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Trumpf: Mit grünem Laser Bunt- und Edelmetall 3D-drucken Grünes Licht für Kupfer und Edelmetall

Redakteur: Konrad Mücke

Laserlicht kurzer Wellenlängen eignet sich zum Bearbeiten stark energieabsorbierender Werkstoffe. Das nutzt jetzt der 3D-Drucker TruPrint 1000 von Trumpf. Mit Licht im grünen Spektral­bereich lassen sich Bauteile aus Kupfer und Edel­metallen generativ fertigen.

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Grünes Licht: Generativ aus Kupfer hergestellte Bauteile erweisen sich für den Anlagenbau und die künftige Elektromobilität als vorteilhaft.
Grünes Licht: Generativ aus Kupfer hergestellte Bauteile erweisen sich für den Anlagenbau und die künftige Elektromobilität als vorteilhaft.
(Bild: Martin Stollberg / Trumpf GmbH + Co. KG)

Aktuell von Trumpf präsentierte 3D-Drucker generieren Bauteile aus deutlich mehr unterschiedlichen Werkstoffen als bisherige Anlagen. Mit einem gepulsten grünen Laser lassen sich reines Kupfer und andere Edelmetalle drucken. Dafür haben die Entwickler den neuen Scheibenlaser TruDisk 1020 an den 3D-Drucker TruPrint 1000 angebunden.

Licht kleiner Wellenlänge besser absorbiert

«Herkömmliche Anlagen arbeiten mit einem Infrarotlaser als Strahlquelle. Dessen Wellenlänge ist aber zu gross und kann stark reflektierende Werkstoffe wie Kupfer oder Gold nicht schweissen. Mit dem Laserlicht im grünen Wellenlängenbereich ist das möglich», sagt Thomas Fehn, als Leiter des Bereichs Additive Manufacturing bei Trumpf zuständig für den Vertrieb. Dies eröffne neue Möglichkeiten für den 3D-Druck, zum Beispiel in der Elektronikbranche und der Automobilindustrie, so Thomas Fehn.

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Kupfer im 3D-Druck für Maschinenbau attraktiv

Mit einem grünen Laser arbeitende 3D-Druckverfahren sind besonders für den Maschinen- und Anlagenbau vorteilhaft. Denn die grünen, gepulsten Laser ermöglichen es, auch aus reinem Kupfer Bauteile generativ herzustellen. Dazu sagt Tobias Baur, bei Trumpf für die Technologie des Additive Manufacturing leitend tätig: «Für den Maschinen- und Anlagenbau ist das attraktiv. Aus Reinkupfer lassen sich problemlos besonders leitfähige Induktoren oder Wärmetauscher drucken.»

Kreativen Schmuck wirtschaftlich fertigen

Speziell auch beim Herstellen von Schmuck lohne sich der 3D-Druck mit grünem Laserlicht. «Der 3D-Drucker verschwendet kein kostenintensives Gold oder Silber», ergänzt Thomas Fehn. Deshalb sei 3D-Druck oft wirtschaftlicher und profitabler, verglichen mit dem Giessen und anschliessenden spanenden Bearbeiten, zum Beispiel Fräsen und Schleifen. Zudem könne man ein weit gefächertes Design verwirklichen, dem bisherige Herstellverfahren doch eher Grenzen setzen. - kmu - SMM

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