Suchen

3D-CAD-System Doping für das Fahrrad

| Redakteur: Luca Meister

>> Hohe Benzinpreise, Parkplatzprobleme und eine ökonomischere Lebenseinstellung sind nur einige Gründe, die das Fahrrad gegenüber motor- betriebenen Fahrzeugen an Boden zurückgewinnen lassen. Unternehmen wie die Bike Manufacturing Company (BMC) in der Schweiz profitieren von diesem Trend. Für die Konstruktion der Fahrräder verwendet das Unternehmen die Konstruktionssoftware SolidWorks.

Firmen zum Thema

Das Fahrrad gewinnt als alternatives Fortbewegungsmittel immer mehr an Bedeutung. Wirtschaftliche Aspekte, aber auch der Wunsch nach mehr Lebensqualität verschaffen dem Fahrrad eine Renaissance.
Das Fahrrad gewinnt als alternatives Fortbewegungsmittel immer mehr an Bedeutung. Wirtschaftliche Aspekte, aber auch der Wunsch nach mehr Lebensqualität verschaffen dem Fahrrad eine Renaissance.
(Bild: BMC)

Stefan Christ, Entwicklungsleiter bei der BMC Switzerland Group: «Immer mehr Menschen entdecken das Fahrrad als alternatives Fortbewegungsmittel wieder. Vor allem im städtischen Raum ist eine Steigerung auszumachen. Hierbei steht die Mobilität im Vordergrund, um schneller von A nach B zu kommen, aber auch die hohen Betriebskosten von Kraftfahrzeugen zwingen viele zum Umdenken.»

Doch selbst wenn die Nachfrage weiter zunimmt, muss BMC am Markt immer einen Schritt voraus sein, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei einem durchschnittlichen Lebenszyklus eines Fahrrades von drei Jahren und aufgrund des breiten Produktportfolios werden derzeit jährlich fünf bis sieben komplette Neuentwicklungen durchgeführt. Dazu zählen neben den bekannten Rennrädern heute auch Mountainbikes und eBikes.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg

Vor vier Jahren wurde unter der Führung von Stefan Christ die Entwicklungsabteilung neu aufgebaut und dabei von Anfang an auf 3D gesetzt. Inhouse werden der Rahmen, die Gabel und die Sattelstütze konstruiert. Die Konstruktion ist dabei immer stärker von elektronischen Bauteilen abhängig und hat insbesondere mit engen Bauraumverhältnissen zu kämpfen. Um diesem Problem zu begegnen, müssen die Zulieferer die Aussengeometrie ihrer Produkte liefern, damit sie zu Beginn der Konstruktion in das Modell eingebaut werden können.

Stefan Christ: «Eine innovative Produktentwicklung in 2D ist nicht mehr denkbar. Wir evaluierten seinerzeit verschiedene Softwarehersteller, wobei SolidWorks das Rennen machte. Entscheidende Kriterien waren das kompetente Auftreten des Vertriebspartners Solid Solutions – die durch Know-how und Expertise überzeugten – die Tatsache, dass viele unserer Lieferanten bereits mit SolidWorks arbeiteten sowie die einfache Bedienung des CAD-Systems. So konnten wir die Einarbeitung zügig und ohne Reibungsverluste durchführen.»

Die Herausforderung in der Fahrradkonstruktion liegt laut Christ in der Kombination aus Solid-Modellen und flächigen Elementen, wobei die Flächenmodellierung immer wichtiger wird. Dank der umfassenden Freiformfunktionen in SolidWorks kann das Unternehmen heute auf eine separate Flächenmodellierungslösung verzichten. Die Konstrukteure arbeiten jetzt durchgehend im 3D-CAD-System und sind dadurch effizienter geworden, da keine zeitaufwändigen und häufig fehlerbehafteten Datentransfers zwischen den verschiedenen Softwarelösungen mehr nötig sind.

(ID:38468820)