Schleiftechnik an der Grindtec 2018

Grindtec 2018: Neuheiten rund um die Schleiftechnik

| Redakteur: Anne Richter

Aussteller und Besucher der Grindtec sind Experten auf dem Gebiet der Werkzeugschleif- und Schleiftechnik.
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Aussteller und Besucher der Grindtec sind Experten auf dem Gebiet der Werkzeugschleif- und Schleiftechnik. (Bild: Afag)

Die Leitmesse für Schleiftechnik ist auf Wachstumskurs: Mehr als 600 Aussteller aus 30 Nationen werden ihre Neuheiten und Lösungen auf dem Gebiet der Schleiftechnik in Augsburg vorstellen. Industrie-4.0-Themen sowie Elektromobilität liegen besonders im Fokus der Aussteller.

Die Leitmesse für Schleiftechnik Grindtec wird 2018 erneut deutlich wachsen, meldet der Veranstalter der Afag Messen und Ausstellungen GmbH. Die 630 derzeit vorliegenden Anmeldungen entsprechen einem Plus von 9 Prozent zur Vorgängermesse. Dementsprechend wächst auch die belegte Fläche um 3000 m² auf 45 000 m²: In neun Messehallen, zwei mehr als 2016, bietet die Grindtec das bislang umfassendste Angebot mit vielen Neuheiten und Weltpremieren.

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Schweiz ist grösster internationaler Aussteller, Asien im Aufwind

Zudem wird die Grindtec immer internationaler: 44 Prozent der Unternehmen haben ihren Firmensitz im Ausland. Mit 30 beteiligten Nationen erzielt die Grindtec auch hier einen neuen Bestwert. Die Schweiz als die Heimat einer ganzen Reihe führender Schleiftechnikanbieter ist auch 2018 die Nr. 1 unter den internationalen Beteiligungen. Mit 59 Aus­stellern liegt sie zwar nur knapp vor Italien mit 54 Ausstellern, die belegte Fläche aber ist an­nähernd doppelt so gross. Auf Platz 3 folgt China mit 52 Ausstellern. Die USA liegt mit 14 Beteiligungen auf dem 4. Platz, gefolgt von Frankreich und Japan mit je 10 Ausstellern.

Lag vor zwei Jahren der Anteil asiatischer Unternehmen unter den ausländischen Beteiligungen noch bei 24 Prozent, so ist dieser Wert auf nunmehr 30 Prozent gestiegen. Das zunehmende Interesse von Schleiftechnikanbietern aus China, Korea, Japan, Taiwan oder Indien ist der eigentliche Wachstumsmotor der weltweit führenden Plattform der Schleiftechnik. Für diese Unternehmen ist die Grindtec die perfekte Messe, um ihre Neuheiten dem Weltmarkt vorzustellen.

Industrie 4.0 und Elektromobilität

Industrie 4.0, Automatisierung, Vernetzung, Digitalisierung und Smart Factory – diese Themen sind auf der Grindtec 2018 im Fokus. Viele Aussteller, insbesondere Schleifmaschinen-, Steuerungs- und Softwarehersteller präsentieren innovative Lösungen im Bereich der digitalen Vernetzung. Auch die Peripheriesysteme werden immer intelligenter und tragen so wesentlich zur Steigerung der Prozesssicherheit der Fertigungssysteme zum Schleifen, Honen und Läppen bei. Nachhaltige Veränderungen in der Komponentenfertigung bringt auch der Megatrend Elektro­mobilität. Die neue Antriebstechnik im Automobil wird kurzfristig grosse Stückzahlen erfordern, um den Markt bedienen zu können. Danach wird, bedingt durch Weiterentwicklungs- und Verbesserungsmassnahmen, eine schnelle Anpassung der Produktionssysteme kommen. Hersteller von Produktions­mitteln müssen hier mit flexiblen Maschinen­konzepten reagieren. Die entsprechenden Lösungen für die sich rasch verändernden Bedingungen präsentieren die Aussteller schon auf der Grindtec 2018.

Zuwachs bei konventionellen Schleifmaschinen

Nach wie vor prägen die Hersteller von 5-Achs-Werkzeugschleifmaschinen das Messeprofil. Den grössten Zuwachs hat die Grindtec 2018 allerdings im Bereich der konventionellen Schleifmaschinen für die Aussenrund-, Innenrund- und Flachschleifbearbeitung sowie der Sonderschleifmaschinen. Im Trend liegen Maschinen, mit denen kleine und mittlere Losgrössen bedient werden können. So wird diese Entwicklung einerseits der zunehmenden Individualisierung von Produkten und andererseits dem Trend E-Mobilität gerecht. Kurze Neben- bzw. Rüstzeiten werden bei diesen Systemen ebenso entscheidend sein, wie die intuitive Bedienbarkeit der Benutzeroberflächen.

Sonderthema Schleiftechnik 4.0 – Excellence in Digital Grinding

Durch das erneute deutliche Wachstum der Grindtec war die Projektleitung gezwungen, eine Reihe von Themen neu zu platzieren. So sind die Hochschulen und Forschungseinrichtungen jetzt als Grindtec Campus im Foyer von Halle 1 anzutreffen, der FDPW ist ins Tagungscenter umgezogen und der Wettbewerb «Werkzeugschleifer des Jahres 2018» findet erstmals in Halle 4 statt. Neu sind auch die beiden zusätzlichen Hallen 8 und 9 im Freigelände der Messe Augsburg. Neben zahlreichen bedeutenden Schleiftechnikunternehmen ist hier in Halle 8 auch der Ausgangspunkt für das Sonderthema «Schleiftechnik 4.0» zu finden.

Die Digitalisierung und konsequente Vernetzung von Prozessen bietet insbesondere in der Schleiftechnik wertvolle Optimierungspotenziale. Vor allem Schleifbetriebe haben häufig grossen Bedarf an Informationen zu Industrie 4.0. – für sie wurde das Sonderthema Schleiftechnik 4.0 – Excellence in Digital Grinding konzipiert. Die beteiligten Aussteller werden im Kompetenzführer Schleiftechnik 4.0. vorgestellt.

FDPW – Kompetenzzentrum Schleiftechnik und Grindtec Campus

Gemeinsam mit seinem französischen Partnerverband Snafot präsentiert sich der FDPW Fachverband Deutscher Präzisions-Werkzeugschleifer im Tagungscenter der Messe Augsburg. Hier sind auch das Grindtec-Forum mit seinen Vorträgen zu aktuellen Themen der Branche und die Jakob-­Preh-Schule aus Bad-Neustadt als Fach­schule der Schneidwerkzeugmechaniker untergebracht. Gemeinsam mit dem Grindtec Campus repräsentiert dieser Verbund den neuesten Stand aus Forschung und Entwicklung – die ideale Ergänzung zum umfassenden Angebot der Grindtec-Aussteller.

Zahlreiche Forschungseinrichtungen sind im Foyer von Halle 1 vertreten. Mit dabei sind das Kompetenzzentrum für Spanende Fertigung der Hochschule Furtwangen, die Hochschule Ruhr West, das Institut für spanende Fertigung (ISF) der Technischen Universität Dortmund, das Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb (IWF) der TU Berlin, die IWT Bremen – Stiftung Institut für Werkstofftechnik, die Leibnitz Universität, die Rheinische Fachhochschule Köln GmbH – Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik und das WZL Werkzeug­maschinenlabor der RWTH Aachen.
-ari- SMM

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