Automatische Handhabung Turmmagazin: flexibel und modular

Redakteur: Anne Richter

Heckert hat ein neues Turmmagazin entwickelt, welches eine höhere Speicherkapazität und Dynamik bietet. Das Magazin ist modular aufgebaut und ist durch innenliegende Festkämme erweiterbar, so dass auch grössere Werkzeuggeometrien eingesetzt werden können.

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In der höchsten Ausbaustufe bietet das neue Turmmagazin von Heckert Platz für 570 Werkzeuge.
In der höchsten Ausbaustufe bietet das neue Turmmagazin von Heckert Platz für 570 Werkzeuge.
(Bild: Heckert)

ari. Mit dem Ziel, den produktiven Zeitanteil bei der Bearbeitung eines Werkstückes zu maximieren, gehört die automatische Handhabung von Werkzeugen zu den kennzeichnenden Merkmalen eines Bearbeitungszentrums. Dabei werden die Werkzeuge in einem Werkzeugmagazin gespeichert, verwaltet und bei Bedarf zur Bearbeitung eines Werkstückes in die Hauptspindel eingewechselt.

Turmmagazin als Alternative zum Kettenmagazin

Wie die meisten Maschinenhersteller bietet Heckert mit dem Kettenmagazin eine kostengünstige und solide Standardlösung zur Unterbringung von Werkzeugen an. Die Möglichkeiten des Kettenmagazins hinsichtlich Werkzeuggeometrie, -masse und -kapazität sind jedoch begrenzt. Für Kunden mit höheren Ansprüchen an die Werkzeughandhabung bietet Heckert daher seit über zehn Jahren mit Erfolg das Turmmagazin als Alternative zum Kettenmagazin an. Das Turmmagazin überwindet die Einschränkungen des Kettenmagazins und bietet hinsichtlich der Werkzeugeigenschaften noch weitere Vorteile bei der Maschinenproduktivität und Bedienbarkeit, welche die Alleinstellungsmerkmale dieser Lösung ausmachen.

Die Werkzeuge sind entsprechend der Lage der Hauptspindel in horizontaler Lage übereinander in Kämmen gespeichert. Die Kämme bilden einen Bestandteil des Werkzeugturms, welcher über eine angetriebene vertikal liegende Drehachse verfügt, um welche die Kämme in definierter Anzahl im Winkelversatz angeordnet sind. Dabei liegt immer genau ein Kamm eines Turms im Zugriffbereich des Zubringers, der, verfahrbar über drei Achsen, das Werkzeug vom Kamm in den Werkzeugwechsler übergeben kann. Gleichzeitig ist genau ein Kamm so orientiert, dass der Bediener über eine Tür Einsicht und Zugriff auf alle darin liegenden Werkzeuge gleichzeitig hat.

Werkzeugwartung und -tausch ohne Bearbeitungsunterbruch

Wenn die Maschine kein bestimmtes Werkzeug für eine anstehende Bearbeitung aus einem bestimmten Kamm beansprucht und den zugehörigen Turm im Automatikbetrieb für den Zubringerzugriff in die entsprechende Orientierung bringt, kann der Bediener jedes im Magazin gespeicherte Werkzeug über das Drehen der Türme in seinen Kontrollbereich bringen. Im Sinne einer hohen Produktivität ermöglicht das Turmmagazin folglich Wartung und Tausch von Werkzeugen, ohne damit die Bearbeitung eines Werkstückes zu behindern.

Seit der Markteinführung des Turmmagazins haben viele Kunden seine Vorteile schätzen gelernt. Bei der Erarbeitung eines neuen Gesamtkonzepts zur Speicherung der Werkzeuge waren diese Vorteile schwerwiegende Argumente dafür, dass Heckert zukünftig auch weiter auf das Turmmagazin vertraut. Ausser dem feststehenden Grundkonzept und der Erhaltung der bewährten Funktionalität wurden dem Projekt zur Weiterentwicklung des Turmmagazins keine konstruktiven Grenzen gesetzt. De facto ist die neue Lösung konstruktiv nicht mehr mit dem Turmmagazin der ersten Generation vergleichbar.

Speichert bis zu 570 Werkzeuge

Ein hervorzuhebendes Detail ist, dass sich das neue Grundmagazin durch innen liegende Festkämme erweitern lässt, wodurch das Speichern von Werkzeugen ausserhalb üblicher Abmasse möglich wird. Das neue Turmmagazin ist als flexibler und modularer Baukasten gestaltet und bietet sich standortübergreifend für den Einsatz an einigen von der Starrag Group vermarkteten Bearbeitungszentren an. Es geht auf die neuen Anforderungen des Marktes hinsichtlich grösserer Werkzeuggeometrien, ausgedehnterer Speicherkapazitäten, verbesserter Ergonomie, höherer Dynamik und effizienter Energieausnutzung ein, wobei es sich preislich am Magazin der ersten Generation orientiert. Mit dem Ziel, in höchster optionaler Ausbaustufe 570 Werkzeuge zu speichern, soll das neue Turmmagazin seinen Vorgänger in der Serie ablösen. <<

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