Starke Performance im 1. Halbjahr 2026 Oerlikon hebt Gesamtjahresprognose an

Quelle: Pressemitteilung 3 min Lesedauer

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Ein um 19 Prozent gestiegener Bestellungseingang und eine EBITDA-Marge von knapp 20 Prozent: Oerlikon liefert im ersten Halbjahr 2026 starke Zahlen. Mit einer neuen, gestrafften Segmentstruktur im Rücken erhöht der Technologiekonzern nun seinen Ausblick für das Gesamtjahr.

Der Bestellungseingang von Oerlikon stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 20 Prozent, was vor allem auf höhere Volumina und gestiegene Materialpreise zurückzuführen ist.(Bild:  Michael Reinhard)
Der Bestellungseingang von Oerlikon stieg im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem zweiten Quartal 2025 um 20 Prozent, was vor allem auf höhere Volumina und gestiegene Materialpreise zurückzuführen ist.
(Bild: Michael Reinhard)

Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Bestellungseingang von Oerlikon gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 bei konstanten Wechselkursen um 19 Prozent auf CHF 920 Millionen; der Umsatz erhöhte sich um 6,7 Prozent auf CHF 790 Millionen.

Die ersten sechs Monate waren von einem fragmentierten geopolitischen Umfeld mit anhaltenden Handelsspannungen, fortdauernden regionalen Konflikten und politischer Unsicherheit geprägt. Diese Situation wirkte sich weiterhin auf Lieferketten und gewisse Kundenentscheidungen aus.

Trotz dieses anspruchsvollen Umfelds trugen die Aktivitäten in der Luftfahrt, der Energieerzeugung und der Allgemeinen Industrie weiterhin zum Wachstum von Bestellungen und Umsatz bei, unterstützt durch höhere Volumina und gestiegene Preise für kritische Mineralien; die Entwicklung im Automobilbereich wirkte dem teilweise entgegen. Der Luxusgüterbereich blieb auf vergleichbarer Basis stabil.

Die starken Ergebnisse des ersten Halbjahrs bestätigen, dass sich Oerlikon in die richtige Richtung entwickelt. Einige unserer Märkte verzeichnen ein stetiges Wachstum, insbesondere die Bereiche Luftfahrt, Energie, Halbleiter und Verteidigung, während sich einzelne Märkte weiterhin verhalten entwickeln. Die Kombination aus unserer breiten Branchenaufstellung und -diversifizierung, unserer regionalen Präsenz und unserem Technologieangebot ermöglicht es uns, dieses Umfeld erfolgreich zu meistern.

Michael Süss, Executive Chairman von Oerlikon

Profitabilität verbessert

Das operative EBITDA belief sich auf CHF 156 Millionen beziehungsweise 19,7 Prozent des Umsatzes. Unterstützend wirkten sich die positiven Effekte aus Standortoptimierungen und den 2025 eingeleiteten Kostensenkungsmassnahmen, ein günstiger Mixeffekt sowie die Neubewertung der Lagerbestände infolge höherer Rohstoffpreise aus. Der Reingewinn für das erste Halbjahr erreichte CHF 328 Millionen, einschliesslich des Gewinns aus der Veräusserung von Barmag. Darüber hinaus setzte Oerlikon den Schuldenabbau erfolgreich fort und erreichte zum Ende des ersten Halbjahres 2026 ein Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem EBITDA von 2,5x. Damit wurde das Jahresziel bereits sechs Monate früher als geplant erreicht.

Segmente

Nach Abschluss der Veräusserung von Barmag im Februar 2026 hat Oerlikon eine Segmentberichterstattungsstruktur eingeführt, die das fokussierte Portfolio des Unternehmens widerspiegeln soll. Die Berichterstattung ist nun in drei Segmente gegliedert: «Coating Services», «Materials & Equipment» und «Components».

Im Segment «Coating Services», das die Beschichtungsserviceaktivitäten von Oerlikon umfasst, blieben die Marktbedingungen uneinheitlich. Das Umsatzwachstum in Europa, APAC und den Americas wurde durch negativen Währungseinfluss ausgeglichen. Die Profitabilität verbesserte sich dank eines günstigen Mixes, operativer Hebelwirkung und Kosteneffizienzmassnahmen.

Im Segment «Materials & Equipment», das die Herstellung von Beschichtungssystemen, die damit verbundenen Aftermarket-Services und Advanced Materials umfasst, blieb der Bestellungseingang stark, da Kunden angesichts von Handelsspannungen und höheren Rohstoffpreisen weiterhin die Versorgung mit bestimmten kritischen Mineralien sichern. Das Umsatzwachstum wurde hauptsächlich durch Materialien getragen, während im Geschäftsfeld Equipment weiterhin Bestellungen gesichert wurden.

Im Segment «Components», das die Herstellung von Präzisionsteilen umfasst, belastete die geringere Aktivität im Automobilbereich die Gesamtperformance des Segments. Davon war beispielsweise «HRSflow» betroffen, da aufgrund der anhaltenden Unsicherheit auf den Automobilmärkten weniger neue Fahrzeugmodelle auf den Markt kamen. Die Aktivitäten im Luxusgüterbereich stabilisierten sich gegenüber dem Vorjahr; die Profitabilität wurde durch die im Jahr 2025 umgesetzten Restrukturierungsmassnahmen unterstützt.

Update zum Ausblick 2026

Nach einem starken ersten Halbjahr und zunehmender Visibilität für den weiteren Jahresverlauf hebt Oerlikon die Gesamtjahresprognose an. Oerlikon erwartet nun, dass der Gesamtjahresumsatz bei konstanten Wechselkursen um einen mittleren einstelligen Prozentwert steigt (zuvor Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich) und dass die operative EBITDA-Marge in einer Bandbreite von 18,5 Prozent - 19,5 Prozent liegt (zuvor ~17,5 Prozent), unter der Annahme, dass die Preise für Wolfram und Yttrium weitgehend auf dem aktuellen Niveau stabil bleiben.

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