Lackiervorbehandlung von Stahlkonstruktionen

Redakteur: Anne Richter

>> Mit dem Strahlen kompletter Stahlkonstruktionen hält ein namhaftes Stahlbauunternehmen weiterhin am Grundstein für einen dauerhaften Korrosionsschutz fest. Bei der Ersatzinvestition in ein neues Strahlsystem fiel die Entscheidung auf den massgeschneidert konzipierten Konstruktionsstrahler RRBK 34/16 von Rösler. Ausschlaggebend dabei war neben der Leistungsfähigkeit und Auslegung der Anlage für ein breites Teilespektrum die Anpassung an bauliche Vorgaben.

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Position und Neigungswinkel der 16 umlaufend angeordneten Turbinen wurden durch Computersimulation ermittelt. Dadurch ist gewährleistet, dass der geforderte Reinheitsgrad von SA 2,5 bei allen Stahlkonstruktionen erzielt wird. (Bild: Rösler)
Position und Neigungswinkel der 16 umlaufend angeordneten Turbinen wurden durch Computersimulation ermittelt. Dadurch ist gewährleistet, dass der geforderte Reinheitsgrad von SA 2,5 bei allen Stahlkonstruktionen erzielt wird. (Bild: Rösler)

ari. Mit einer Jahreskapazität von zirka 20 000 Tonnen Stahlkonstruktionen gehört die Plauen Stahl Technologie GmbH zu den leistungsstärksten Stahlbauunternehmen Europas. Schwerpunkte des Stahlbauers mit rund 200 Mitarbeitern sind die Herstellung von Konstruktionen für den Kraftwerks- und Anlagenbau sowie den Brücken- und Hochbau. Gefertigt werden diese im sächsischen Plauen, zudem aber auch spezielle Komponenten für On- und Offshore-Anlagen der Bohrindustrie sowie für den Stahlwasserbau. Dafür bietet das Unternehmen von der Entwurfsplanung bis zur Lackierung und der Montage vor Ort alle Leistungen aus einer Hand.

Konstruktionsstrahler zum Entfernen der Schweissreste

Um die geschweissten Stahlkonstruktionen optimal auf ihren Einsatz im Freien vorzubereiten, werden sie durch eine Lackierung beziehungsweise Pulverbeschichtung vor Korrosion geschützt. Davor durchlaufen die dreidimensionalen Teile einen Strahlprozess, in dem Rost, Zunder und Schweissrückstände entfernt werden und somit die für die Lackierung erforderliche Oberflächenqualität hergestellt wird. «Da unsere alte Strahlanlage nach 19 Jahren verschlissen war, brauchten wir einen neuen Konstruktionsstrahler, der genau auf der bisher für die Anlage genutzten Fläche platziert werden musste», erklärt Matthias Zuckschwerdt, Betriebsleiter bei der Plauen Stahl Technologie.

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Dies war jedoch nur eine der Vorgaben im Anforderungskatalog des Stahlbauers. Weitere bestanden in der Anbindung der vorhandenen Rollenbahn für die Zu- und Abführung der Teile, den Abmessungen der zu strahlenden Teile, des zu erreichenden Säuberungsgrades von SA 2,5 ausgehend vom Rostgrad B sowie der Einhaltung von Lärm- und Staubgrenzen. Und natürlich spielten Energieverbrauch und Preis eine Rolle.

Technisch und baulich überzeugendes Konzept

Auf Basis dieser Anforderungen informierten sich die Projektverantwortlichen bei vier Herstellern von Strahlsystemen und entschieden sich für die Rollenbahn-Konstruktionsstrahlanlage RRBK 34/16 der Rösler Oberflächentechnik GmbH. «Auf Rösler sind wir durch Informationen von anderen Stahlbauern aufmerksam geworden, für die das Unternehmen bereits gute Anlagen gebaut hat», erinnert sich Matthias Zuckschwerdt. Allein in den letzten 15 Monaten hat der Anlagenbauer aus dem fränkischen Untermerzbach unter anderem 37 Rollenbahnstrahlanlagen für die Stahl-Industrie verkauft. «Insgesamt basiert die Entscheidung auf dem Gesamtpaket aus technischer Ausführung, kompetenten Ansprechpartnern und dem Preis. Gefallen hat uns ausserdem, dass Rösler mit seiner zentralen Lage in Deutschland geografisch nicht zu weit entfernt ist», berichtet der Betriebsleiter.

Konstruktionsstrahler für ein breites Teilespektrum

Um das neue Strahlsystem exakt an das vorhandene Fundament, die zur Verfügung stehende Fläche und die bestehende Rollenbahn anzupassen, nahmen Konstrukteure des Anlagenbauers vor Ort genau Mass und konstruierten die Anlage entsprechend.

Hohe Flexibilität besitzt die Anlage nicht nur, wenn es um das zu bearbeitende Teilespektrum, sondern auch um eine Leistungserweiterung beziehungsweise Erhöhung des Durchsatzes geht. Denn das gesamte Transport-, Dosier- und Aufbereitungssystem für das Strahlmittel ist ausgelegt für eine Antriebsleistung von bis zu 22 kW je Turbine. Dies ermöglicht der Plauen Stahl Technologie, die Durchsatz-Kapazität der Strahlanlage einfach durch den Austausch von Turbinen mit mehr Leistung zu erhöhen. «Wir sind überzeugt, mit dem Zuschlag für den Konstruktionsstrahler von Rösler die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Die Anlage macht einen soliden Eindruck und ist optimal an unsere Anforderungen angepasst», resümiert Matthias Zuckschwerdt. <<

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