LVD: Laser für grosse Blechtafeln Wettbewerbsfähiger mit Grossformat-Lasern

Von Andy Sandford

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50 Jahre nach der ersten Investition in Maschinen von LVD hat die Ludwig Esser Metallbau GmbH in zwei hochtechnologische Faserlaserschneidsysteme investiert, um ihre Produktivität, Leistung und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Grösse zeigen: Die Laserschneidmaschine Taurus hat als Standard einen  12 m langen Arbeitstisch, der sich modular erweitern lässt.
Grösse zeigen: Die Laserschneidmaschine Taurus hat als Standard einen 12 m langen Arbeitstisch, der sich modular erweitern lässt.
(Bild: LVD )

Die Laserschneidmaschine Phoenix FL-6020 ist ein Allrounder mit automatischer Ladung und Entladung, der die effektive Verarbeitung einer Vielzahl von Materialien, Komponenten und Losgrössen ermöglicht. Bei grossen Losen kann die Maschine auf Vollautomatisierung gestellt werden. Bei kleinen Serien und Einzelstücken hingegen kann die Maschine jedoch weiterhin mit manuellem Laden und Entladen verwendet werden. Die Taurus ist die revolutionäre Faserlaserschneidmaschine von LVD für die Bearbeitung besonders grossformatiger Materialien. Aufgrund ihrer einzigartigen modularen Konstruktion lässt sie sich so konfigurieren, dass sie genau den Anforderungen des Kunden entspricht. Sie kann Bauteile mit einer Breite von bis 3200 mm und einer Dicke von 30 mm bearbeiten und die Basislänge von 10 m kann in 4-Meter-Schritten auf maximal 42 m erweitert werden. Die Maschine ist mit modernster Schrägkopftechnologie ausgestattet. Das 1886 gegründete und immer noch von derselben Familie geführte Unternehmen Ludwig Esser Metallbau war ursprünglich im Bau und in der Erprobung von Brückenwaagen für Fuhrwerke und Wagen tätig. Später sattelte das Unternehmen auf Metallverarbeitung für die Bauindustrie um und verlegte seinen Sitz im Jahr 1971 innerhalb von Euskirchen. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Unternehmen um eine Blechverarbeitungskapazität erweitert und installierte zwei LVD-Abkantpressen. Seitdem wurden die Kapazitäten ständig erweitert, sodass heute Bleche mit einer Länge von bis zu 12 m und einer Breite von 3 m bearbeitet werden können. Zu den typischen Anwendungen für diese Grossformate gehören Fördersysteme für die Papier- und Zementindustrie sowie schwere Sägewerksanlagen. Das Unternehmen ist jetzt Zulieferer für das Laser- und Wasserstrahlschneiden, Biegen, Profilieren und die Herstellung von Schweissbaugruppen. Verarbeitet werden alle gängigen, hochfesten und verschleissfesten Stähle, Edelstahl, Aluminium und Sonderlegierungen.

Grosse Bleche und Schrägschneiden

Geschäftsführer Ludwig Esser erklärt, dass die Motivation für die Investition in neue Maschinen darin bestand, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens durch eine höhere Produktivität und durch neues Potenzial zu stärken. «Im Vergleich zu unseren bisherigen CO2-Lasern haben die Faserlasermaschinen deutlich höhere Schneidgeschwindigkeiten – und damit eine viel höhere Produktivität. Wir können in der gleichen Zeit einfach mehr Material schneiden», sagt er und fügt hinzu, dass die beiden Systeme unterschiedliche Anforderungen erfüllen. «Die Phoenix hat eine Blechkapazität von 2 m x 6 m, und wir haben festgestellt, dass wir viel Material in diesem Grössenbereich schneiden. Wir beschlossen, dass diese hochproduktive Maschine zumindest teilautomatisiert sein sollte, also spezifizierten wir sie mit einem automatischen Lade- und Entladesystem. Dadurch können wir nachts unbemannt arbeiten, wenn wir das wollen, haben jedoch auch die Flexibilität, einzelne Bleche für Unikate und kleine Losgrössen manuell zu laden.» Die Laserschneidmaschine Taurus ist völlig anders konzipiert. Sie hat keinen Wechseltisch wie die Phoe­nix, sondern ein grosses Bett, auf das das Unternehmen zwei 12 m x 3 m messende Bleche legen kann. Während an einem Ende der Maschine gearbeitet wird, kann am anderen Ende entladen werden. «Der Schlüsselfaktor war die Möglichkeit, Bleche dieser Grösse zu verarbeiten, um dem Vermögen unserer Abkantpressen zu entsprechen. Mit den Schrägschneidfunktionen der Maschine einen Mehrwert erzielen zu können, war ebenfalls wichtig. Die grossen Blechteile, die wir auf der Taurus schneiden, werden oft geschweisst, sodass ein zweiter Arbeitsgang entfällt, wenn wir die Schweisskantenvorbereitung direkt auf dem Laser durchführen können.» Der Fasenkopf der Schneidmaschine ermöglicht weitere Anwendungen. «Wir können mit dem 3D-Schneidkopf Konturen in jedem Winkel zwischen plus und minus 45 Grad schneiden. Damit können wir zum Beispiel schräge Löcher für Leitungs- und Rohrverbindungen in das Blech schneiden. Wir verwenden die Maschine auch für einen Kunden aus dem Bereich Schüttgutumschlag. Wir stellen für ihn grosse Wellen her, die aus zwei Hälften bestehen, und wir konturieren beide Seiten der Längsnaht, sodass sie zusammenpassen.»

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Weniger CO2-Fussabdruck

Euskirchen, der Standort von Ludwig Esser Metallbau, stand im Mittelpunkt der jüngsten Hochwasserkatastrophe in Deutschland, sodass einer der Gründe für die Umstellung auf Faserlaser in den Vordergrund rückte. «Einer unserer Gründe für die Umstellung auf Faserlaser war die Reduzierung des Stromverbrauchs und damit der CO2-Emissionen. Das ist seit dem Kauf noch wichtiger geworden», berichtet Ludwig Esser. «In den letzten Monaten sind die Auswirkungen des Klimawandels sichtbar geworden, sodass die Entscheidung, diesen Schritt zu tun, genau zum richtigen Zeitpunkt kam.» Ausschlaggebend war die Möglichkeit, alles aus einer Quelle zu beziehen – mit der gleichen Programmiersoftware und einem einzigen Ansprechpartner für Service und Wartung. Eine vollständige ERP- und Cadman-Job-Integration ist geplant, um den gesamten Produktionsfluss weiter zu optimieren. Nachdem das Unternehmen vor 50 Jahren seine erste Maschine von LVD gekauft hatte, erneuerte es seine Beziehung im Jahr 2018 mit dem Kauf einer Abkantpresse für 6000 mm breite Bleche. Die positiven Erfahrungen mit dieser Investition bedeuteten, dass Ludwig Esser das Vertrauen hatte, sich an LVD zu wenden, als er in diese neuen Laser investieren wollte.

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