Computer Aided Design Siemens Industry Software: Um die Produktentwicklung der Näh- und Stickcomputer effizienter zu machen, nutzt das Traditionsunternehmen Bernina «Solid Edge»

Redakteur: Luca Meister

>> Das Traditionsunternehmen Bernina setzt «Solid Edge» mit «Synchronous Technology» als umfassende Entwicklungsplattform für Näh- und Stickcomputer ein, die für den Weltmarkt produziert werden. Besonders gut lassen sich die Vorteile aus dem Einsatz von Solid Edge an der «Bernina 830», dem Topmodell des Unternehmens, verdeutlichen.

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Der hochaufgelöste 7-Zoll-Touchscreen macht die Bedienung komfortabel. (Bild: Bernina)
Der hochaufgelöste 7-Zoll-Touchscreen macht die Bedienung komfortabel. (Bild: Bernina)

mei. Die Bernina International AG entwickelt und produziert innovative Werkzeuge für Frau und auch Mann, die Nähen und Sticken. Gérard Durville, seit zehn Jahren Leiter der Entwicklung und Konstruktion bei Bernina: «Eine Nähmaschine ist heute ein komplexes High-Tech-Produkt, das feinmechanische, elektrische, elektronische Komponenten und Software auf engstem Raum verbindet.»

Moderne Technik auf engstem Raum

Dazu hat das Unternehmen in Steckborn am Bodensee seit 1893 pionierhaft einiges beigetragen. Bernina zählt zu den Schweizer Spitzenmarken und gilt als Weltmarktführer in Sachen Qualität und Präzision. Ende 2008 wurde das Modell «Bernina 830» auf den Markt gebracht, ein Näh- und Sticksystem der Superlative. Das 50-köpfige Entwicklungs-Team verfügt über ein Know-how in den verschiedensten Disziplinen; von Software-Entwicklung bis zu Qualitätssicherung. Bei Bedarf von externen Mitarbeitern unterstützt, wurde in rund fünf Jahren eine Plattform für die neue Nähmaschinen-Generation entwickelt. Ergonomisches Design, Bedienerführung per Touchscreen, hoher Komfort durch Automatisierung – dies sind nur einige der jüngsten Highlights.

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«In letzter Zeit haben wir uns vorgenommen, jedes Jahr ein neues Modell auf den Markt zu bringen», meint Durville. Das erreicht der Entwicklungsleiter nicht zuletzt durch eine Plattformstrategie mit umfassender Gleichteileverwendung. Die Grundlagen dafür schafft die mechanische Konstruktion. Auch hier ist Bernina Pionier: 1995 entschied man sich als eines der ersten Unternehmen in der Schweiz für die erste Version von «Solid Edge», welches damals das erste 3D-CAD-System unter Windows war. Heute ist das von Siemens Industry Software weiterentwickelte System an 17 Arbeitsplätzen installiert.

Geringe Wartezeiten entscheidend für Produktivität

Besonders gut lassen sich die Vorteile aus dem Einsatz von Solid Edge an der Bernina 830, dem Topmodell des Unternehmens, verdeutlichen: «Die Maschine wurde bereits als drittes Produkt vollständig in Solid Edge definiert», so CAD-Koordinator Alain Capt. Rund 1500 Bauteile umfasst die Produktbaugruppe, die als Step-Modell rund 500 Megabyte Speicherplatz beansprucht. «Geringe Wartezeiten am Bildschirm entscheiden bei diesen komplexen Baugruppen über unsere Produktivität», erklärt Durville. Mit einer perfektionierten Baugruppentechnik, die nur die jeweils benötigten Sektionen vollständig lädt, sorgt Solid Edge für kürzere Zugriffszeiten.

Schnittstelle zu FEM-Analysen

Dennoch stehen die Umgebungsbedingungen jederzeit zur Verfügung. Ganze «Digital Mockups» lassen sich «durchfliegen», automatische Kollisionskontrollen ermöglichen das erforderliche Design auf engstem Raum. Dies wird durch Kollisions- und Bewegungsanalysen der Baugruppen unterstützt. Dabei spielt die richtige Auslegung vieler Bauteile in Bezug auf die auftretenden Kräfte eine zentrale Rolle.

Eine Direktschnittstelle von Solid Edge zu einer Finite-Elemente-Lösung erleichtert die Strukturanalysen. Mit dem Zusatzprogramm für Solid Edge, dem «Dynamic Designer», werden die Bauteile im Hinblick auf Beschleunigungskräfte und Vibrationen optimiert.

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