Walter: Neuer High-End-Gewindebohrer TC142 Gewindebohrer für nichtrostenden Stahl

Redakteur: Matthias Böhm

Die Grundlochgewinde herzustellen, gehört zu den anspruchsvollsten Aufgaben in der Metallbearbeitung. Für Bauteile aus nichtrostenden Stählen gilt dies ganz besonders. Denn die Gefahr, dass das Werkzeug verklemmt oder sogar abbricht, ist relativ hoch. Hinzu kommt, dass die Werkstücke aus einem relativ teuren und schwer zu bearbeitenden Material bestehen.

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In der vaporisierten Variante besticht der TC142 aus WY80FC (HSS-E + vap.) durch hohe Prozesssicherheit. Walter liefert das Werkzeug in beiden Ausführungen für Regelgewinde M1,6 bis M36, Feingewinde M8 x 1 bis M20 x 1,5 und Zollgewinde G1/8” bis G1/4”.
In der vaporisierten Variante besticht der TC142 aus WY80FC (HSS-E + vap.) durch hohe Prozesssicherheit. Walter liefert das Werkzeug in beiden Ausführungen für Regelgewinde M1,6 bis M36, Feingewinde M8 x 1 bis M20 x 1,5 und Zollgewinde G1/8” bis G1/4”.
(Bild: Walter)

böh. Wie oben im Vortext beschrieben, gibt es gute Gründe, einen Gewindebohrer einzusetzen, bei dem man in nichtrostendem Stahl absolut sicher sein kann. Mit dem neuen Grundlochgewindebohrer TC142 bringt die Walter AG einen Spezialisten auf den Markt, der nach Aussage des Herstellers genau das erfüllen soll.

Bedarf an nichtrostenden Stählen steigt

Der Bedarf an nichtrostenden Stählen (sog. ISO-M-Werkstoffe) steigt stetig. Vor allem wo Hygiene oder Korrosionsbeständigkeit gefragt sind, haben die Werkstoffe seit jeher oberste Priorität. Wie etwa in der Medizin- oder Lebensmitteltechnik.

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Auch in der chemischen und petrochemischen Industrie, wo besonders aggressive Stoffe geleitet oder gelagert werden, bestehen Behälter, Rohrsysteme, Ventile oder Mess-Einrichtungen in vielen Fällen aus nichtrostendem Stahl. Selbst im allgemeinen Maschinenbau sowie der Fahrzeugtechnik sind rost- und säurebeständige Stähle immer häufiger im Einsatz, um eine hohe Produktqualität zu garantieren.

Hohe Zähigkeit und schlechte Wärmeleitfähigkeit

Wer bei der Bearbeitung des anspruchsvollen Materials gute Ergebnisse erzielen will, kommt um speziell darauf abgestimmte Werkzeuge nicht herum. Denn die Eigenheiten des Materials, insbesondere seine hohe Zähigkeit und schlechte Wärmeleitfähigkeit, erfordern perfekt darauf abgestimmte Werkzeug-Eigenschaften. Da es zudem zumeist um kostenintensive Bauteile geht, hat die Prozesssicherheit für den Bearbeiter eine sehr hohe Priorität. Ein Werkzeugbruch kann das Werkstück unbrauchbar machen oder zu Stillstandzeiten führen. Beides verteuert die Fertigung erheblich! Spezielle, für nichtrostende Stähle ausgelegte Werkzeuge reduzieren Prozessunterbrechungen und vermeiden so ungeplante Zusatzkosten. Ein solcher Spezialist ist der Grundlochgewindebohrer TC142 der Walter AG, das neue High-End-Werkzeug aus der Supreme-Linie.

Knackpunkt: Spanabfuhr in Grundlochgewinden

«Knackpunkte beim Schneiden von Grundlochgewinden in nichtrostendem Stahl sind zum einen die Spanabfuhr, zum anderen das Umschalten in die Rückwärtsbewegung aus dem Grundloch heraus», erklärt Timo Mager, Senior Produktmanager Gewindewerkzeuge bei der Walter AG in Tübingen. «Werden bei dieser Anwendung ungeeignete Gewindebohrer eingesetzt, ist der Werkzeugbruch fast schon vorprogrammiert. Der Grund liegt auf der Hand: Nichtrostende Stähle sind zäh und federn zurück. Deshalb verklemmt das Werkzeug sehr schnell. Eine optimierte Geometrie kann dem sehr effizient entgegenwirken. Genau diese haben wir beim TC142 realisiert.»

Gewindetiefen bis 3 x D möglich

Ein weiteres besonderes Feature, so der Experte weiter, ist die besondere Nutform mit einem Drallwinkel von 50°. «Sie sorgt für eine verbesserte Spanabfuhr. Zusätzlich legten die Werkzeugkonstrukteure die Span-Nuten besonders lang aus. Dadurch sind ansonsten schwierig herzustellende Gewindetiefen bis 3 x D möglich.»

Hochleistungsgewindebohrer in zwei Ausführungen

Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Anwender zu berücksichtigen, fertigt Walter den neuen Hochleistungsgewindebohrer in zwei Ausführungen:

1. In einer WW60RB-Variante aus HSS-E-PM. Dieses Werkzeug verfügt über eine extrem verschleissfeste Beschichtung und bietet dadurch sehr hohe Standzeiten und Schnittgeschwindigkeiten. Eine Version, die sich vor allem an Zerspaner mit grösseren Stückzahlen richtet.

2. In einer Variante aus WY80FC. Bei diesem Werkzeug entschied sich der Werkzeughersteller für eine vaporisierte Oberfläche. Die ist nicht nur besonders wirtschaftlich, sie besticht auch durch eine exzellente Spanbeherrschung – und gewährleistet dadurch sehr hohe Prozesssicherheit.

Auch für höherfeste sowie hochfeste Stähle geeignet

Interessant für weitere Anwender: Ausser für nichtrostende Stähle im Festigkeitsbereich 400–1000 N/mm2 eignet sich der TC142 auch sehr gut für höherfeste sowie hochfeste Stähle von 700–1200 N/mm2 aus der Werkstoffgruppe ISO P. Die Gewindetiefe reicht hier sogar bis 3,5 x D. <<

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