Zerspanung

Wachstumsmarkt Luft- und Raumfahrt

| Autor: Andrea Gillhuber

Die Luft- und Raumfahrtbranche birgt Wachstumspotenzial für Zerspanungsspezialisten.
Die Luft- und Raumfahrtbranche birgt Wachstumspotenzial für Zerspanungsspezialisten. (Bild: Airbus)

Für die Zerspanungsindustrie ist die Automobilbranche einer der wichtigsten Märkte. Im Zuge der voranschreitenden Elektrifizierung des Antriebsstrangs blicken die Zerspaner auch in andere Märkte und entdecken zunehmend die Luft- und Raumfahrtbranche für sich.

Ein Blick in das Auftragsbuch von Airbus zeigt: Der Markt boomt! Bereits im Oktober 2015 teilte der Flugzeugbauer mit, die Produktion seines A320 bis zum ersten Quartal 2017 auf 50 Maschinen pro Monat, bis Mitte 2019 gar auf 60 Flugzeuge monatlich zu steigern. Der Grund dafür ist im Auftragsbuch des europäischen Flugzeugbauers zu finden: Am 30. November 2016 belief sich die Zahl der Bestellungen auf 16.761 Maschinen; diese Zahl bezieht sich auf alle Muster. Auch der amerikanische Konkurrent Boeing kündigte an, ab 2018 anstatt wie bisher 42 Maschinen in Zukunft 52 Flugzeuge des Typs 737 pro Monat zu produzieren.

Den positiven Trend bestätigt auch der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie BDLI e.V. Laut den 2016 veröffentlichten Zahlen wächst der Weltluftverkehr jährlich um rund 5 %. In den kommenden zwei Jahrzehnten erwartet die Luft- und Raumfahrtindustrie einen Bedarf von über 30.000 Grossraumflugzeugen. Das entspricht einem Marktvolumen von rund 5 Billionen Dollar. Daher weist der BDLI auf die wirtschaftliche und strategische Bedeutung eines solchen Wachstumsmarktes für eine exportierende Volkswirtschaft wie Deutschland hin.

Kein Ende des Wachstums in Sicht

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi ermittelte für die Luft- und Raumfahrtindustrie als Gesamtbranche einen Umsatz von 34,7 Mrd. Euro für das Jahr 2015. Als grösstes Einzelsegment der Branche wuchs die zivile Luftfahrt um 11 % auf 25,3 Mrd. Euro. Die zivile Zulieferindustrie verzeichnete bei einem Gesamtumsatz von 10,6 Mrd. Euro ein Plus von 8,5 %. Ein Ende des Wachstums der Branche ist nicht in Sicht.

Ein Grund dafür ist sicherlich die zunehmende Globalisierung. Nicht nur Menschen reisen um die Welt, sondern auch Güter. Der Luftfrachtverkehr legte laut Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft e.V. im Jahr 2015 weltweit um 2,2 % zu. Gemessen werden hier die verkauften Frachttonnenkilometer. Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum (+ 2,3 %) und im Nahen Osten (+ 11,3 %) wächst die Luftfracht.

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