EPA Patent Index 2021 Schweiz hat hohe Innovationskraft

Quelle: Pressemitteilung

Das Europäische Patentamt verzeichnet 2021 einen neuen Rekord an Patentanmeldungen, wie aus dem neuen Patent Index zu entnehmen ist. Auch die Schweiz hat 2021 einen Höchststand an Patentanmeldungen erreicht und hat die meisten Patentanmeldungen pro Einwohner. Ein gutes Zeichen für die Innovationskraft der Schweiz

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(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die Zahl der Patentanmeldungen stieg in neun der zehn anmeldestärksten Technologiefelder, wobei Digitale Kommunikation und Computertechnik das stärkste Wachstum verzeichneten.
Die Zahl der Patentanmeldungen stieg in neun der zehn anmeldestärksten Technologiefelder, wobei Digitale Kommunikation und Computertechnik das stärkste Wachstum verzeichneten.
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München, 5. April 2022 – Insgesamt wurden beim Europäischen Patentamt 2021 188‘600 Patentanmeldungen eingereicht. Dies entspricht einem Wachstum von 4.5% im Vorjahresvergleich (-0.6% in 2020) und bedeutet zugleich einen neuen Rekordwert. Die Zahl der Patentanmeldungen, ein Frühindikator für die Investitionen von Unternehmen in Forschung und Entwicklung, stieg in neun der zehn anmeldestärksten Technologiefelder, wobei Digitale Kommunikation und Computertechnik das stärkste Wachstum verzeichneten.

Das starke Wachstum in Digitaltechnologien zeigt eindrücklich, dass sich die digitale Transformation branchenübergreifend über verschiedene Wirtschaftszweige hinweg vollzieht.

António Campinos, EPA-Präsident

Medizintechnik die neue Nr. 1 – Messtechnik verliert an Bedeutung

(Bild: EPA)

Die Zahl der Patentanmeldungen aus der Schweiz beim Europäischen Patentamt (EPA) ist 2021 wieder gewachsen, und zwar um 3.9%, auf 8‘442, ein neuer Höchststand. Es ist die zweithöchste Wachstumsrate der letzten zehn Jahre und liegt über dem europäischen Durchschnitt (+2.8%). Im Vorjahr hatte es bei den Schweizer Patentanmeldungen noch einen Rückgang gegeben (-1.7%).

(Bild: EPA)

Spitzenreiter bei den Schweizer Patentanmeldungen ist die Medizintechnik mit 857 Anmeldungen (+18.5%), nachdem es dort im Vorjahr noch einen kräftigen Rückgang (-13.1%) gegeben hatte. Patentanmeldungen im Bereich Konsumgüter stiegen mit 759 Anmeldungen um 3.1%, und lagen damit auf Platz 2 (nach Platz 1 im Vorjahr). Trotz eines Wachstums von 6.7% (-14.4% im Vorjahr) landete die Messtechnik nur auf dem dritten Rang (nach Platz 2 im Vorjahr). Sie fiel damit weiter zurück, nachdem der Bereich zwischen 2012 und 2019 immer an der Spitze der Patentanmeldungen aus der Schweiz gestanden hatte. Den grössten Rückgang unter allen Technologiefeldern verzeichnete mit -22.6% die Biotechnologie.

Die starke Nachfrage nach Patenten im vergangenen Jahr zeugt weiter von robuster Innovationsfähigkeit. Dies unterstreicht die Kreativität und Widerstandsfähigkeit von Erfindern in Europa und weltweit.

António Campinos, EPA-Präsident

Schweiz Land mit höchster Erfindungsdichte

(Bild: EPA)

Die Schweiz war auch 2021 das Land mit der höchsten Anzahl von Patentmeldungen pro Einwohner und kam auf 969 Anmeldungen pro Million Einwohner. Sie liegt damit erneut weit vor allen anderen Ländern. Der Durchschnittswert gilt als Indikator für die Innovationskraft eines Landes.

Chinesische Unternehmen legen massiv zu

Das grösste Wachstum bei den Patentanmedldungen im Vergleich zu 2020 verzeichnen Chinesische Unternehmen mit eine Zunahme von 24% gefolgt von den USA mit +5.2%.Patentanmeldungen chinesischer Unternehmen haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als vervierfacht. In Europa stiegen vor allem die Patentanmeldungen der Nordischen Länder deutlich: Schweden (+12%), Finnland (+11.2%) und Dänemark (+9.2%).

Huawei steht an der Spitze

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Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei war der führende Patentanmelder beim EPA im Jahr 2021 (wie 2019) gefolgt vom Vorjahres-Erstplatzierten Samsung sowie LG, beide aus Südkorea. Ericsson und Siemens legten jeweils eine Position zu und kamen auf den vierten bzw. fünften Platz. In der Rangliste der anmeldeaktivsten Firmen aus der Schweiz setzte sich Roche mit 633 Patentanmeldungen wieder an die Spitze, nachdem ABB (522) die beiden Vorjahre ganz .oben stand

Über das EPA

(Bild: EPA)

Das Europäische Patentamt (EPA) ist eine der grössten Behörden in Europa. Das EPA, das seinen Hauptsitz in München sowie Niederlassungen in Berlin, Brüssel, Den Haag und Wien hat, wurde mit dem Ziel gegründet, die Zusammenarbeit

zwischen den Staaten Europas auf dem Gebiet des Patentwesens zu stärken. Dank des zentralisierten Verfahrens vor dem EPA können Erfinder hochwertigen Patentschutz in bis zu 44 Staaten erlangen, die zusammen einen Markt von rund 700 Millionen Menschen umfassen. Ausserdem ist das EPA weltweit führend in den Bereichen Patentinformation und Patentrecherche.

Weitere detaillierte Statistiken sowie den vollständigen Patent Index 2021 finden Sie unter www.epo.org/patent-index2021.<<

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