Suchen

Harting-ix-Industrial-Ethernet Kleine Baugrösse, hohe Robustheit

Autor / Redakteur: Jonas Diekmann, Harting Electronics / Silvano Böni

Industrielle Geräte werden stetig kleiner und benötigen so auch kleinere, aber trotzdem robuste Schnittstellen. Für diese Anwendungsfälle von Cat6A Industrial Ethernet bietet Harting Anwendern den ix Industrial in A-Kodierung. Um noch mehr Anwendungen versorgen zu können, gibt es die kleine Schnittstelle aber auch in 10-poliger Signalausführung – ix Industrial Signal in B-Kodierung.

Firmen zum Thema

(Bild: Harting)

Industrielle Geräte werden immer kleiner und filigraner. Gleichzeitig kommen vielfach noch Schnittstellen für Daten und Power zum Einsatz, die schon seit Jahrzehnten am Markt sind. Ein Garant für Qualität wird manch einer sagen. In vielen Anwendungen sind RJ45, M12 und Co. mittlerweile jedoch das mit Abstand grösste Bauteil eines Gerätes und benötigen so unnötig viel Bauraum. Gleichzeitig ist speziell beim RJ45 die Stabilität immer wieder ein Problempunkt. Abgebrochene Verrasthebel sind hier keine Seltenheit. Mit dem ix Industrial bietet Harting eine deutlich kleinere und robustere Schnittstelle für Industrial Ethernet.

Positive Resonanz

Bei Kunden und Interessenten kam die Entwicklung einer miniaturisierten Schnittstelle, dank Normierung und Standardisierung, so gut an, dass Harting sich entschieden hat, die Wünsche und Rückmeldungen anzunehmen und die Anwendungsmöglichkeiten auszuweiten. Bald darauf gab es den ix Industrial daher in einer neuen, haptisch verbesserten Gehäuseform zu sehen, die das Handling deutlich sicherer und einfacher macht. Einen weiteren gros­sen Schritt in Richtung der Kundenwünsche macht Harting mit der neuen Typ-B-Version mit zehn Kontakten für Signale und serielle BUS-Systeme. Im Gegensatz zur Gigabit-Variante werden hier alle zehn Kontakte für die Signalübertragung verwendet und nicht als Schirmungselement von getrennten Kontaktpaaren genutzt. Rein äusserlich ist die neue B-Kodierung kaum von der Gigabit-Variante zu unterscheiden. Lediglich das Steckgesicht verrät den Unterschied der Anwendungsbestimmung im Einsatz. Durch die verschiedenen Kodierungen ist zudem sicher ausgeschlossen, dass versehentlich eine Ethernetschnittstelle mit einem Signalinterface verbunden wird und so Fehlfunktionen entstehen.

Bildergalerie

Viele Vorteile auf kleinem Raum

Die sonstigen Vorteile bleiben gleich. Minimale Baugrösse und Form sind identisch und auf Buchsenseite 70 Prozent kleiner als bei einem herkömmlichen RJ45. So haben Gerätehersteller die Möglichkeit, ein Gerät kleiner auszulegen oder es bei gleicher Grösse mit mehr Schnittstellen zu versehen. Diese Option kommt immer weiter steigenden Datenraten und breiterer Nutzung von Ethernet nach. Um die Schnittstelle für zukünftige industrielle Anwendungen zu rüsten, war es jedoch nicht nur notwendig, den Bauraum zu verringern, sondern auch gleichzeitig die Stabilität zu steigern. Mit der ix-Schnittstelle soll ein zukünftiger Standard geschaffen werden, der die oft empfindlichen RJ45-Lösungen mit Kunststoff-Verrastungshebeln ersetzen kann. Diese Stabilität gewährleisten die fünf THR-Pins der Buchse in der Leiterplatte und Metallhaken im Stecker. Eine fest mit dem Steckverbindergehäuse verbaute Kabelklemmung sorgt für die entsprechende Zugentlastung der Verbindung.

Robust und zuverlässig

Auch die neue Typ-B-Kodierung ist nach IEC 61076-3-124 genormt und bietet Anwendern Investitionssicherheit sowie alle Eigenschaften hinsichtlich Robustheit und Zuverlässigkeit. So können Schock und Vibration auch der Signalvariante nichts anhaben. Die robuste Verriegelung mit Metallhaken sichert die zuverlässige Verbindung und ein konstruktiv vereinfachtes Schirmgehäuse reduziert die Anzahl an Einzelteilen. Dieser Aspekt spielt ganz besonders bei der Montage eine Rolle. Auch eine akustische Rückmeldung der sicheren Verriegelung durch einen Klick steigert die Benutzerfreundlichkeit und gibt ein schnelles und unkompliziertes Feedback.

Um die Konfektion der Steckverbinder zu vereinfachen, wird es beide ix-Industrial-Varianten zukünftig auch als IDC-Variante (engl. IDC = Insula­tion displacement contact) geben. Diese vereinfacht und beschleunigt den Anschluss im Gegensatz zur fest verlöteten Variante und erspart dem Anwender den Lötprozess. Es gibt beide Varianten zudem als fertige Kabelkonfektion und das, je nach Kodierung und Einsatzzweck, auch in Verbindung mit bekannten Schnittstellen. Die A-Kodierung kann als fertige Konfektion klassisch mit einem RJ45-Gegenpart gewählt werden, die B-Kodierung mit einem bewährten D-Sub-Steckgesicht. Auf Wunsch sind auch andere Kombinationen zu realisieren. So sind Anwender nicht gezwungen, direkt alle Anwendungen umstellen und gleichzeitig auf neue Schnittstellen anpassen zu müssen.

Mit beiden Kodierungen können Anwender so zukünftig deutlich platzsparender Anschlüsse in Anwendungen für Automation, Maschinenbau, Robotik, Verkehrswesen und Datennetzwerke realisieren. Ganz gleich, ob es sich dabei um HMIs, Router, Switches oder Kamerasysteme handelt. Mit ix Industrial und ix Industrial Signal haben Anwender eine kleine, robuste und standardisierte Schnittstelle zur Verfügung. SMM

(ID:45875087)