Coscom: Werkzeugvorbereitung Effizient durch Datenintegration

Quelle: Pressemitteilung 2 min Lesedauer

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Die R. Nussbaum AG in Trimbach fertigt hochwertige Armaturen und Systemkomponenten zur Trinkwasserversorgung. Zahlreiche Komplettwerkzeuge sind zu messen und einzustellen. Die Integration des Voreinstellgeräts «STP 46 Futura» in die zentrale Datenplattform «Eco-System» von Coscom verbessert die Abläufe.

Zum Messen von Komplettwerkzeugen erhalten Fachkräfte Daten aus der gemeinsamen Datenplattform von Coscom. (Bild:  Coscom)
Zum Messen von Komplettwerkzeugen erhalten Fachkräfte Daten aus der gemeinsamen Datenplattform von Coscom.
(Bild: Coscom)

Als führender Hersteller von Sanitärsystemen in der Schweiz beschäftigt die R. Nussbaum AG etwa 200 Fachkräfte in der Produktion. Die Fertigung ist geprägt von einer hohen Variantenvielfalt bei kleinen und mittleren Serien. Mehrere tausend unterschiedliche Komplettwerkzeuge sind zu montieren, einzustellen und zu messen. Eine schnelle und reproduzierbare Vermessung ist ein wichtiger Faktor für einen stabilen Produktionsablauf. Aus diesem Grund setzt das Unternehmen seit dem Jahr 2014 auf einem Voreinstellgerät «Speroni STP 46 Futura», das nach Ansicht des Fertigungsbetriebs auch nach mehr als 12 Jahren Einsatz weiterhin eine gleichbleibende Genauigkeit und Wiederholbarkeit liefert.

Vielzahl Komplettwerkzeuge

Zum Montieren und Einrichten von Komplettwerkzeugen erhält Andreas Röthlisberger am Montagearbeitsplatz in der Werkzeugvorbereitung sämtliche Daten und Informationen aus dem Werkzeugmanagement «Tool Director VM» von Coscom.(Bild:  Coscom)
Zum Montieren und Einrichten von Komplettwerkzeugen erhält Andreas Röthlisberger am Montagearbeitsplatz in der Werkzeugvorbereitung sämtliche Daten und Informationen aus dem Werkzeugmanagement «Tool Director VM» von Coscom.
(Bild: Coscom)

Laut Andreas Röthlisberger, Leiter Ressourcenmanagement, werden mit dem System täglich zwischen 50 und 80 komplette Komplettwerkzeuge vermessen. Die Messung eines Komplettwerkzeugs dauert etwa eine Minute. Das Voreinstellgerät von Speroni ist mit der Funktion «Lasso» ausgestattet, die ein präzises Scannen kompletter Werkzeugprofile ermöglicht, sowie mit einer Reihe von HSK-Adaptern, die die Wiederholgenauigkeit und Wechselpräzision unterstützen. Diese Funktionen optimieren das Werkzeugmanagement und die Rüstprozesse und minimieren Stillstandzeiten.

Digitalisierung

Im Jahr 2021 entschied sich die R. Nussbaum AG, ihre Produktionsprozesse zu digitalisieren. Mit der Umsetzung wurde der deutsche Softwareanbieter Coscom beauftragt, der das Projekt schrittweise begleitete und durch gezielte Mitarbeiterschulungen unterstützte.

Für die Digitalisierung der Voreinstellung entwickelten Coscom und Speroni gemeinsam Schnittstellen zwischen der Werkzeugmanagementsoftware «ToolDIRECTOR VM» und der -Software «SDS» (Voreinstellgerät). Diese Integration ermöglicht ein durchgängiges Management von Werkzeugdaten und Messaufträgen und verarbeitet derzeit mehr als 5500 Werkzeugaufträge bei maximaler Effizienz und vollständiger Rückverfolgbarkeit. Damit hat der IT-Spezialist Coscom erstmals eine Schnittstelle zu den Voreinstellgeräten des italienischen Herstellers verwirklicht. Dazu erläutert Christian Erlinger, Geschäftsführer von Coscom: «Wir verfügen bereits über umfangreiche Erfahrung in der Anbindung anderer Voreinstellgeräte. Speroni stellte für uns kein Hindernis dar. Die Zusammenarbeit hat unser Portfolio erweitert, sodass wir heute sagen können, dass unsere Datenplattform auch mit Speroni kompatibel ist.»

Transparent und prozesssicher

Der Schweizer Hersteller für Sanitärtechnik in Trimbach konnte seinen gesamten Werkzeugdatenfluss erheblich verbessern. Messprogramme und Stammdaten wie Durchmesser, Gesamtlänge und Auskraglänge sind systemseitig miteinander verknüpft. Dies ermöglicht eine weitgehend automatisierte und reproduzierbare Werkzeugvermessung. Darüber hinaus wurden Werkzeuge und Betriebsmittel eindeutig Artikeln und Aufträgen zugeordnet. Andreas Röthlisberger führt aus: «Unsere Einrichter erhalten vollständig vorbereitete Werkzeugwagen und übertragen die geprüften Werkzeugdaten direkt in die CNC-Steuerungen. Der nunmehr verwirklichte Prozess hat die Transparenz erhöht, Fehler reduziert und die Rüstabläufe sowohl effizienter als auch sicherer gemacht.»

Weitere Peripherie einbinden

Um den gesamten Lebenszyklus der Werkzeuge abzubilden, wurden zusätzlich Lager- und Ausgabesysteme von Brütsch Rüegger sowie Lagersysteme von Kardex an die Datenverwaltung «Tool Director VM» angebunden. Über mehrere Arbeitsplätze zum Betrachten von Datencharts, die in der zweistöckigen Halle verteilt sind, können die Mitarbeitenden jederzeit den Werkzeugbestand und dessen Nutzung überwachen. Ziel des Digitalisierungsprojekts war, sämtliche relevanten Informationen direkt am Arbeitsplatz bereitzustellen. Die Umstellung wurde von den Mitarbeitenden sehr positiv aufgenommen und wird als deutliche Entlastung im Arbeitsalltag wahrgenommen.

(kmu)

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