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Gelegte Grundlage
Für einen vollautomatischen Prozess könnte der Programmaufruf sogar über einen Barcode-Leser erfolgen. Für solche, vielleicht zukünftige Automatisierungsmöglichkeiten ist schon jetzt die Grundlage gelegt: Die Höhe des Zuführbands bleibt bei 1000 Millimeter konstant. Wenn sich die Dicke des zu bearbeitenden Materials ändert, bewegt sich der Maschinenoberteil nach oben bzw. nach unten. Diese Bewegungen werden durch vier Trapezgewindespindeln ausgeführt.
Das Schleifband schleift alle hochstehenden Grate, auch Bartanhänge genannt, ab. Wenn das Schleifband verbraucht ist oder aus technologischen Gründen ein Band mit einer anderen Körnung gefragt ist, lässt es sich mühelos innerhalb von zwei Minuten austauschen.
Homogenes Entgrat-Ergebnis
Es folgen zwei Rundbürsten-Aggregate, die oszillierend arbeiten. Die elektromotorische Bürsten-Oszillation erfolgt mit 120 Hüben pro Minute. Das erste Bürsten-Aggregat eignet sich zur Aufnahme von Teller- und Rundbürsten. Es kann rechts- oder linksdrehend eingestellt werden. Das dritte Aggregat ist ebenfalls ein Bürsten-Aggregat zur Aufnahme von Teller- und Rundbürsten. Es kann ebenfalls rechts- oder linksdrehend sein. Wichtig ist nur, dass sich beide Bürsten stets gegeneinander bewegen. Bei der abgebildeten Maschine fährt die erste Bürste im Rechtslauf und die zweite im Linkslauf, so dass ein homogenes Entgrat-Ergebnis entsteht.
Polieren und Trocknen
Beim vierten Aggregat handelt es sich ebenfalls um ein oszillierend arbeitendes Bürsten-Aggregat zur Aufnahme von Teller- und Rundbürsten. Dort arbeitet eine Scotch-Tellerbürste. Das ist eine Nylon-Vlies-Rundbürste für das abschliessende Polieren der entgrateten und leicht verrundeten Blechkanten. Die Bearbeitung der Platinen erfolgt nur auf einer Seite, praktisch auf der Seite, wo die Bartanhänge beim Laserschneiden entstehen. Sollte eine Bearbeitung der anderen Seiten erwünscht sein, müsste man das Teil wenden und nochmals durch die Maschine laufen lassen.
Nach der Bearbeitung werden die Teile per Heisslüfter getrocknet, damit keinerlei Flecken die Oberflächengüte eintrüben und kein Staub auf der Oberfläche bleibt.
Konfigurierte Maschinen
Jede Steelmaster-Blechbearbeitungsmaschine wird nach Kundenwunsch konfiguriert. Die Standardmaschinen der Nassbearbeitung besitzen maximal vier Bearbeitungsaggregate, die man mit unterschiedlichen Werkzeugen bestücken kann. Mit welchen Aggregaten die Maschine bestückt wird, entscheidet der Kunde. Darüber hinaus kann man bei bestimmten Bearbeitungsaufgaben nicht benötigte Aggregate abschalten.
Diverse Vorteile
Durch die Nassbearbeitung wird insbesondere die Brand- bzw. Explosionsgefahr beim Schleifen von Aluminiumblechen ausgeschlossen. Gespeist aus einem 570-Liter-Emulsionstank schliesst die grosse umlaufende Prozesswassermenge nicht nur Brandgefahren aus, sie spült die Späne auch schnell aus dem Arbeitsraum und verhindert die Entstehung von gesundheitsgefährdenden Stäuben. Das heisst, auch beim Öffnen der Maschine, z. B. zum Werkzeugtausch, wird der Bediener keinerlei Staubbelastung ausgesetzt. Ausserdem spült das Prozesswasser die Späne aus den Werkzeugen. Das ermöglicht eine schnell wechselnde Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe. Gleichzeitig trägt die grosse umlaufende Wassermenge, die die Späne schnell und zuverlässig vom Werkstück spült, zur Qualität der Bearbeitung bei. Unter dem Arbeitsraum der Maschine befindet sich ein Bandfilter, der die Späne vom Prozesswasser trennt. Der Bypass-Filter entfernt kontinuierlich die Schwebstoffe aus dem Wassergemisch. «Dieser Filter», betont Bediener Marcel Baumann, «ist in der Lage, die Schwebstoffe auf wirtschaftliche Weise aus dem Prozesswasser zu filtern und die Qualität der Bearbeitung zu sichern.»
Wartungsfreundliche Gestaltung
Zur Sicherheit der Maschine und zum Schutz des Werkstücks fahren die Aggregate automatisch hoch, wenn die Dicke des aufgegebenen Werkstücks grösser als der programmierte Wert ist. Gleichzeitig schaltet sich der Vorlauf ab. Auf diese Weise vermeidet man, dass Kerben in das Werkstück geschliffen werden.
Um die Funktion der Elektromotoren und des Trockenaggregats zu sichern, sind sie wassergeschützt neben dem Arbeitsraum installiert. Letztendlich sichert aber auch die gute Pflege einer Maschine die hohe Verfügbarkeit. Dazu trägt vor allem die wartungsfreundliche Gestaltung der Steelmaster-Blechbearbeitungsmaschine SMW 545 bei. Von grossem Vorteil war darüber hinaus, dass M. Baumann im Einkaufsprozess beteiligt war. Wenn man sich die Maschine anschaut, fällt sofort die gute Pflege auf, man spürt sofort die besondere Wertschätzung. <<
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