Kipp: Spannsysteme Schnell und flexibel rüsten

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Jüngst hat die Heinrich Kipp Werk GmbH & Co. KG, Sulz am Neckar (D), ihr aktuelles Programm an Komponenten zur Spanntechnik erweitert.

In Arbeitstische eingefügte Nullpunktbolzen kenzeichnen das flexibel und schnell rüstbare Nullpunktspannsystem «Solidbolt».(Bild:   Heinrich Kipp Werke GmbH & Co. KG)
In Arbeitstische eingefügte Nullpunktbolzen kenzeichnen das flexibel und schnell rüstbare Nullpunktspannsystem «Solidbolt».
(Bild: Heinrich Kipp Werke GmbH & Co. KG)

Das Konzept «Solidbolt» ermöglicht eine Adaption von Spannmitteln, Vorrichtungen und Werkstücken in Sekundenschnelle. Zum Einsatz kommen die Systeme überall dort, wo Spannmittel, Vorrichtungen und Werkstücke häufig gewechselt werden müssen. Das betrifft beispielsweise den Werkzeug- und Formenbau.

Auch beim Nachrüsten bestehender Maschinen bewährt sich die innovative Spanntechnik. Bei ihr werden statt flächendeckender Integration von Nullpunktplatten Maschinentische punktuell mit Nullpunktbolzen ausgestattet. Die Nullpunkttechnik wird also nur bei Bedarf an erforderlichen Positionen genutzt. Die Mechanik für das Spannsystem befindet sich nunmehr in 5-Achs-Erhöhungen, die Maschinentische und Grundplatten sind sehr einfach ausgeführt. Das vermindert konstruktiven Aufwand, Kosten und verkürzt Rüstzeiten. Dabei ist das Spannsystem kompatibel mit allen Befestigungsrastern und Maschinen. Zum Spannsystem gehören Grundplatten und Nullpunktplatten mit Aufnahmen sowie die Variante «Solidbolt Maxx».

Auch zum Zentrischspannen verwirklicht der Hersteller inzwischen zusätzliche Varianten in seinem Produktionsprogramm. Das betrifft 5-Achs-Zentrischspanner der Baureihe «Solidgrip». Diese sind sehr robust, lassen sich einfach montieren und bedienen und können mit der Spanntechnik «Solidbolt» kombiniert werden. Mit Hilfe unterschiedlicher Spannbacken können Rohteile und teilweise bearbeitete Werkstücke gespannt werden. Zusätzliche Merkmale, wie Gewindebohrungen in den Backen, nachoxidierte Oberflächen, definierte Späne- und Wasserabführung sowie vorbereitete Schnittstellen für die Automation, ermöglichen den Einsatz in unterschiedlichsten Fertigungsumgebungen.

Mit der ebenfalls jüngst vorgestellten Prägetechnik «Solidstamp» werden Rohteile vor dem Spannen vorgeprägt und sodann mit den Spannbacken in Spannstöcken formschlüssig gespannt. Dadurch verlagern sich kraftintensive Prozesse in eine separate Station. Im Spannmittel selbst sind keine hohen Kräfte mehr erforderlich, was den konstruktiven Aufwand reduziert. Zudem erfordert diese Spanntechnik nur etwa 3 mm Spannrandzugabe.

(kmu)

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