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Werkzeugmaschinenbaukasten Neue Märkte erobern mit neuer Maschine

| Redakteur: Anne Richter

Der Werkzeugmaschinenbaukasten Mikron 6x6 bietet auch kleineren Unternehmen viele Möglichkeiten, dank nahtloser Einbindung der Automation, einer einfachen Bedienung, geringem Flächenbedarf und höchster Autonomie. Das zeigen die Anwendungen bei der Franz Stankalla GmbH.

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Die ideale Lösung für die Fertigungssituation der Franz Stankalla GmbH: Sechzehn Teile mit zwei Spannlagen auf der Spannbrücke im Arbeitsraum.
Die ideale Lösung für die Fertigungssituation der Franz Stankalla GmbH: Sechzehn Teile mit zwei Spannlagen auf der Spannbrücke im Arbeitsraum.
(Bild: Mikron)

SMM: Herr Stankalla, Sie haben sich für den Kauf einer Mikron-Anlage entschieden. Warum?

Franz Stankalla: Die Mikron 6x6 setzt neue Massstäbe. Die Flexibilität des Baukastensystems verbunden mit der nahtlos integrierten Automation und hohen Prozesssicherheit hat uns überzeugt. Der individuell konfigurierbare Baukasten ist eine ideale Ergänzung für unseren Maschinenpark. Mit dieser Anschaffung eröffnen sich uns neue technische Möglichkeiten und Märkte.

Der Baukasten von Mikron lässt sich beliebig konfigurieren. Für welche Kombination haben Sie sich entschieden?

F. Stankalla: Unsere Wunschkonfiguration der ersten Mikron 6x6 war eine Brückenspannung mit einer Spindel. Die Palettenbeladung erfolgt manuell hauptzeitparallel.

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Wie setzen Sie die Mikron 6x6 ein?

F. Stankalla: Wir verwenden sie hauptsächlich für die Fertigung von Bauteilen mit Speziallegierungen und sogenannten Superlegierungen wie zum Beispiel Hastelloy. Zurzeit fertigen wir vier unterschiedliche Teile auf der Mikron 6x6 an – die Anforderungen an diese Teile sind so hoch, dass wir sie auf keiner unserer bestehenden Anlagen im Maschinenpark hätten herstellen können.

Wie bewährt sich die Mikron 6x6 im Alltag?

F. Stankalla: Wir sind begeistert. Ein Teil, das wir bisher in fünf Aufspannungen auf drei verschiedenen Maschinen gefertigt haben, können wir neu in lediglich zwei Spannungen auf derselben Maschine fertig bearbeiten. Ein besonderes Highlight der Mikron 6x6 ist der optimale, uneingeschränkte Zugang zu allen wichtigen Komponenten der Maschine fürs Einrichten, Messen und Warten auch bei integrierter Automation. Ein weiteres Plus ist die benutzerfreundliche Programmierung von Bearbeitung und Automation mit einem Interface.

Wie zufrieden sind Sie mit der Qualität der Maschine?

F. Stankalla: Die Stabilität der Mikron 6x6 ist aus­sergewöhnlich, insbesondere dank des MPF (Mikron Power Frame), der die Grundlage für höchste Stabilität und Genauigkeit bildet. Diese geschlossene Rahmenbettkonstruktion sorgt für höchste Steifigkeit und Präzision auch bei grossen Querwegen. Das Maschinenbett verfügt über eine kontinuierlich gleichbleibende Temperatur und der Werkzeugverschleiss ist nur halb so gross wie bei anderen Maschinen im Maschinenpark oder in der Fertigung.

Wie zufrieden sind Sie mit den auf der Maschine produzierten Teilen?

F. Stankalla: Die Oberflächengüte ist ungefähr ein Drittel besser als bei unseren herkömmlichen Anlagen. Mikron 6x6 ist prädestiniert für das effiziente Bearbeiten hochwertiger Teile aus Stahl, Guss oder Leichtmetall und überzeugt mit erstklassigen Genauigkeiten und engsten Toleranzen für die unterschiedlichsten Anwendungen. Zudem ermöglicht die kompakte Bauweise mit integrierter Automation eine sehr kleine Aufstellfläche – kosten- und energiesparend.

Wie einfach ist das Umrüsten?

F. Stankalla: Der Rüstaufwand ist minim. Trotz integrierter Automation ist die Maschine immer frei zugänglich. Das ist ein grosser Vorteil, zum Beispiel auch bei einer Einzelteilfertigung direkt auf der Spannbrücke.

Wie viele Stunden pro Tag läuft die Anlage zurzeit?

F. Stankalla: Zurzeit setzen wir die Mikron 6x6 tageweise ein. Ab Mitte 2020 wollen wir die Automation der Anlage erweitern mit einem Plattenwechsler in der Automation und an sechs Tagen die Woche rund um die Uhr in Betrieb nehmen. Wir können dann auch unterschiedliche Teile auf einer Brückenspannung fertigen.

In welchen Märkten wollen Sie den Baukasten in Zukunft nutzen?

F. Stankalla: Wir können nun Teile anbieten, die wir bisher nicht in dieser Präzision und Komplexität umsetzen konnten. Damit erschliessen sich uns gewinnbringende Aufträge in völlig neuen Märkten.

Wo sehen Sie die Stärken der Franz Stankalla GmbH?

F. Stankalla: Wir produzieren Teile von höchster Qualität – das bestätigen unsere langjährigen, zufriedenen Kunden. In dringenden Fällen reagieren wir extrem schnell. Es kann schon mal vorkommen, dass wir Lösungen in zwei bis drei Stunden umsetzen. Diese Flexibilität ist eine Stärke unserer überschaubaren Grösse. Gleichzeitig verfügen wir über ein hochmotiviertes, innovationsfreudiges Team. Wir schauen immer in die Zukunft und denken immer einen Schritt Voraus – das ist das Geheimnis der von Franz Stankalla sen. und Sybille Stankalla gegründeten Franz Stankalla GmbH.

Auf welche Angebote und Technologien setzen Sie dabei?

F. Stankalla: Wir produzieren einzelne Teile, aber auch die Montage ganzer Baugruppen ist möglich – wir liefern diese komplett montiert und getestet. Die Franz Stankalla GmbH ist ein innovatives Unternehmen mit zwei jungen Geschäftsführern. Wir sind offen für technologische Entwicklungen und setzen konsequent auf die modernsten Technologien. Unser Team arbeitet mit den neuesten CAD- und CAM-Systemen. Auch unsere CNC-Messmaschinen sind State of the Art. Sie verfügen über einen automatischen Schwenkkopf und ein Scansystem zur Vermessung komplexer Teile. Bei uns ist der Messtechnikraum getrennt von der Bodenplatte und wir verfügen über ein topmodernes Werkzeugmanagement-System. Die Wahl der Mikron 6x6 war eine logische Konsequenz unserer zukunftsgerichteten Haltung.

Und wie haben Sie die Mitarbeit mit Mikron erlebt?

F. Stankalla: Die Zusammenarbeit war ausgezeichnet. Das Aufstellen der Maschine verlief reibungslos. Alles hat tipptopp funktioniert.

Nahezu unbegrenzte Möglichkeiten dank eingebundener Automation

Eine Maschine – über 102 Kombinationsvarianten: Der Werkzeugmaschinenbaukasten Mikron 6x6 ermöglicht wirtschaftliche Lösungen für jede Applikation: mit einer einfachen Bedienung und geringem Flächenbedarf. Die nahtlose Einbindung der Automation über alle Kombinationsvarianten hinweg entspricht ganz dem Trend der Zeit. Steigender Kostendruck, kleinere Stückzahlen und ein immer kürzerer Lebenszyklus von Produkten – die Anforderungen in der Maschinenindustrie steigen laufend. Kein Wunder, ist die Nachfrage nach innovativen und kostenoptimierten Alternativen in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Zukunft gehört flexiblen Werkzeugmaschinen mit nahtloser Einbindung der Automation. Die Bedienung ist einfach, der Platzbedarf gering und die Autonomie gross. Aussergewöhnliches Beispiel einer solchen Lösung ist die Mikron 6x6. Mit der wirtschaftlich höchst attraktiven Präzisionsbearbeitung von Stählen, Gusswerkstoffen oder Leichtmetallen kann der von Mikron entwickelte Werkzeugmaschinenbaukasten sowohl als Doppelspindel-Variante für höhere Volumen als auch für Kleinserien in der Einspindelvariante, wie im Interview mit dem Geschäftsführer der Franz Stankalla GmbH vorgestellt, in den unterschiedlichsten Branchen eingesetzt werden. Dabei punktet das Bearbeitungszentrum mit zahlreichen Features.

Wie es der Markt verlangt

Das Werkzeugmaschinen-Baukastensystem Mikron 6x6 enthält über 102 Kombinationsvarianten für fast jede Fertigungssituation. Mit sechs Werkstücktischvarianten und sechs Automatisierungsstufen (Einspindel- oder Zweispindelversion) deckt die Maschine (fast) jedes Bedürfnis ab. Und zwar rasch und effizient. Die Mikron 6x6 überzeugt mit ihrer nahtlos integrierten Automation mit optimalem, uneingeschränktem Zugang zu allen wichtigen Komponenten der Maschinen. Sie ist sowohl als Einspindel- oder als hochproduktives Doppelspindel-Fertigungszentrum verfügbar – und dies bei höchster Präzision. Zusätzliche 1-Spindel-Bearbeitungszentren zur Finishbearbeitung erfordern keine zusätzlichen Investitionen. Alle Werkstücke beziehungsweise Nester können mit nur einer Spindel erreicht werden. Bei Mehrfachspannung kann dadurch zusätzlich zur Schrupp- und Schlicht-Bearbeitung mit zwei Spindeln eine CNC-korrigierte Finishbearbeitung mit einer Spindel durchgeführt werden. Der Mix aus Qualität und Flexibilität, Performance und Effizienz, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit eröffnet auch agilen kleinen und mittelgros­sen Betrieben ausgezeichnete Chancen für den Eintritt in neue Märkte. Die nahtlos eingebundene Automation entspricht ganz dem Trend der Zeit hin zur einfachsten Bedienung, zur Erzeugung von Automation und zur Autonomie auf geringster Fläche.

Rekordhohe Steifigkeit

Ein weiteres grosses Plus ist die hohe Stabilität und Genauigkeit der Anlage dank geschlossener Rahmenbettkonstruktion – dem Mikron Power Frame (MPF). Dieser sorgt selbst bei grossen Querwegen für höchste Steifigkeit und Präzision. Die Steifigkeit schlägt sogar Rekorde – es gibt kein anderes vertikales Zweispindelsystem mit Automation mit annähernd gleich hoher Steifigkeit. Ein Mineralgussbett sichert optimalste Schwingungsdämpfung und hohe Werkzeugstandzeiten. Dazu kommt die grosse thermische Stabilität dank symmetrischem Grundaufbau für optimale Wärmeverteilung.

Im täglichen Einsatz überzeugt die Mikron 6x6 durch ihre einfache und unkomplizierte Handhabung. So haben Anwender einen uneingeschränkten Zugang zu allen wichtigen Komponenten der Maschine, auch bei nahtlos eingebundener Automation, was insbesondere das Einrichten, Messen und Warten stark vereinfacht. Bei Bedarf lässt sich das System in wenigen Schritten an Fremd-Systeme angliedern und zwar auch als Doppelspindel-Variante. Hilfreich ist dies zum Beispiel bei der Umsetzung einer internen Logistik-Lösung. Alles in allem ist die Mikron 6x6 ein kosten- und energiesparendes Anpassungswunder mit hohem Output auf kleiner Produktionsfläche. -ari- SMM

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