2013 droht Minus statt Plus Lange Gesichter im deutschen Maschinenbau

Redakteur: Jürgen Schreier

Nicht mehr halten lässt sich die Wachstumsprognose für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau. So revidierte der Maschinenbauverband VDMA heute seine Produktionsprognose für das Jahr 2013 von plus 2 auf minus 1 %.

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Laut VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner wird der deutsche Maschinenbau 2013 schrumpfen.
Laut VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner wird der deutsche Maschinenbau 2013 schrumpfen.
(Bild: VDMA)

„Seit Veröffentlichung unserer Prognose im September 2012 haben sich wichtige Rahmendaten weniger dynamisch entwickelt, als wir dies angenommen hatten. Unser Ziel eines nochmaligen Wachstums in diesem Jahr halten wir für nicht mehr realisierbar“, erklärte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner am 4. Juli in Frankfurt am Main.

Schwacher Start und schwache Orderentwicklung im 1. Halbjahr 2013

Nachdem die Produktion schon von einem eher niedrigen Ausgangsniveau ins Jahr 2013 startete, verfehlte sie in den ersten vier Monaten ihr Vorjahresniveau um 3,4 %. Um das ursprünglich geplante Produktionsplus von 2 % zu erreichen, bedürfe es einer sehr kräftigen Produktionsausweitung im zweiten Halbjahr, die aber nach aktuellem Stand der Auftrageingänge nicht zu erwarten sei. Der Auftragseingang verfehlte in den ersten fünf Monaten des Jahres sein Vorjahresniveau preisbereinigt um 1 %. Dabei enttäuschten insbesondere die Inlandsorders (minus 6%; Ausland plus 2 %).

„Auch wenn wir unsere Erwartungen für 2013 insgesamt zurücknehmen müssen, rechnen wir nach wie vor im weiteren Jahresverlauf mit Wachstum für unsere Branche“, so Lindner. „Wir sind international hervorragend aufgestellt. Die Rücknahme der Prognose spiegelt lediglich die zu geringe wirtschaftliche Dynamik auf wichtigen Märkten in den hinter uns liegenden Monaten wider. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben.“

In China kamen die Exporte erstmals im April 2013 wieder ins Plus. Das gilt ebenso für die USA. Selbst das Geschäft mit den Euro-Partnerländern könnte schon bald Impulse setzen. Dort lagen die Orders in den ersten fünf Monaten des Jahres nach VDMA-Angaben preisbereinigt um 7 % über dem Vorjahr.

Investitionszurückhaltung im Inland bereitet Sorge

„Sorgen bereitet uns der deutsche Markt“, betonte VDMA-Präsident Lindner. „Wenn die deutschen Unternehmen ihre hohe Wettbewerbsfähigkeit zumindest halten wollen, muss mehr investiert werden. Es ist deshalb unumgänglich, dass die Politik den Investoren keine neuen Belastungen, beispielsweise in Form höherer oder neuer Steuern und Abgaben, auferlegt und der Wirtschaft insgesamt Steine, wie eine schlecht gemanagte Energiewende, aus dem Weg räumt.“

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