Forschungsarbeit

Mehr Kompetenz in der Minimalmengenschmierung

| Redakteur: Anne Richter

Geweindeormen auf der Grob-Maschine mit Werkzeug von Emuge.
Bildergalerie: 4 Bilder
Geweindeormen auf der Grob-Maschine mit Werkzeug von Emuge. (Bild: Blaser Swisslube)

Blaser Swisslube baut die Grundlagenforschung im Bereich Minimalmengenschmierung (MMS) aus. Hierfür wurde in eine neue Grob-Maschine investiert und auf MMS umgerüstet. Für eine ganzheitliche Herangehensweise arbeitet Blaser mit unterschiedlichen Partnern zusammen.

Ein Kühlschmierstoffhersteller, der sich für MMS interessiert und das Verfahren auch einsetzt – das muss kein Widerspruch sein.Kühlschmierstoff und Minimalmengenschmierung gehen für Blaser Swisslube miteinander einher. Was für die einen etwas komisch klingen mag, ist für das Schweizer Familienunternehmen normal. «Wir sind bestrebt, unseren Kunden stets einen messbaren Mehrwert im Bereich der Kühl- und Schmierlösungen zu liefern. Sei dies mit einem passenden Kühlschmierstoff oder eben mit einer auf den Prozess abgestimmten Minimalmengenschmierung», erklärt Marc Blaser, CEO von Blaser Swisslube. Um das Knowhow im Bereich MMS auszubauen, wurde in diesem Jahr eine GROB Maschine G550 angeschafft, welche spezifisch für die MMS-Fertigung umgebaut wurde. «Wir wollen uns stetig weiterentwickeln und die Wirkungsfelder in der MMS besser verstehen. Dazu arbeiten wir eng mit Partnern zusammen», schliesst er ab.

Verbesserter Prozess: Turbinenschaufeln mit Minimalmengenschmierung

Einsparungspotential

Verbesserter Prozess: Turbinenschaufeln mit Minimalmengenschmierung

26.07.19 - Blaser Swisslube hat in Zusammenarbeit mit Liechti Engineering und der Walter AG die Fräsbearbeitung von Turbinenschaufeln analysiert. Fazit: Mit der Minimalmengenschmierung (MMS) kann der Prozess optimiert werden und sie bietet Einsparungspotenzial bei den Werkzeugkosten. lesen

Kompetenz Minimalmengenschmierung

Beim Einsatz von MMS ist immer der gesamte Prozess zu betrachten. Im Bereich der MMS wurden in den letzten Jahren deutliche Fortschritte erzielt, was auch die Kühlschmierstoffhersteller vor die Herausforderung stellt, speziell dafür geeignete Produkte zu entwickeln. Bei geeigneten Zerspanprozessen und der richtigen Umsetzung erkennt Blaser Swisslube ein grosses Potenzial in der MMS. Eine Umstellung auf MMS verlangt eine Anpassung von Werkzeugen und Prozessparametern. Die Erfahrung mit MMS-Prozessen fehlt aber bei vielen Anwendern, was durch das Hinzuziehen von Experten und dem Wissen von Werkzeug-, Geräte – und KSS-Lieferanten kompensiert werden kann. Mit der auf MMS umgerüsteten Maschine kann Blaser Swisslube Anwendungen und Materialien mit MMS, Schneid- und Schleifölen und wassermischbaren Kühlschmierstoffen vergleichen und praxisnahe Prozesskenntnisse aufbauen. «Wir wollen Antworten auf die Fragen unserer Kunden geben – auch im Bereich MMS», so Tobias Mathys, Process Engineering Manager bei Blaser Swisslube.

Prozessentwicklung mit Emuge

Anfang 2019 startete ein Projekt mit Emuge, Hersteller von Präzisionswerkzeugen. Ziel der Forschungsarbeit war im Bereich des Gewindeformens in Stahllegierungen Erkenntnisse hinsichtlich der Schnittkräfte in Korrelation mit dem verwendeten MMS-Produktes zu erlangen. Hierfür wurden Gewinde mit einem Werkzeug von Emuge geformt, welche oft im Bereich der Luftfahrt wie auch in der Automobilindustrie anzutreffen sind.

Nicht alle Werkstoffe sind aufgrund ihrer Materialeigenschaften zum Formen geeignet. Werkstoffe welche fürs Umformen geeignet sind, weisen bei einer Bruchdehnung von mindestens 5% eine Zugfestigkeit unter 1400 N/mm2 auf. «Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Materialien und Legierungen sind enorm. Unser Anspruch als MMS-Partner ist es, dass optimale Prozessfenster für unsere MMS-Lösungen zu kennen», ergänzt Tobias Mathys. «Das Drehmoment hängt von den Faktoren Material, Schmierung, Vorfertigungsdurchmesser, Gewindeabmessung, Geometrie und auch Werkzeugbeschichtung ab. Dank den qualitativ hohen Standards der Emuge-Werkzeuge und dem umfassenden Prozesswissen ihrer Techniker konnten wir eine reproduzierbare Testmethode entwickeln. Diese Methode erlaubt uns Aussagen zu unseren Produkten und deren Einsatzbereich» schliesst Tobias Mathys ab.

Das flüssige Werkzeug – nur von Blaser Swisslube

Die Faktoren Produktivität, Wirtschaftlichkeit und Bearbeitungsqualität hängen in hohem Masse von der Wahl und Qualität des eingesetzten Kühlmediums und vom Know-how der Zerspanungsspezialisten ab. Durch die Fachkompetenz wird ein das Kühlmedium zum flüssigen Werkzeug, zu einer genau auf die Bedürfnisse des Partners zugeschnittenen Lösung. -ari SMM

Ergänzendes zum Thema
 
Über Emuge
Smart Factory

Erfolgreich mit Industrie 4.0

Smart Factory

Wir zeigen, worauf es auf dem Weg zur Smart Factory ankommt. Mit Erklärungen, Praxisbeispielen und Dos and Don'ts. weiter...

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 46231065 / Spanende Fertigung)