ESA Space Economy Report 2026 Europas Raumfahrtindustrie gewinnt Marktanteile zurück

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Der globale Markt für die Herstellung von Raumfahrzeugen und Trägersystemen wächst auf 75 Milliarden Euro. Wie der aktuelle «Space Economy Report 2026» der ESA zeigt, können europäische Hauptauftragnehmer wieder zulegen. Das eröffnet auch für die Schweizer MEM-Industrie als Zuliefererin neue Perspektiven.

Der «Space Economy Report 2026» der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) bietet einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen, die den europäischen Raumfahrtsektor prägen.(Bild:  ESA)
Der «Space Economy Report 2026» der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) bietet einen umfassenden Überblick über die neuesten Entwicklungen, die den europäischen Raumfahrtsektor prägen.
(Bild: ESA)

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat ihren «Space Economy Report 2026» veröffentlicht, der die globale und europäische Wettbewerbsfähigkeit der Raumfahrtbranche analysiert. Besonders im sogenannten Upstream-Segment – der Herstellung von Satelliten, Raumfahrzeugen und den dazugehörigen Trägersystemen – ist viel in Bewegung. Der globale Markt erreichte laut ESA im Jahr 2025 ein Volumen von 75 Milliarden Euro.

Getrieben wird diese Entwicklung vor allem durch die institutionelle Nachfrage, die mittlerweile 80 Prozent des Upstream-Marktes ausmacht und zunehmend von Verteidigungsprogrammen dominiert wird. Positiv für den hiesigen Standort: Die europäischen «Prime Contractors» konnten Marktanteile zurückerobern. Sie sichern sich aktuell 10 Prozent des globalen Marktes und decken 65 Prozent ihres zugänglichen Marktes ab. Wenn diese europäischen Systemhäuser wachsen, steigen traditionell auch die Auftragschancen für das stark vernetzte Zulieferökosystem – wozu auch zahlreiche hochspezialisierte Betriebe der Schweizer MEM-Industrie zählen, etwa in der Präzisionsmechanik, der Sensorik oder bei Spezialmaterialien.

Ein geteiltes Bild zeigt der Report hingegen bei den privaten Raumfahrt-Investitionen (Venture Capital). Zwar stiegen diese weltweit um 60 Prozent an, doch der Boom findet vor allem in den USA statt. In Europa sammelten private Raumfahrtunternehmen rund 1,4 Milliarden Euro ein. Das entspricht einem leichten Rückgang von 8 Prozent im Vergleich zu 2024, ist aber historisch gesehen immer noch der zweithöchste jemals gemessene Wert.

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