Wirtschaftliche ISO-N-Zerspanung Walter-MN3-Geometrie: Hochpositiv mit vier Schneiden

Redakteur: Silvano Böni

Eigens für das schnell wachsende Potenzial der ISO-N-Werkstoffe, zum Beispiel bei Aluminium, bringt Walter die neue MN3-Geometrie auf den Markt: Hochpositiv und doppelseitig nutzbar kombiniert sie hohe Standzeiten und Abtragsraten mit mehr Wirtschaftlichkeit.

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(Bild: Walter)

Zur guten Performance der Platte tragen insbesondere die polierte Spanfläche (für einen besseren Spanabfluss) und die extrem scharfe Schneide (für einen weicheren Schnitt) der neuen Geometrie bei. Das bestehende Walter-Portfolio zur ISO-N-Zerspanung mit den positiven Geometrien FN2 und MN2 wird durch die doppelseitige Platte sinnvoll ergänzt. Walter bringt die neue Wendeschneidplatte in zwei Sorten auf den Markt: als wirtschaftliche, unbeschichtete und polierte Sorte WN10 und in der Sorte WNN10, mit hochverschleissfester HiPIMS-PVD-Beschichtung, extrem glatter Oberfläche und optimierter Schichtanbindung.

Verbesserter Spanbruch

MN3 ist die erste Walter-Geometrie, die über die doppelte Anzahl an Schneidkanten verfügt und gleichzeitig hochpositiv ist. Der Spanwinkel am Radius beträgt 29 Grad. Sie ist sowohl für die mittlere Bearbeitung von Nichteisen-Metallen und ISO-N-Legierungen (zum Beispiel Aluminium-, Kupfer- oder Messinglegierungen) einsetzbar, als auch zum Feinschlichten kleiner Bauteile aus Stahl- und Rostfrei-Werkstoffen sowie Superlegierungen. Dank hochpositiver Schneide und Span-Noppen profitiert der Anwender von einem verbesserten Spanbruch – selbst bei «bleifreien Werkstoffen» wie beispielsweise CuZn21Si3P. Die Oberflächenrauheit wurde optimiert, was auch bei Werkstoffen mit Klebe­neigung (Aufbauschneidenbildung) erhöhte Standzeiten ermöglicht. Die negative Grundform mit doppelter Schneidenzahl steigert die Produktivität und Wirtschaftlichkeit.

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