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Neff: Tiefziehpressen für Automobilzulieferer Hochwertige Automobilteile tiefziehen

Autor / Redakteur: Dietmar Kuhn / Konrad Mücke

Die Unternehmensgruppe Hajdu im ungarischen Téglás erweitert ihre Kapazität mit der Investition in zwei ausgereifte Tiefziehpressen von der Walter Neff GmbH, Karlsruhe. Darauf fertigt der Zulieferer hochwertige Bauteile für die europäische Automobilindustrie.

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Partner der europäischen Automobilindustrie: Die Hajdu Autotechnika, Teil der Hajdu-Unternehmensgruppe im ungarischen Téglás, fertigt hochwertige Tiefziehteile unter anderem für Sitze und Abgassysteme in grossen Serien.
Partner der europäischen Automobilindustrie: Die Hajdu Autotechnika, Teil der Hajdu-Unternehmensgruppe im ungarischen Téglás, fertigt hochwertige Tiefziehteile unter anderem für Sitze und Abgassysteme in grossen Serien.
(Bild: Dietmar Kuhn)

Auf dem Weg durch die Betriebsgebäude in Ungarn berichtet Lajos Novotni, Präsident und Inhaber der Unternehmensgruppe Hajdu: «Wir sehen uns als Tier-2-Lieferant der Automobilindustrie. Das werden wir auf absehbare Zeit bleiben.» Mithilfe seiner Tochter Anna Novotni Dedéné, seinen beiden Söhnen und hochmotivierten 215 Beschäftigten hat er es geschafft, dass sein Unternehmen heute als Top-Lieferant für umgeformte Automobilteile gilt. Das Produktspektrum umfasst derzeit unter anderem Karosserieteile, Teile für Abgasanlagen, Sitze und Lichtmaschinen. Zudem erstellt das Unternehmen Werkzeuge zum Umformen und Stanzen als Dienstleister für externe Auftraggeber und für den eigenen Bedarf. Dafür steht eine umfangreiche Konstruktions- und Entwicklungsabteilung zur Verfügung. Die Spezialisten arbeiten mit aktuellen CAD/CAM-Systemen und Simulationssoftware.

Erfolgreich mit Qualität und Service

«Den rasanten Aufschwung der Hajdu Autotechnika führen wir auf unsere hochwertige Fertigung und unseren zuverlässigen Kundenservice zurück. Um künftige Forderungen hinsichtlich Qualität und rasch wachsender Auftragsvolumina zu erfüllen, haben wir in den vergangenen drei Jahren etwa 14,5 Mio. Euro investiert», berichtet Lajos Novotni.

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Das betrifft zum einen die Infrastruktur, zum anderen mehrere Fertigungsanlagen. Dazu gehören auch zwei Doppelständer-Tiefziehpressen von der Walter Neff GmbH, Karlsruhe. Wie Novotni sagt, ermöglichen diese, ein umfassend erweitertes Spektrum an Produkten herzustellen. «Zudem erweitern wir deutlich unsere Fertigungskapazitäten um ein Vielfaches der bisherigen», ergänzt Novotni. «Auf Wunsch von Hajdu wurden die beiden Pressen nebeneinander angeordnet», erläutert Oliver Dörmann, Geschäftsführer der Walter Neff GmbH. «So kann das Unternehmen flexibel einerseits Bauteile, die mehrere Umformvorgänge benötigen, auf beiden Pressen sequenziell fertigen, andererseits seine Kapazität erweitern durch paralleles Fertigen gleicher Bauteile auf beiden Pressen», führt er weiter aus. Die beiden Pressen können jeweils von beiden Seiten be- und entladen werden. Auf ihnen fertigt Hajdu überwiegend Bauteile aus Edelstahl- und aus Aluminiumlegierungen.

Sequenziell oder parallel arbeiten

Die beiden Pressen mit 8000 beziehungsweise 12 500 kN Presskraft sind mit Doppelständer ausgeführt. Ihre Werkzeugtische messen 3000 x 2000 mm beziehungsweise 4000 x 1800 mm. Ergonomisch günstig zum manuellen Be- und Entladen sind sie 750 mm hoch angeordnet. Jeweils zwei Elektromotoren mit je 132 kW beziehungsweise je 200 kW Antriebsleistungen treiben die Hydraulik der Pressen an. Beide Pressen verfügen über aktuelle Steuerungen, Hydraulikanlagen und Sicherheitseinrichtungen. Zudem werden sie in Verbindung mit federbetätigten Produktionswerkzeugen mit einer umfangreichen Nitrodynesteuerung betrieben. Sie verfügen über eine elektromotorisch einstellbare 4-Punkt-Schnittschlagdämpfung, hydraulisch betätigte Werkzeugspanner und eine für beide Pressen voll integrierte Wartungsplattform. Jeweils in die Pressentische integrierte, hydraulisch einstellbare Rollenvorrichtungen sowie motorisiert fahrbare Rollentische sorgen für einen raschen und einfachen Werkzeugwechsel auch bei schweren, grossen Zieh- und Stanzwerkzeugen. Zum Entsorgen der Stanz- und Schneidbutzen befinden sich unter den Pressen automatische Sammel- und Fördersysteme. Sie fördern die Reste direkt in einen Container ausserhalb der Fertigungshalle und ermöglichen so ein wirtschaftliches Recyclieren. SMM

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