Geschäftszahlen

Tornos: Frankenstärke stoppt Aufwärtstrend

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USA mit deutlich positiver Entwicklung

Der Auftragseingang im ersten Halbjahr zeigt nach Regionen ein unterschiedliches Bild, was auf verschiedene Gründe zurückzuführen ist: Im Heimmarkt Schweiz entwickelte sich der Auftragseingang ab dem Frühjahr schleppend. Der Wechselkursentscheid hat gerade in der Uhrenindustrie zu einer Abnahme der Investitionsbereitschaft geführt. Von namhaften globalen Unternehmen konnten hingegen einige Aufträge aus der Medizinal- und Dentaltechnikindustrie registriert werden. Dennoch ist die Unsicherheit im Schweizer Markt unübersehbar, was die weitere konjunkturelle Entwicklung betrifft. Die Aufträge im übrigen Europa konnten gegenüber Vorjahr zulegen. Während diese Dynamik in den ersten Monaten hauptsächlich von den Ländern Süd- und Osteuropas ausging, erstreckte sie sich im zweiten Quartal auf Nordeuropa und wurde da vom positiven Umfeld der deutschen Automobilindustrie getragen.

In den Vereinigten Staaten verlief der Bestellungseingang erfreulich. Die in 2014 angepassten Vertriebsstrukturen beginnen Wirkung zu zeigen und der nun in den USA verfügbare Produktmix aus Highend- und Standardmaschinen sowie Ein- wie Mehrspindlern entspricht den dortigen heterogenen Kundenbedürfnissen.

Hinter den Erwartungen zurück blieben die Bestellungen insbesondere in Südostasien. In der Marktregion Greater China (China, Hongkong, Taiwan) hingegen haben grosse europäische Zulieferer z. B. der Automobilindustrie neue Produktionsstätten aufgebaut. Diese Region stellt für die Tornos-Gruppe in den nächsten Jahren ein Wachstumspotenzial dar.

Produkte

Im heutigen Produkteportfolio ist die MultiSwiss ein Zugpferd und bildet zusammen mit den Produkten der EvoDECO-Linie das Rückgrat der in der Schweiz hergestellten Highend-Maschinen. Hinzukommt die SwissNano, deren gezielt für die spezifischen Bedürfnisse der Uhrenindustrie entwickelte Eigenschaften auch in andern Industrien Interesse wecken. Die neuen Werke in China und Taiwan sind bezüglich Prozessen stabil und erhöhen ihre Produktionskapazität planmässig. Mit der Markteinführung neuer Produkte aus diesen Werken konnte ein weiterer Schritt hin zum strategischen Produktmix abgeschlossen werden. So präsentiert sich das Portfolio heute vielseitiger und marktgerechter als noch vor zwei Jahren, bei gleichzeitig reduzierter Komplexität. Zunehmend interessant entwickelt sich das Maschinen-Revisionsgeschäft. Tornos hat Tausende Maschinen im Markt, die nach fünfzehn oder mehr Betriebsjahren mittels einer Generalüberholung auf einen quasi neuwertigen Stand gebracht werden können. Entsprechend werden die dazu nötigen Kapazitäten sukzessive aufgebaut.

Ausblick

Die Prognosen zur Entwicklung des Werkzeugmaschinenmarktes 2015 gehen von einem hoch volatilen Umfeld aus. Die wesentlichen Einflussfaktoren wie die Auswirkung der Griechenland-Krise auf das Investitionsverhalten in Europa, die Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland, die sich abschwächende Dynamik in China sowie die weitere Entwicklung an der Währungsfront lassen keine zuverlässige Aussage zum weiteren Verlauf dieses Geschäftsjahres zu.

Für das zweite Semester rechnet Tornos damit, die übliche saisonale Abschwächung in den Sommermonaten im 4. Quartal kompensieren zu können. Hingegen geht Tornos aus heutiger Sicht nicht mehr davon aus, ein gegenüber 2014 verbessertes Ergebnis zu erzielen. <<

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