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Die Realisierung Ihres Neubaus hatten Sie während der letzten Krise verschoben. Wie ist der Stand der Dinge?
R. Muster: Wir werden Anfang Januar 2012 mit den Arbeiten dieses Neubaus anfangen und bis Ende 2012 in diesem neuen Gebäude einziehen können.
Ergänzendes zum Thema
im fokus
Schaublin 136 7AX-Y: Neue Hochpräzisions-Produktionsdrehmaschine
Mit dem neuen Drehzentrum 136 7AX-Y macht das Unternehmen einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft und zur Stärkung des Werkplatzes Schweiz. Die neue Maschine vereint in sich grösstmögliche Flexibilität, Präzision und Qualität in einem. Sie eignet sich sowohl für die Serienfertigung als auch für kleine Losgrössen und flexible Fertigung, das alles in Schweizer Präzision, was recht aussergewöhnlich ist.
Die auf der EMO vorgestellte neue Maschine 136 7AX-Y gehört zu einem modular aufgebauten Maschinenkonzept, das mehrere Modelle mit 2 bis 4 Linearachsen umfasst, sodass immer ein geeignetes Modell für die spezifischen Einsatzanforderungen des Endabnehmers konzipierbar ist.
Mit dieser Produktreihe präsentiert das Unternehmen eine Bearbeitungslösung, die sich an modernen Produktionsanforderungen orientiert und sich gleichzeitig für die Kleinserien- oder Prototypfertigung gleichermassen eignet. Die 136 7AX-Y ist die ideale Wahl für Unternehmen, die ihr Hauptaugenmerk auf Präzision, Wiederholgenauigkeit und Zuverlässigkeit richten. Schaublin Machines bietet all dies in einem kompakten und hochsteifen Drehzentrum mit einem Stangendurchlass von 36 mm.
Die 136 7AX-Y ist ein Fräs-/Drehzentrum, das sich zur Bearbeitung von Stangen und Stangenabschnitten eignet. Mit Hilfe der zwei Spindeln und des Revolvers mit Motorantrieb und 12 x 12 angetriebenen Werkzeugen kann das Werkstück an beiden Seiten gleichzeitig bearbeitet werden. Haupt- und Gegenspindel sind baugleich, was die Werkstückübergabe zwischen der Vorderseiten- und der Rückseitenbearbeitung erleichtert.
Ausgeklügeltes Kühlsystem Ganz in der Tradition der bewährten Schaublin-Präzision ist auch an dieser neuen Maschine höchste Bearbeitungsgenauigkeit garantiert. Zu verdanken ist dies einem Kühlsystem, mit dem die Maschine an 14 Stellen sowie am Maschinensockel mittels Glykolwasser gekühlt wird. So wird an allen Teilen der Maschine stets die gleiche Temperatur gewährleistet und unkontrollierte Wärmedehnung vermieden, die ansonsten die Genauigkeit beeinträchtigen könnte.
Der Revolver ist so konzipiert, dass er einerseits möglichst klein und kompakt ist und andererseits an allen Stationen die Einspannung von angetriebenen Werkzeugen ermöglicht, die für Drehzahlen bis 12000 1/min ausgelegt sind. Das Arbeiten mit vielen Werkzeugen in einem relativ kleinen Arbeitsraum erfordert eine aussergewöhnlich gute Späne-Entsorgung. Zu diesem Zweck kann an der 136 7AX-Y Schneidflüssigkeit mit hohem Druck bis zu 60 bar (optional) direkt zur Werkzeugschneide geleitet werden. Hierdurch werden zum einen eine effiziente Spanabfuhr aus dem Arbeitsbereich und zum anderen längere Werkzeugstandzeiten ermöglicht.
Revolver: gemeinsame Entwicklung mit Sauter Bei der Entwicklung der neuen Maschine hat Schaublin Machines erkannt, dass die Werkzeugvoreinstellung Potential zur Minimierung der Nebenzeiten und zur Steigerung der Produktivität birgt. Vor diesem Hintergrund hat das Unternehmen zusammen mit seinem Partner Sauter Feinmechanik ein Werkzeugeinstellsystem entwickelt. Man entschied sich dazu, nicht auf ein universelles System zurückzugreifen, sondern ein eigenes zu entwickeln, weil hiermit die absolut genaue Position der eingestellten Werkzeuge gewährleistet werden kann.
So kann der Anwender die Werkzeuge schnell und ohne jeden Genauigkeitsverlust wechseln. Auch auf die Details wurde geachtet: So ist das neue Drehzentrum 136 7AX-Y beispielsweise mit einem 3D-Kollisionsschutzsystem für die Bewegung des Revolvers auf engem Raum ausgestattet. Dank Achsgeschwindigkeiten bis 40 m/min und sicherem Kollisionsschutz kann der Bediener bedenkenlos mit hohen Vorschubgeschwindigkeiten und Spindeldrehzahlen arbeiten.
In welche Richtung muss sich Schaublin Machines SA entwickeln, damit Sie in 15 Jahren nach wie vor ein bedeutender Schweizer Werkzeugmaschinenhersteller sind?
R. Muster: Wir müssen auf unsere Stärken setzen. Das heisst, wir müssen auch in Zukunft offen sein für Spezialitäten und weiter auf die Hochpräzision setzen, die wir entsprechend gut beherrschen. Gleichzeitig müssen wir verstärkt automatisierte Prozesse integrieren für kundenspezifische Projekte. <<
* Das Interview führte Matthias Böhm, Chefredaktor SMM
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