert Göbel.

Gesteuerte Systeme verbessern Qualität und Wirtschaftlichkeit

Als Beispiel für ein Unternehmen, das kürzlich auf gesteuerte Systeme umgestellt hat, führt Jürgen Göbel die Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR) in D-Regensburg an. Dort hatte man vor einiger Zeit beschlossen, an den Montage-Arbeitsplätzen möglichst alle Fehlerquellen zu eliminieren. Die Qualität sollte verbessert, die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden. Dafür stieg das Unternehmen auf überwachte elektronische Schraubtechnik von Desoutter um – für MR ein völlig neues Terrain.

MR ist in der Energietechnik tätig und fertigt unter anderem Stufenschalter für die Regelung von Leistungstransformatoren. Mit den neuen Desoutter-Werkzeugen – bislang rund 50 an der Zahl, weitere werden hinzukommen – deckt MR etwa 700 verschiedene Schraubfälle ab, wobei die ausgewählten Elektroschrauber jeweils bis zu 24 unterschiedliche Hand-Drehmomentschlüssel ersetzen. Investiert wurde in Stab- und Pistolenschrauber, in Einbauspindeln und umfangreiches Zubehör, etwa Werkzeugwechselboxen, Werkzeugständer und Werkerführungssysteme. Dafür wurden auch die Schlagschrauber ausrangiert. Die dadurch weit geringere Lärmbelastung an den Arbeitsplätzen sieht die Maschinenfabrik als zusätzlichen Vorteil.

Reproduzierbare Ergebnisse

Konkret müssen die Mitarbeiter an den Montagestationen nicht mehr zwischen Voranzugs- und Drehmomentwerkzeug wechseln, wodurch ein Grossteil der Werkzeuge überflüssig wurde. Weit bequemer ist auch der Umgang mit diversen Sicherungselementen geworden, etwa Quetschmuttern, Tellerfedern oder Sperrkantringen: Die Schraubwerkzeuge kontrollieren anhand der Schraubkurven selbst, ob alle Elemente aufgesetzt wurden. Fehlt eine Feder oder ein Ring, so ergibt sich eine völlig andere Schraubkurve als programmiert, was die Steuerung als Fehler meldet. Der Schrauber blockiert, die Mitarbeiter können den Fehler sofort beheben.

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