Jahreszahlen Entschleunigung bei Maxon Motor

Redakteur: Susanne Reinshagen

Bei der Maxon-Motor-Gruppe konnte der Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr nicht gesteigert werden. Die schwache Wirtschaftsentwicklung und der hohe Schweizer Franken liessen den Umsatz auf Vorjahresniveau verharren.

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Dr. Karl-Walter Braun, Mehrheitsaktionär von Maxon Motor AG, Eugen Elmiger (CEO).
Dr. Karl-Walter Braun, Mehrheitsaktionär von Maxon Motor AG, Eugen Elmiger (CEO).
(Bild: Maxon Motor)

Die Maxon-Motor-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2013 ihren Umsatz halten können. Dies trotz des starken Frankens, einer teilweise schwachen Wirtschaftsentwicklung und nach wie vor hoher Rohstoffpreise. Der Umsatz belief sich auf CHF 360,2 Mio. (Vorjahr: 360,5). Auch der Cashflow bewegte sich mit CHF 36,2 Mio. im Rahmen des Vorjahres (36,9). Die Zahl der Mitarbeitenden an den Standorten Sachseln, Sexau/D, Veszprém/H und Sejong/Südkorea blieb mit 2091 nahezu stabil (+14). Rund 9 % des Umsatzes werden in die F&E investiert, wo über 220 hochqualifizierte Spezialisten tätig sind. Maxon hat im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Innovationen auf den Markt gebracht; unter anderem ist der Antriebsspezialist bei der ExoMars-Mission der European Space Agency beteiligt, die im Jahr 2018 eine Marslandung plant. Für das laufende Geschäftsjahr ist Maxon Motor vorsichtig optimistisch.

F&E stark gefordert

In den Tätigkeitsbereichen Medizintechnik, Industrieautomation, Robotik und Aerospace hat sich Maxon in den vergangenen Jahren eine Führungsposition erarbeitet. Als Hightech-Unternehmen in der Antriebstechnik verfügt das Unternehmen über viel Erfahrung, um die unterschiedlichsten technischen Anforderungen zu bewältigen. Im Rahmen verschiedener Weltraumprogramme etwa sind extreme Temperaturen zu beherrschen, «von minus 120 Grad auf dem Mars bis zu plus 400 Grad auf der Venus», wie Hauptaktionär Karl-Walter Braun an der Medienkonferenz ausführte. Da sei die F&E echt gefordert, wenn die Motoren bei solchen Bedingungen funktionieren sollten. Deshalb hat Maxon seit jeher hohe Investitionen in die F&E getätigt, «im vergangenen Jahr insgesamt rund 9 % des Umsatzes», wie Braun sagte. Noch nie habe Maxon so viele interessante Produkte auf den Markt gebracht wie in den letzten zwei Jahren: So zum Beispiel Motoren für anspruchsvolle Anwendungen, welche im Weltraum sowie unter der Erde zum Einsatz kommen, implantierbare Mikroantriebe für die Medizintechnik oder energieeffiziente Antriebssysteme für Hightech-Prothesen und die Elektromobilität.

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