Schunk an der AMB

Spanntechnik für die smarte Fabrik

| Redakteur: Silvano Böni

Die Werkstückdirektspannung mit Schunk Vero-S ermöglicht eine optimale Zugänglichkeit und eine definierte Spannsituation. Zur AMB kommen spezielle Spannmittel zur automatisierten Maschinenbeladung sowie sensorische Module zur Prozessüberwachung hinzu.
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Die Werkstückdirektspannung mit Schunk Vero-S ermöglicht eine optimale Zugänglichkeit und eine definierte Spannsituation. Zur AMB kommen spezielle Spannmittel zur automatisierten Maschinenbeladung sowie sensorische Module zur Prozessüberwachung hinzu. (Bild: Schunk)

Schunk, der Spezialist, wenn es um die Themen Spannen und Greifen geht, präsentierte zur AMB wieder zahlreiche Highlights – beispielsweise das Nullpunktspannmodul Vero-S NSE-E mini 90. Dieses positioniert und spannt Werkstücke oder Bauteile in weniger als einer Sekunde mit einer hohen Wiederholgenauigkeit <0,005 mm.

«Auf dem Weg zur Smart Factory übernehmen Greifsysteme und Spannmittel künftig eine zentrale Funktion», betont Henrik A. Schunk. «Sie ermöglichen eine effiziente Flexibilisierung sowie eine Prozessüberwachung und -optimierung closest to the part», so der geschäftsführende Gesellschafter, CEO, der Schunk GmbH & Co. KG aus Lauffen am Neckar. Auf der Leitmesse der Metallbearbeitung AMB zeigte Schunk, was künftig möglich ist: Sensitivität, Konnektivität und ein hoher Grad der Funktionsintegration werden bei Spannmitteln und Greifern zu Schlüsselfaktoren, um in Echtzeit Spannkraft, Temperatur und Schwingungsverhalten zu überwachen.

Kommt es im laufenden Prozess zu Abweichungen, können die Bearbeitungsparameter auf Basis der ermittelten Daten vollautomatisch angepasst werden. So lassen sich ein sicherer Prozess und eine maximale Effizienz gewährleisten.

Intelligente Nullpunktspannmodule, Spannblöcke und Greifer

Das kompakte, elektrisch betätigte Nullpunktspannmodul Schunk Vero-S NSE-E mini 90 beispielsweise positioniert und spannt Werkstücke, Bauteile und Paletten in weniger als einer Sekunde mit einer Wiederholgenauigkeit <0,005 mm. Dank 24-V-Technologie und optionaler Abfrage der Spannschieberstellung eignet sich das fluidfreie Modul gleichermassen für den Einsatz in Fertigungsumgebungen wie für Anwendungen in Montage, auf Messmaschinen oder im 3D-Druck, bei denen Teile auf Anhieb präzise gespannt werden müssen. Auch beim Topseller, dem Nullpunktspannmodul Vero-S NSE, legt das Unternehmen nach: Im vergangenen Jahr erst wurden mit dem Vero-S NSE3 Einzugskraft und Steifigkeit weiter nach oben geschraubt und eine serienmässige Staudruckabfrage sowie ein optionaler, federbetätigter Konusverschluss vorgestellt, der die Wechselschnittstelle der Module automatisch verriegelt, sobald der Spannbolzen ausgehoben wird. Auf der Messe wurde nun noch ein spezielles Modul zur automatisierten Maschinenbeladung sowie ein sensorisches Nullpunktspannmodul vorgestellt.

Der intelligente Kraftspannblock Schunk Tandem KSE wiederum ermöglicht eine vollautomatische Überwachung von Spannweg, Spannkraft, Innentemperatur und Zyklenzahl. Zudem kann die Position der Spannbacken individuell an das jeweilige Werkstück angepasst werden. Für das Teilehandling in der smarten Fabrik wiederum lässt sich der Schunk-EGL-Parallelgreifer nutzen, den das Unternehmen als Technologieträger speziell fürs sogenannte Smart Gripping weiterentwickelt hat. Der Greifer erkennt ohne zusätzliche externe Sensorik fehlerhafte Bauteile und entscheidet, ob diese aus dem Prozess auszuschleusen sind. Indem mehrere intelligente Greifer innerhalb einer Prozesskette miteinander vernetzt werden, ist es möglich, Veränderungen im Prozessverlauf zu erkennen. SMM

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