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Festwalzkraft indirekt messen
Über das Ablesen einer Messuhr wurde in der Vergangenheit der festgelegte Federweg während der Bearbeitung kontrolliert. Heutzutage ist es zwar immer noch nicht möglich, die Festwalzkraft direkt während der Bearbeitung an der Werkzeugspitze zu ermitteln, jedoch ist es mit der Toolscope-Lösung (Bild 3-5) möglich, anhand einer Referenzbearbeitung eine Vergleichskurve für die Federauslenkung zu erfassen.
Dieser Vergleichskurve werden obere und untere Toleranzbänder zugeordnet. Nachfolgende reguläre Festwalzprozesse müssen sich dann innerhalb dieser festgelegten Grenzen bewegen, wodurch die Sicherstellung der Güte des Endbearbeitungsprozesses Festwalzen gewährleistet wird. Des Weiteren ermöglicht die von beiden Unternehmen entwickelte Lösung durch das Speichern der einzelnen Prozesswerte eine Dokumentation jeder einzelnen Festwalzbearbeitung.
Hierdurch ist der Hersteller eines Bauteils in der Lage, selbst Jahre später, bei entsprechender Datenpflege seinem Kunden eine detaillierte Bestätigung für die Einhaltung der Bearbeitungsparameter zu liefern. Ein weiterer Bestandteil der Prozessüberwachung mit dem Toolscope ist die Möglichkeit, bei einer Überschreitung der festgelegten Grenzen der Bearbeitungsparameter den Fertigungsprozess zu stoppen oder den Fehler lediglich über ein z.B. optisches Signal anzeigen zu lassen. Diese zusätzliche Funktion vervollständigt das umfassende Paket der Prozessüberwachung beim Festwalzen.
Festwalzprozess bis 60 HRC möglich
Die bis zu einer Ausgangshärte von über 60 HRC einsetzbaren hydrostatischen Festwalzwerkzeuge benötigen zur Kraftübertragung einen hydrostatischen Druck. Der Ablauf der Prozessüberwachung beim Festwalzen mit hydrostatischen Werkzeugen verläuft vom Grundprinzip her ähnlich wie oben beschrieben. Auch bei diesen Werkzeugen ist es während der Bearbeitung nicht möglich, direkt an der Werkzeugspitze die Festwalzkraft zu messen.
Allerdings kann an der Hydraulikeinheit, welche für den Druckaufbau und somit für die Erzeugung der Festwalzkraft verantwortlich ist, der Druck und die Durchflussmenge ermittelt werden. Diese beiden Parameter bestimmen massgeblich die Festwalzkraft und somit die Güte der Festwalzbearbeitung bei hydrostatischen Festwalzwerkzeugen. Auch bei der Prozessüberwachung des Einsatzes der hydrostatischen Werkzeuge kommt es zunächst zu einem Aufzeichnen eines vollständigen Bearbeitungsprozesses (Bild 3a).
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