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Möglichkeiten und Grenzen des Beschichtungsverfahrens
«Da wir in diesem Bereich mit Präfag seit Jahren eng zusammenarbeiten, bat man uns auch in diesem Fall um Hilfestellung», erinnert sich Dr. Gerhard Bloschies, Verkaufsmanager Oberflächentechnik bei Nova Werke AG, einem in Effretikon ansässigen Spezialisten für Oberflächenbehandlungen und -beschichtungen mit einer grossen Bandbreite an Verfahren und Werkstoffen. Nach eingehender Prüfung des Kundenwunsches und der Randbedingungen des Einsatzes wurde als Beschichtung Aluminiumoxid mit einem Zusatz von 3 % Titanoxid vorgeschlagen.
Schichtdicken bis zu 500 µm
Dieses Material weist dank seiner Härte von 850 HV, verbunden mit guten Gleiteigenschaften und reduzierter Sprödigkeit, eine hervorragende Verschleissbeständigkeit auf. Das Aufbringen erfolgt durch Plasmaspritzen, wodurch auch grosse Schichtdicken bis zu 500 µm aufgebracht werden können. Gegenüber der lediglich etwa 50–60 µm dicken Eloxalschicht stellt dies einen weiteren Pluspunkt dar.
Besondere Ansprüche: Bauteil mit Nuten
Vom Verschleissschutz her wäre dies eine nahezu ideale Lösung. Aufgrund der Auftragsmethode ergab sich jedoch ein Handicap, denn die Beschichtung sollte auch Bereiche mit Nuten von einigen Millimetern Breite und einer Tiefe von mehreren Zehntelmillimetern umfassen.
Das thermische Spritzen kann jedoch technologiebedingt plötzlichen Oberflächenversprüngen mit vertikal zur Spritzrichtung angeordneten Flächen nur bedingt folgen. Die Schichtdicke ist in solchen Bereichen daher ungleichmässig, so dass die Toleranzvorgaben des Kunden nicht mehr erfüllt worden wären. Ein Einsatz des Verfahrens war daher nur denkbar, wenn man die Nuten nach dem Beschichten durch mechanische Bearbeitung wieder auf das gewünschte Mass bringen konnte. Daher musste nach einem hierfür geeigneten Fräser gesucht werden.
Fräser für extrem harten Einsatz
«In dieser Situation erhielten wir die Anfrage, ob wir einen für derartige Bearbeitungsaufgaben geeigneten Fräsertyp empfehlen könnten», weiss Fabian Wettstein, technischer Verkaufsberater der Dihawag, eines schweizweit bekannten Spezialisten im Bereich von Zerspanungswerkzeugen und Maschinenausrüstungen mit einem guten Ruf als Problemlöser bei heiklen Bearbeitungsaufgaben.
Dihawag legt gerade in der jetzigen Situation mit dem starken Franken grössten Wert auf bestmögliche Unterstützung seiner Kunden mit neuesten Technologien. Zusammen mit dem Kunden nahmen sich die Anwendungsfachleute des Problems an und schlugen vor, für diese Aufgabe einen Eckschaftfräser von DTS einzusetzen, der mit aufgelöteten Schneiden aus dem Hochleistungsschneidstoff CVD-D versehen war.
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