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Umsatzeinbruch Tornos: Bereit für die Zukunft?

| Redakteur: lic.rer.publ. Susanne Reinshagen

>> Der Drehmaschinenhersteller Tornos hat im Geschäftsjahr 2012 einen massiven Verlust erlitten, nachdem der Umsatz um gut einen Drittel eingebrochen ist. Vor allem die für Tornos wichtigen Märkte in Südeuropa litten stark unter der Schuldenkrise mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Nachfrage nach Premium Produkten. Zudem wurde das Ergebnis durch Sonderfaktoren im Zusammenhang mit dem strategischen Umbau der Gruppe belastet.

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Mit neuen Produkten wie zum Beispiel der SwissNano, die unter Einbezug von Spezialisten aus der Uhrenindustrie konzipiert wurde, will Tornos neue Märkte erschliessen.
Mit neuen Produkten wie zum Beispiel der SwissNano, die unter Einbezug von Spezialisten aus der Uhrenindustrie konzipiert wurde, will Tornos neue Märkte erschliessen.
(Bild: Tornos)

Im Geschäftsjahr 2012 erzielte Tornos einen konsolidierten Bruttoumsatz von CHF 184.8 Mio. (2011: CHF 271.1 Mio.). Im Vergleich zu 2011 entspricht dies einem Rückgang um 31.8%. Die Erfolgsrechnung wurde durch einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung des Geschäftsmodells der Gruppe massiv belastet. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern (EBIT) beläuft sich auf CHF -24.9 Mio. (2011: CHF + 16.6 Mio.). Der Nettoverlust beträgt für das Berichtsjahr CHF -24.5 Mio. (2011: CHF + 10.7 Mio.). Bereinigt um einzelne negative Effekte aus Restrukturierungs- und Wertminderungsaufwendungen sowie den Gewinn aus dem Verkauf einer Liegenschaft – die gesamthaft netto CHF 14.0 Mio. betragen – entspricht der Verlust auf EBIT-Stufe CHF -10.9 Mio. und der Nettoverlust läge somit bei CHF -13.6 Mio.

Internationalisierung trägt erste Früchte

Die Schlüsselmärkte in Südeuropa litten 2012 schwer unter der Schuldenkrise, was zu einem signifikanten Rückgang der Nachfrage nach Premium-Produkten geführt hat. Auch in anderen europäischen Ländern sowie in Nordamerika war eine grosse Zurückhaltung bei Neuanschaffungen zu spüren. Insbesondere die im Jahresverlauf bescheideneren Umsatzerwartungen im Automobilsektor wirkten sich negativ auf den Bestellungseingang der Gruppe hatte. Der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr war in Europa und Nordamerika besonders stark; erfreulich hingegen war die Entwicklung in Lateinamerika und inbesondere in Asien. Auch wenn sich mit diesen Zuwächsen der Rückgang in den andern Regionen nur teilweise ausgleichen liess, trägt der eingeleitete Ausbau der Vertriebsstrukturen in den BRIC-Ländern im Zuge der angestrebten Internationalisierung erste Früchte.

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