Fussball WM Ein perfektes Rundes für das Eckige

Redakteur: Susanne Reinshagen

Bis zum Anpfiff der WM 2014 müssen sich die Fussball-Fans noch ein wenig gedulden. Aber „Brazuca“, den offiziellen Spielball, gibt es bereits heute. In ihm stecken das gebündelte Knowhow und die Erfahrung einer fast 30-jährigen Partnerschaft zwischen adidas und Bayer MaterialScience – beide Unternehmen arbeiten seit 1986 in der Ballentwicklung zusammen.

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Im Rausch der Farben Brasiliens – der „Brazuca“ ist das offizielle Spielgerät der Fussball-Weltmeisterschaft 2014.
Im Rausch der Farben Brasiliens – der „Brazuca“ ist das offizielle Spielgerät der Fussball-Weltmeisterschaft 2014.
(Bild: Bayer)

Seine wahren Qualitäten offenbart der Brazuca auf dem Rasen – beim präzisen Pass-Spiel oder wenn er nach dem Schuss die gewünschte Flugbahn beschreibt. Das gelingt nicht nur bei Sonnenschein, sondern nachweislich bei jedem Wetter: Mehr als 600 Profi-Spieler und 30 Mannschaften in zehn Ländern haben den „Brazuca“ unter allen äusseren Bedingungen geprüft. Auch Fussballgrössen wie Lionel Messi, Bastian Schweinsteiger und Zinedine Zidane durften ihn bereits ausprobieren. In Vorbereitungsspielen der deutschen Nationalmannschaft war er ebenfalls schon im Einsatz. „Damit ist er der meistgetestete Ball, den adidas je auf den Markt gebracht hat“, sagt Oliver Brüggen, Director Public Relations bei adidas. Auch die Ergebnisse der Laborprüfungen sprechen für sich: der Brazuca erfüllt oder übertrifft alle vom Weltfussballverband gesetzten Standards.

Erst die Hülle macht einen Fussball zum Hightech-Sportgerät

Das liegt vor allem am Aufbau des Balls. Im Inneren besteht er aus einer luftgefüllten Latexblase. Sie ist umhüllt mit einem Textilgewebe, das die äusseren Schichten trägt. „Die viel gelobten Eigenschaften verdankt der Brazuca aber vor allem seiner äusseren Hülle“, erläutert Thomas Michaelis, Projektleiter für die Ballentwicklung bei Bayer MaterialScience. „Sie besteht aus insgesamt fünf Schichten auf Basis von Polyurethan-Rohstoffen.“ Die Schichten sorgen für optimalen Ballkontakt und verhindern die Aufnahme von Feuchtigkeit. Sie sind auch dafür verantwortlich, dass Form und Aussehen des Balls über lange Zeit erhalten bleiben.

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Der Aufbau der Hülle beginnt mit einem Haftstrich, der das textile Trägermaterial mit den darüber liegenden Schichten verbindet. Darauf folgt ein rund einen Millimeter dicker Polyurethanschaum, der aus Millionen mit Gas gefüllten Mikrokügelchen besteht. Dieser Schaum ist sehr elastisch, so dass der Ball nach der Verformung beim Schuss sofort wieder seine Kugelform für eine optimale Flugbahn einnimmt.

Die äussere Hülle besteht aus drei kompakten Polyurethanlagen unterschiedlicher Stärke. Ihnen ist die gute Beständigkeit gegen äussere Einflüsse und Abrieb, aber auch die hohe Elastizität des Balls zu verdanken. Und sie verleihen ihm für lange Zeit ein einzigartiges Aussehen.

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