Dihawag: Werkzeugkompetenz als Schlüsselfaktor Diamant-Fräsen extrem harter Beschichtungen

Redakteur: Matthias Böhm

Extrem harte Plasmabeschichtungen weisen zwar aus werkstofftechnischer Sicht einige herausragende Merkmale auf, wie beispielsweise höchste Verschleissfestigkeit. Doch genau diese Eigenschaften können Zerspanern einiges an Kopfzerbrechen bereiten. Hier sind (Schweizer) Spezialisten im Werkzeugbereich gefragt, die imstande sind, auch für aussergewöhnliche Aufgabenstellungen eine geeignete Lösung zu finden.

Firmen zum Thema

(Bild: Vollrath)

«Von uns als Zulieferern erwarten die Kunden zunehmend, dass wir uns auch um zusätzliche Dienstleistungen z. B. im Bereich Engineering kümmern», sagt Richard Scheerer, Geschäftsführer der Präfag Präzisionsfertigungs AG in Bronschhofen.

Das Unternehmen agiert als flexibler Partner für die Belieferung industrieller Abnehmer mit Präzisionsmechanik und bedient Kunden aus verschiedensten Branchen wie dem Maschinenbau, der Medizintechnik oder der Mechatronik mit Kleinserien, Prototypen und Einzelteilen. Dabei kommt die ganze Bandbreite moderner Fertigungsverfahren wie Drehen oder Fräsen (auch von gehärteten Bauteilen), Flachschleifen einschliesslich der zugehörigen Messtechnik zum Einsatz. Auf Wunsch werden auch komplette Baugruppen montiert.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Für zusätzliche Aufgaben wie Wärmebehandlungen oder Beschichtungen arbeitet man mit einer Vielzahl langjährig bewährter Partner zusammen. Kernpunkte der Firmenphilosophie sind Präzision, Termitreue, Kundennähe und die Bereitschaft, dem Kunden jegliche zusätzliche Dienstleistung anzubieten, die er für seinen eigenen Markterfolg benötigt. Immer häufiger gehört dazu auch die Erprobung neuer Verfahren und Technologien.

Gesucht: Eine ultraharte Beschichtung

«Vor einigen Monaten trat einer unserer Kunden mit der Bitte an uns heran, ihm bei einem Verschleissproblem weiterzuhelfen», ergänzt R. Scheerer. Es ging um ein Aluminiumbauteil mit hochkomplexer Geometrie für eine Maschine, die bei der Verarbeitung von Textilfäden eingesetzt wird. Das entsprechende Teil besteht aus Aluminium und wird zum Schutz vor Abrieb durch die daran vorbeilaufenden Fäden routinemässig mit einer Harteloxalschicht (Schichtdicke 50–60 µm) versehen.

Obwohl diese Schicht mit einer Härte von rund 500 HV schon recht widerstandsfähig ist, trat in bestimmten Bereichen dennoch nach kurzer Zeit Verschleiss auf, der zu unerwünschten Schäden und entsprechenden Reparaturaufwendungen führte. Dem Kunden schwebte daher eine alternative Beschichtung mit einem wesentlich härteren keramischen Material vor.

(ID:43610564)