Transportsystem von Stein in der Vormontage bei BKS Transportsystem mit Schlüsselrolle

Redakteur: Silvano Böni

Um der steigenden Nachfrage Herr zu werden, setzen die Sicherheitsexperten von BKS konsequent einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess um. Ein Transportsystem von Stein Automation hat hier eine zentrale Rolle und macht die Vormontage schneller, wirtschaftlicher und prozesssicherer.

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Knifflige Phase beim Fügen der inneren Bauteile: Die Werkstücke müssen sich an der Station exakt in Position befinden. Das gewährleistet die Softmove-Funktion für den schonenden Transport der Teile.
Knifflige Phase beim Fügen der inneren Bauteile: Die Werkstücke müssen sich an der Station exakt in Position befinden. Das gewährleistet die Softmove-Funktion für den schonenden Transport der Teile.
(Bild: Stein Automation)

Rund 600 Mitarbeiter fertigen bei BKS in Velbert auf 50 000 Quadratmetern Schliesszylinder und Einsteckschlösser, elektronische Fluchttürsicherungen, Beschläge und Türschliesser. Die Ware geht hauptsächlich an Türenfabriken, Fachhändler und Baufirmen für Grossobjekte. Pro Tag verlassen Schliesszylinder im fünfstelligen Bereich das Werk. Auch die Anzahl der Produktvarianten ist fünfstellig. Kurze und termingerechte Lieferzeiten bestimmen den Produktionsalltag. «Wir müssen unsere Prozesse im Unternehmen täglich in Frage stellen, um die sich permanent verändernden Marktanforderungen erfüllen zu können», beschreibt Martin Dünnebacke, Leiter Arbeitsvorbereitung, die Herausforderung.

Manuelle Montage am Rand der Kapazität

Im Rahmen des Verbesserungsprozesses geriet auch die Vormontage für Schliesszylinder ins Visier. Der Zusammenbau erfolgte bis dato manuell und unter Nutzung eines Lagers. Allein für Standardzylinder hält BKS rund 1000 Varianten vor. Die steigenden Kundenanforderungen nach kurzen Lieferzeiten und hoher Liefertreue brachten die manuelle Montage an den Rand der Kapazität. Eine automatisierte Lösung schien den Verantwortlichen der richtige Weg. Eine Kombination aus manueller Bestückung, Robotertechnik und flexiblem Transfersystem sollte die gewünschten Optimierungen bringen. Als Generalunternehmer fungierte der Automatisierungsspezialist JAM aus Radevormwald. Und der hatte für das Transfersystem einen Tipp: die Stein Automation GmbH & Co. KG aus Villingen-Schwenningen. Unabhängig davon machte sich BKS selbst auf die Suche nach einem geeigneten Partner. Nach kurzer, aber eingehender Marktanalyse stand für BKS fest: «Stein ist der geeignete Anbieter.»

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Montage in fünf Schritten

Die Experten aus dem Schwarzwald standen den Sicherheitsspezialisten von Anfang an auch mit Rat und Tat zur Seite. In Schliesszylindern werden bis zu 20 verschiedene Bauteile eingesetzt. «Diese sind von ihrer Geometrie und Passgenauigkeit sehr eng toleriert. Darüber hinaus ist es schwierig, eine Vielzahl von Geometrien über eine automatisierte Anlage laufen zu lassen», skizziert Dünnebacke die Projektanforderungen. In der Folgezeit entwickelte sich eine intensive Kooperation, in deren Verlauf die Projektpartner eine Vielzahl von Detailfragen lösten. «Die Zusammenarbeit war bereits in dieser Phase vorbildlich, die Mitarbeiter kompetent und jederzeit einsatzbereit», lobt Martin Dünnebacke. Die Schwarzwälder schlugen schliesslich ein Werkstückträger-Transportsystem (WTS) mit Softmove für den schonenden Transport der Güter und einer Bandbreite von 200 mm vor. Die Anlage ist U-förmig angeordnet, acht Meter lang, acht Meter breit und als Durchlauflösung angelegt.

Mit dem Einsatz robotergestützter Automatisierung hatte BKS Neuland betreten. Die Montage der Schliesszylinder erfolgt in fünf Arbeitsschritten. Der Bediener entnimmt die auftragsbezogen bereitgestellten Bauteile aus dem Arbeitsvorrat und steckt sie auf den Warenträger. Eine Kamera kontrolliert die exakte Position. Besonders knifflig wird es an der dritten Roboterstation. Dort wird der Schliessbart in den einseitig bereits vormontierten Zylinder gefügt. In diesem empfindlichen Bereich darf das Spiel zwischen den Funktionsteilen nur wenige Hundertstelmillimeter betragen. «Wir müssen sicher sein, dass sich beim Transport die Positionierung nicht verstellt, sonst passen weitere Teile nicht mehr zusammen», beschreibt Dünnebacke die Aufgabe.

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