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SWISSMECHANIC empfiehlt grundsätzlich eine Nullrunde für 2014 >> Lohnrunde 2014: Stabilität für die KMU der MEM-Branche

| Redakteur: Lya Bartholet

SWISSMECHANIC empfiehlt in der Lohnfrage grundsätzlich eine Nullrunde für 2014. Wo die wirtschaftliche Situation es zulässt, sind individuelle Lohnanpassungen aber nicht auszuschliessen.

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Für 2014 wird es kein Zustupf ins Portemonnaie geben.
Für 2014 wird es kein Zustupf ins Portemonnaie geben.
(Photopress/GAETAN BALLY)

Die KMU der MEM-Branche müssen sich nach wie vor in einem sehr schwierigen Umfeld behaupten. Die Auftragslage bleibt angespannt, gleichzeitig hat sich der Druck auf die Margen im laufenden Jahr weiter verstärkt, was nach einer stetigen Reduktion der Kosten verlangt. Diese sind in den vergangenen Jahren durch die hohen Anforderungen im Markt und verstärkte Aktionen für die Bewältigung der Krise gestiegen. Um die Konkurrenzfähigkeit entscheidend zu verbessern, müssten viele Unternehmen der MEM-Branche die Kosten weiter senken können. Unsere Unternehmen haben zwar dem starken Franken so gut als möglich getrotzt, doch ist das Niveau noch lange nicht mit jenem vor der Krise zu vergleichen. Genau wie bei der Währungsfrage sind die SWISSMECHANIC-Unternehmen auch in der Frage der Lohnkosten auf Stabilität angewiesen. Unter Berücksichtigung einer prognostizierten Teuerung von 0,3% (Stand September 2013) und der aktuellen Situation der KMU in der MEM-Branche, empfiehlt SWISSMECHANIC in der Lohnfrage grundsätzlich eine Nullrunde für 2014. Wo die wirtschaftliche Situation es zulässt, sind individuelle Lohnanpassungen aber nicht auszuschliessen. Für die Unternehmen geht es in erster Linie darum, konkurrenzfähig zu bleiben um Arbeitsplätze zu sichern und sich für die künftigen Herausforderungen im internationalen Umfeld rüsten zu können.

Unsichere Entwicklungen

Die Konjunkturprognosen für die Schweiz sind mit einem Wachstum von rund 2% (KOF, September 2013) grundsätzlich positiv. Dies kann sich aus Sicht von SWISSMECHANIC jedoch rasch ändern. Eine nachhaltige Erholung des Euroraums, ein langfristiges Ende des politischen Tauziehens in den USA und die weitere Entwicklung der Schwellenländer wird sowohl die Finanzmärkte als auch die Industrie im kommenden Jahr weiter beschäftigen. In der Europäischen Union stehen zentrale Themen wie die gemeinsame Wirtschafts- und Währungspolitik sowie Reformen in Sozial- und Arbeitsmarktpolitik einzelner Mitgliedsländer auf der Traktandenliste. Die aktuelle leichte Erholung ist deshalb mit Vorsicht zu geniessen. Es bleibt abzuwarten wie nachhaltig sich die Weltwirtschaft erholen kann und insbesondere mit welchen Auswirkungen auf die Schweizer Exportwirtschaft und somit auf eine etliche SWISSMECHANIC-Unternehmen. Entsprechend ist bei der Lohnentwicklung Vorsicht und Zurückhaltung angesagt.

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