Reimmann Tech Net Tage 2019

Digitale Vernetzung in der Fertigung

| Redakteur: Anne Richter

Die Reimmann AG ist Partner für Verkauf und Service von Werkzeugmaschinen, unter anderem auch die Schweizer Vertretung von Doosan-Maschinen.
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Die Reimmann AG ist Partner für Verkauf und Service von Werkzeugmaschinen, unter anderem auch die Schweizer Vertretung von Doosan-Maschinen. (Bild: Anne Richter, SMM)

Industrie 4.0-Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette standen im Zentrum der Tech Net Tage von Reimmann. Zusammen mit acht Partnerunternehmen hat der Werkzeugmaschinenhändler aus Mönchaltorf den gesamten Produktionskreislauf der digitalen Fertigung dargestellt: von der Planung bis zur Qualitätskontrolle.

Zusammen mit acht Partnerunternehmen hat die Reimmann AG zu den Tech Net Tagen am Standort in Mönchaltorf eingeladen. An vier verschiedenen Tagen im November 2019 konnten sich die Besucher zu praktischen Themen der digitalen Vernetzung entlang der Wertschöpfungskette in der Fertigung informieren. «Heute kann man keine Maschine mehr verkaufen, sondern es braucht eine Lösung. Wir haben starke und seriöse Partner, die ein hohes Know-how auf ihrem Gebiet haben und mit denen zusammen wir unseren Kunden Lösungen anbieten können», berichtet Stefan Deak, Inhaber und Geschäftsführer der Reimmann AG. Der Fokus der diesjährigen Tech Net Tage lag im digitalen Fertigungsprozess, für den Reimmann und die Partnerunternehmen ihre Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Werkzeugmaschinen, Werkzeuge, Spanntechnik, Kühlschmierstoffe, Automation sowie Datamanagement und Programmierung vorgestellt haben. Gezeigt wurde der gesamte Produktionskreislauf, der auch in einem Rundgang den Besuchern ausführlich vorgestellt wurde. Ausgehend von den 3D-Daten des Bauteils, zur Übergabe der Daten, die Werkzeug- und Spannmittelauswahl, die Programmierung und die Einrichtung eines Toolrooms, der Voreinstellung, der Überprüfung des Kühlmittel-Zustands bis hin zur Einbindung der Werkzeugmaschine und der anschliessenden Qualitätskontrolle. Dafür wurden Anwendungen aus der Praxis vorgestellt und auch welche Möglichkeiten sich in der Zukunft ergeben können.

5-Seiten-Bearbeitung: vernetzt und wirtschaftlich

Reimmann-Technet-Tage 2018

5-Seiten-Bearbeitung: vernetzt und wirtschaftlich

30.10.18 - Wirtschaftlichkeit in der spanenden Fertigung war der Hauptfokus der diesjährigen Technet-Tage bei Reimmann. Gezeigt wurde das Zusammenspiel von Maschine mit modernster Bearbeitungstechnologie, Automation, Werkzeug, Spanntechnik, Programmiersystemen und Kühlschmierstoff. lesen

Prozesssicher und mannlos – mit Prozessüberwachung

Maschinenüberwachung

Prozesssicher und mannlos – mit Prozessüberwachung

24.02.16 - Eine geeignete Maschinenüberwachung ist Voraussetzung für eine automatisierte, prozesssichere und damit auch mannlose Fertigung. Bei Bär und Mettler wird das Überwachungssystem Artis CTM von Marposs in Doosan-Multi-Tasking-Drehzentren Typ Puma MX 2100 eingesetzt. Dies ermöglicht dem Unternehmen abgesicherte Fertigungsprozesse – Voraussetzung für hohe Produktivität. lesen

Ziel: Optimal vernetzte Produktion

Dafür wurde als erstes der Gesamtablauf von der Auftragserfassung bis zum Vermessen in der Grobübersicht dargestellt. Hier wurde das Thema MDM präsentiert. MDM bedeutet Manufacturing Data Management und es geht um Softwarelösungen für die Organisation der Fertigung und damit die Basis für einen kompletten Industrie 4.0 Workflow. Wichtig ist dabei zu wissen, dass es keine Patentrezepte gibt, sondern individuelle Lösungen gefragt sind, die auf die jeweiligen Anforderungen angepasst sind. Ziel ist eine optimal vernetzte Produktion mit dem Herzstück, der zentralen Datenbank. Daran angebunden sind dann die Maschinen und die Peripherie wie beispielsweise das Rüstzimmer und der Programmierplatz.die Schnittstellen funktionieren für alle gängigen ERP-Systeme. Ausserdem wurde vorgestellt, wie die passenden Werkzeuge aus Einzelkomponenten zusammengebaut werden können und an das CAM-System übergeben werden.

Das Thema Auftragsbeginn und CAM-Programmierung hat die Firma X-Data abgedeckt. X-Data offizieller und grösster Schweizer Wiederverkäufer von Mastercam und bietet Service und um Mastercam Produkte an. Konkret ging es um Drag&Drop-Spannmittel, Bauteilausrichtung in Mastercam, 2D high-performance Bearbeitung sowie das Generieren von Werkzeuglisten und Rüstblättern. Im Fokus stehen dabei einfache Prozesse und Zugänglichkeit der Daten. Die Auswahl von Werkzeugen und Spannmitteln wurde von der Vischer & Bolli AG behandelt. Zentrale Themen waren die Definition der Werkstück- und der Werkzeug-Spannung sowie komplette Werkzeug-Kombinationen für weitere Schritte zusammengefügt werden können.

Um Werkzeug-Technologie-Daten ging es bei der Präsentation von der Walter (Schweiz) AG. Der Werkzeughersteller hat vorgestellt, wie Fertigungsbetriebe dank einer digitalen Werkzeugverwaltung sich einen schnellen Überblick über die Bestände verschaffen können und wie sie einfachen Zugang zu Schnittdaten erhalten können. Ein weiteres Reimmann-Partnerunternehmen ist Dihawag, Anbieter von Zerspanungswerkzeugen und Spanntechnik. Thema hier war, wie die Werkzeug-Voreinstellung in der Prozesskette einfach abgewickelt werden kann. Grundlage dafür ist eine reibungslose Datenschnittstelle. Der Prozess wurde vom Empfangen der Solldaten über das automatische Voreinstellen bis hin zum Zurücksenden der Istdaten dargestellt.

Ein oft vernachlässigter aber trotzdem wichtiger Parameter im Zerspanungsprozess ist der Kühlschmierstoff (KSS). Blaser Swisslube hat aufgezeigt wie der KSS in Industrie 4.0 integriert werden kann. Hier geht es vorrangig um die Überwachung über den Zustand des KSS, beispielsweise Schaumbildung, mittels eines Liquid Tool Sensors. Mit diesem Sensor ist der Fitnesszustand des KSS darstellbar, um beim Unter- bzw- Überschreiten von Grenzwerten entsprechende Massnahmen ergriffen werden können.

Ein wichtiger Faktor zur Produktivitätssteigerung ist die Automation der Fertigung. Bachmann Engineering ist ein Systemhaus für Automation und Robotik und baut schlüsselfertige Roboter und Automationsanlagen nach Mass, wobei das das Unternehmen auf ein umfassendes Modellbaukastensystem zurückgreifen kann. Während der Tech Net Tage wurde vor allem die Automation von Losgrösse 1 mit einer einfachen, intuitiven Programmierung ins Zentrum gestellt.

Maschinen für Einbindung in Industrie 4.0 Netzwerk

Das Herzstück eines jeden Fertigungbetriebs ist die Werkzeugmaschine, die natürlich auch für automatisierte und digitale Prozesse vorbereitet sein muss. diesen Part hat natürlich die Reimmann AG abgedeckt, als Schweizer Vertretung u.a. von Doosan-Maschinen. Dargestellt wurde, welche Voraussetzungen notwendig sind, um eine Maschine automatisieren zu können, inwieweit eine Maschine überhaupt dafür ausgelegt ist, um mannlos über Nacht produzieren zu können. Dazu gehören automatische Türen, Anbindung für ein hydraulisches Spannsystem oder auch ein Messsystem, mit dem der Nullpunkt exakt aufgenommen werden kann. Auch die Steuerung muss geeignet sein. Insgesamt sind sehr viele Komponenten nachrüstbar, wichtig ist aber zu entscheiden, inwieweit ein Nachrüstung vom Aufwand her zu vertreten ist. Vor allem bei wesentlichen Veränderung verliert ein Maschine die CE-Kennzeichnung, die mit einem gewissen Aufwand neu erworben werden muss.

Messtechnik und Qualitätskontrolle gehören heutzutage zu dem Wertschöpfungsprozess dazu. Mitutoyo hat deshalb Messtechnik vorgestellt und wie sie in die Industrie 4.0 Fertigungs-Prozesskette eingebunden werden kann. Die Programmierung für die Vermessung des realen Bauteils erfolgt auf Basis der CAD-Daten aus der Konstruktion. Entscheidender Faktor ist, dass die Messung direkt nach Fertigstellung des Bauteils vorgenommen wird. Nur so wirkt die Vermessung auch wirklich präventiv, da auf eventuelle Fehler sofort reagiert werden kann.

Mit den Tech-Net-Tagen hat Reimmann vor allem dargestellt, wie Daten lieferantenübergreifend weiterfliessen und effizient genutzt werden können. Je nach Anwendungsfall kann der Prozess modular umgebaut und entsprechend angepasst werden. Auch bei den Kunden und Besuchern stiess das Thema der Tech Net Tage auf grosse Zustimmung. An allen Tagen wurden mehrere Führungen durchgeführt, die jeweils rund 90 Minuten dauerten. «Mit solchen Events wollen wir den Kunden die Möglichkeit geben, sich Anregungen zu holen, um seine Prozesse sicher und effizient zu organisieren. -ari- SMM

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