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Vor der Einführung der neuen Verschraubungssysteme musste das Projekt-Team bei MR sämtliche Schraubstellen in den Montagen mit Verbindungselementen, Zeichnungsnummern, Drehmoment, Zugänglichkeit und anderen Parametern erfassen und die Anforderungen definieren. Wie zeitaufwendig allein diese Analyse war, wird angesichts folgender Zahlen klar: MR verwendet rund 1200 Schrauben und ungefähr 200 Muttern.
Zusammen mit zahllosen Sicherungs- und Unterlegscheiben ergeben sich etwa 1,9 Millionen Kombinationsmöglichkeiten, wobei Scheibenkombinationen noch gar nicht berücksichtigt sind. Hinzu kommen unterschiedliche Drehmomente und Drehwinkel – wodurch die Anzahl an Fehlerquellen praktisch nicht mehr überschaubar war. Doch den Aufwand für die Analyse und die Investition in die neue Technik hat MR gern in Kauf genommen, denn «die Elektroschrauber ermöglichen eine erhebliche Qualitätssteigerung und reproduzierbare Ergebnisse», betont Teilprojektleiter Christian Sauerer.
Erkenntnisse für die Konstruktion nutzen
Das Projektteam verfolgt das Ziel, bei allen Verschraubungen die Prozesssicherheit zu steigern. Dabei ist das Teilprojekt «prozesssicheres Verschrauben» viel mehr als nur ein montageinternes Projekt zur Qualitätssteigerung. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen für künftige Konstruktions- und Qualitätsthemen genutzt werden und als Grundstock für die Auslegung neuer und bestehender Produkte dienen. «Der abteilungsübergreifende Informations- und Wissensaustausch soll die Produkte der Maschinenfabrik Rheinhausen noch weiter verbessern, und zwar vom Prototypstatus bis hin zum bestehenden Produkt», erklärt Sauerer. <<
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