Sandvik Coromant: Industrie 4.0 rund ums Werkzeug

Digitalisierung optimiert Werkzeugeinsatz

| Redakteur: Konrad Mücke

Mehr Soft- statt Hardware: Die Digitalisierung sorgt auch bei Zerspanungswerkzeugen dafür, dass Fertigungsbetriebe die Abläufe vom CAM-System bis zur Bearbeitung beschleunigen und somit wirtschaftlicher und produktiver arbeiten können.
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Mehr Soft- statt Hardware: Die Digitalisierung sorgt auch bei Zerspanungswerkzeugen dafür, dass Fertigungsbetriebe die Abläufe vom CAM-System bis zur Bearbeitung beschleunigen und somit wirtschaftlicher und produktiver arbeiten können. (Bild: Sandvik Coromant)

Sandvik Coromant zeigt zur Messe EMO aktuelle Technologien zu digitalisierten Bearbeitungsprozessen und zur effizient vernetzten Fertigung. Damit trägt der Werkzeughersteller entscheidend dazu bei, dass Fertigungsbetriebe das Konzept Industrie 4.0 verwirklichen können.

Der international tätige, in Schweden beheimatete Werkzeughersteller präsentiert in Hannover vor allem innovative Software und ausgeklügelte Algorithmen. Diese dienen dazu, in Fertigungsbetrieben sämtliche Abläufe vom Design über die Planung bis zur Zerspanung miteinander zu verbinden und zu beschleunigen sowie Prozesse effektiver zu analysieren und anschliessend zu optimieren.

Vorausschauend planen

So wird beispielsweise die Software Coromant
Capto DTH Plus vorgestellt. Sie ermöglicht, für ange­triebene Werkzeughalter Coromant Capto voraus­schauend die Wartung zu planen und zu organi­sieren. Mit Hilfe der inzwischen aktualisierten Software CoroPlus ToolPath können Anwender
beim innovativen Drehverfahren PrimeTurning zum
Drehen in alle Richtungen deutlich schneller als bisher die Prozesse planen und ablaufen lassen. Die Software kann nunmehr direkt CAD-Modelle importieren, die Bearbeitungsprozesse 3D-simulieren und dabei auf Kollisionen prüfen.

Mit dem Softwaremodul CoroPlus ToolGuide
lassen sich präzise Werkzeugempfehlungen und Schnittdaten basierend auf Kundenspezifikationen, wie Werkstoff und gegebene Bearbeitung, rasch finden. Dies ist künftig auch für Bohrwerkzeuge gegeben.

Sensoren direkt auswerten

Mit Sensoren ausgestattete Werkzeuge der Reihe der Silent Tools Plus können künftig Daten direkt an die Maschine senden. So lassen sich Bearbeitungsprozesse in Echtzeit überwachen und steuern.

Nach einem vorzeitigen Verschleiss an Werkzeugen kann ein Maschinenbediener mit Hilfe der App Tool Wear Analyzer auf einem Smartphone oder Tablet-PC die Ursachen ermitteln. Dazu nimmt
er ein Foto auf. Sodann vergleicht er es mit den
in der App gespeicherten Bildern von Werkzeugen mit unterschiedlichen Verschleissarten. Zusätzlich kann er im Bild den Verschleiss messen, das Foto speichern und mit weiteren Personen teilen. Vorteilhaft ist, eine Mikroskop-Linse am Smartphone oder am Tablet-PC zu installieren. So lässt sich ein deutlich vergrössertes Bild von den verschlissenen Schneiden aufnehmen und betrachten.

Bohr- und Fräswerkzeuge

Darüber hinaus präsentiert Sandvik Coromant zur Messe ein innovatives Bohrwerkzeug. Es soll nach eigenen Angaben revolutionär und einfach zu bedienen sein. Es soll effizient, zuverlässig, wirtschaftlich sowie hochgenau und leise bohren. Weiter präsentiert der Werkzeughersteller einen additiv gefertigten Fräswerkzeugkörper. In Kombination mit Adaptern Silent Tools dämpft der Fräser dank seiner Leichtbauweise Vibrationen bei anspruchsvollen Anwendungen, zum Beispiel bei grossen Auskraglängen. Das trägt dazu bei, dass Fräsprozesse stabiler werden und Fertigungsbetriebe produktiver arbeiten können. - kmu - SMM

EMO Halle 5, Stand B06

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