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Nutzen aus der 3D-Technologie in der Praxis:
- Schnelle Bauteilherstellung und Umsetzung ab 3D-Daten
- Keine Initialkosten für Modelle und Werkzeuge (nur Engineering)
- Sehr schnelle Änderungsmöglichkeiten ohne hohe Kosten an Werkzeugen oder Modellen
- Prototypenbauteile haben die gleiche Beschaffenheit wie die Serienteile
- Aufwändige Schweisskonstruktionen entfallen
- Hohe Präzision und Genauigkeit
- Auch für Grossteile einsetzbar. Stückgewicht bis ca. 1000 kg
- Herstellung von Bauteilen in Eisenkohlenstoff-, Stahl- und Aluminium-Werkstoffen möglich.
Wasserstrahlgeführte Laserbearbeitung
Die Synova SA ist der Pionier einer revolutionären hybriden Laserbearbeitungstechnologie: des Laser-Microjet-Verfahrens (LMJ-Verfahren).
Bei dem hybriden LMJ-Verfahren wird, so Dr. Bernold Richerzhagen (CEO, Synova SA), der Laserstrahl in einem haardünnen Wasserstrahl geführt. Der Wasserstrahl übernimmt dabei mehrere Funktionen. Zum einen eine optische, indem er den Laserstrahl bündelt. Sowie eine thermomechanische und letztlich eine säubernde Funktion, weil er den Schnittbereich kühlt und eine Entfernung des abgetragenen Materials sicherstellt.
Zur optischen Funktion: Der Wasserstrahl führt den Laserstrahl dank einer vollständigen internen Reflexion an der Wasser/Luft-Grenzfläche, ähnlich wie bei konventionellen Glasfasern. Bei diesem Laserverfahren handelt es sich somit um einen kalten, sauberen Laser, der all die Probleme, die mit herkömmlichen Lasern verbunden sind, verhindert: wie beispielsweise thermische Schädigungen, ungleichmässige Schnittkanten und Mangel an Präzision.
Laser frei von Divergenz
Das LMJ-Verfahren ist darüber hinaus die einzige Methode, um einen perfekten parallelen Laserstrahl zu erzeugen, frei von jeglicher Divergenz – Fokussieren und Abstandskontrolle sind damit überflüssig. Die Schnittkanten sind absolut senkrecht, so dass beispielsweise Zahnradflanken exakt gelasert werden können.
Darüber hinaus ermöglicht die LMJ-Technologie präzise Verarbeitungsschritte wie: Schneiden, Kantenschleifen, Bohren oder Ritzen. Die Technologie liefert eine ausgezeichnete Schneidqualität, die konventionelle Techniken wie Laser, Funkenerosion oder Diamantsägen nicht erreichen können. Dies ermöglicht dem Anwender, empfindliches Material zu bearbeiten, ohne es Hitze, Oxidation, Kontaminierung oder Deformation auszusetzen.
Femto-Laser: Anwendungen in der Automobilindustrie
Patrick Thibaut, COO Posalux SA, Biel referierte über Femto-Laser-Anwendungen in der Automobilindustrie. Der Femto-Laser wurde schon Anfang 2000 als mögliche Alternative für das Erodieren bei den Dieseleinspritzdüsen gesehen, zu dem Zeitpunkt war die Technologie noch nicht genügend weit entwickelt. Doch bereits heute können Düsen per Laser für Benzindirekteinspritzung gebohrt werden.
Rasanter Wandel von Gesellschaft und Industrie
Zum Schluss nochmals ein Statement des bereits oben erwähnten Trendforschers Moshe Rappoport (IBM Research GmbH). Er erwartet eine Lawine grosser Veränderungen. Zum einen im soziologischen und zum anderen im technologischen Bereich, beide werden die Industrie verändern.
Seiner Meinung nach müssten sich die Führungskräfte Gedanken über diese kommenden Tendenzen im technologischen und sozialen Bereich machen und entsprechend planen, um in unserer sich schnell verändernden Welt erfolgreich zu bleiben. <<
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