Nachschau Swissmem-Symposium: vom Laser bis 3D-Druck

Redakteur: Matthias Böhm

3D-Druck, 3D-Shaping und Industrie 4.0 standen im Fokus des diesjährigen Swissmem-Symposiums. Der 3D-Druck gewinnt eine ständig wachsende Bedeutung. Unter anderem kann die Technologie den «Time-to-market-Faktor» erheblich verkürzen. Genereller industrieller Trend: Schnelle, flexible Customized-Lösungen – die Stärke der Schweizer Industrie – können dank neuer Technologien an Wettbewerbskraft gewinnen.

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(Bild: Böhm)

An dem Ende August stattfindenden Swissmem-Symposium traf sich das «Who is who» der Schweizer Fertigungstechnik, um über die Zukunft des Werkplatzes Schweiz und neue Technologien zu diskutieren.

Swissmem-Präsident Hans Hess

In seinem Einführungsvortrag referierte Swissmem-Präsident Hans Hess über die wirtschaftliche Zukunft des Industriestandortes Schweiz. Er mache sich keine Sorgen über die Entwicklung des Werkplatzes Schweiz. Die Geschäftsentwicklung sei im ersten Halbjahr 2014 für die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (MEM-Industrie) gesamthaft gesehen zufriedenstellend verlaufen. Die Umsätze stiegen in den ersten sechs Monaten um +4,4 Prozent. Der Auftragseingang wuchs um +10,9 %.

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H. Hess: «Ich bin vorsichtig optimistisch»

Die jüngste Entwicklung deute allerdings darauf hin, dass sich der Wachstumstrend nicht weiter fortsetze. Im zweiten Quartal 2014 stagnierten die Umsätze, die Exporte gingen sogar um 2,3 Prozent zurück. Auch die Unternehmer sind – laut Umfrage – für die kommenden 12 Monate deutlich weniger optimistisch als zu Beginn des Jahres. Im Gegensatz zur aktuellen Stimmung schätzt Hans Hess die Zukunft der MEM-Industrie positiv ein: «Ich bin vorsichtig optimistisch für die zukünftige Entwicklung», er fügte aber relativierend hinzu: «Ich bin immer ein Optimist.»

Industrie 4.0 – Digitalisierung der Industrie

Damit sich der Werkplatz Schweiz positiv entwickelt, ist es wichtig, konsequent auf neueste Technologien zu setzen. In Zukunft werden Digitalisierung und Vernetzung von Produktionsprozessen einen erheblich grösseren Stellenwert einnehmen, als dies heute bereits der Fall ist.

Die Produktion wird kontinuierlich in Richtung «Smart-Production» gehen, kurz: «Industrie 4.0». Nach Aussage von H. Hess sei «Industrie 4.0» eine grosse Chance, den Standort Schweiz in die Pole-Position zu bringen.

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