Medtec Europe 2017 Photochemisch geätzte Titan-Implantate

Redakteur: Anne Richter

Auf der Medtec Europe 2017 zeigt der Ätztechnik-​Spezialist Precision Micro seine Kompetenz im Bereich photochemischer Ätztechnik und Galvanoformtechnik. Im Fokus stehen CMF-Schädelimplantate und titangeätzte medizinische Implantate und Instrumente.

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Mit dem photochemischen Ätzverfahren lassen sich Implantate aus Titan mit absolut gratfreien Kanten herstellen.
Mit dem photochemischen Ätzverfahren lassen sich Implantate aus Titan mit absolut gratfreien Kanten herstellen.
(Bild: Precision Micro)

Auf Grund des grossen Erfolges, den Precision Micro mit seinen Präzisions- und Qualitätsprodukten auf der Medtec 2016 erzielen konnte, nimmt der Ätztechnik-Spezialist aus Birmingham, England, erneut an der Fachmesse für Medizintechnik in Stuttgart teil. Vom 4. bis 6. April präsentiert das Unternehmen auf der Medtec Europe seine Kompetenz im Bereich photochemischer Ätztechnik und Galvanoformtechnik.

CMF-Schädelimplantate

Einen Themenschwerpunkt bilden ätztechnisch hergestellte Produkte, die für den Einsatz in der craniomaxillofazialen Chirurgie (CMF) bestimmt sind. Dabei handelt es sich um Titan-Implantate für den Schädelbereich. Gefertigt werden die Implantate in einer photochemischen Ätzlinie, die den teuren und nur sehr schwer formbaren Werkstoff Titan ohne Energieeintrag verarbeiten kann. Diese Produktionslinie ermöglicht auch grossvolumige, photochemisch geätzte Serienfertigung. Damit wird u. a. ab dem vierten Quartal 2017 ein CMF-Entwicklungsauftrag, der auf der Medtec 2016 akquiriert wurde, in die Serienfertigung übergehen.

Titangeätzte medizinische Implantate und Instrumente

Titanätzteile wie z. B. kraniale Implantate, Komponenten für implantierte Herzschrittmacher oder Mikroteile wie Stecker, Kontakte, Flachfedern und Gitter für Hörgeräte stellen den zweiten Themenschwerpunkt dar. Ausserdem werden medizinische Instrumente aus Edelstahl wie z. B. Knochensägen sowie Knie- und Hüftimplantate vorgestellt.

Medizinische Produkte aus Titan sind gratfrei, ohne Unebenheiten und verfügen über eine glatte Oberfläche. Müssen diese Materialeigenschaften erhalten bleiben, bietet die Ätztechnik im Vergleich zu konventionellen Verfahren wie Stanzen, Laser- oder Wasserstrahlschneiden viele Vorteile. So entstehen bei der Bearbeitung keine durch Wärme beeinträchtigten Bereiche, die unerwünschte Spannungen im Produkt nach sich ziehen.

Zur Herstellung dieser und weiterer photochemisch geätzter Produkte werden digitale Werkzeuge verwendet. Das reduziert die Vorlaufzeiten signifikant, Designänderungen sind deshalb schnell durchführbar und ermöglichen kurze Rüst- und Reaktionszeiten bei sich schnell verändernden Marktanforderungen. -ari- SMM

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