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Interview mit Ugo Ghilardi und Giuseppe Barile von DMG Mori «Wir wollen die Nummer 1 für unsere Kunden sein»

| Redakteur: Anne Richter

DMG Mori ist weltweit führender Hersteller spanender Werkzeugmaschinen. Um diese Position zu stärken, muss sich das Unternehmen immer wieder neuen Herausforderungen stellen. SMM-Redaktorin Anne Richter sprach darüber mit Dr. Ugo Ghilardi, COO EMEA DMG Mori, und Giuseppe Barile, Geschäftsführer DMG Mori Schweiz AG.

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Im persönlichen Gespräch: SMM-Redaktorin Anne Richter und Giuseppe Barile, Geschäftsführer DMG Mori Schweiz AG.
Im persönlichen Gespräch: SMM-Redaktorin Anne Richter und Giuseppe Barile, Geschäftsführer DMG Mori Schweiz AG.
(Bild: Thomas Entzeroth)

SMM: Was sind die gegenwärtigen Herausforderungen am Werkzeugmaschinenmarkt weltweit?

Ugo Ghilardi: Die generelle Situation im globalen Werkzeugmaschinenmarkt ist zum einen geprägt durch die verstärkte Nachfrage nach ganzheitlichen Lösungen, bei denen Maschine, Technologie und Prozess seitens der Kunden als Gesamtheit bewertet werden. Zum anderen gewinnt das Thema der Digitalisierung auch für den Werkzeugmaschinenbau immens an Bedeutung. Das gilt vor allem für die führenden Industrienationen und natürlich auch für die Schweiz.

Wie ist hier der Schweizer Markt aufgestellt? Was sind die speziellen Herausforderungen am Schweizer Markt aus Sicht von DMG Mori?

Giuseppe Barile: Die Schweiz gilt international als Synonym für Kompetenz und Zuverlässigkeit im effizienten Zusammenspiel mit exzellenter Qualität und hoher Produktivität. Erst aus der Summe dieser Attribute gewinnt das Land seine globale Wettbewerbsfähigkeit und die Führungsposition gerade im Bereich der Präzisionsbearbeitung. Die Anforderungen an uns als Werkzeugmaschinenhersteller lassen sich daraus unmittelbar ableiten.

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Welche Antworten hat DMG Mori darauf?

G. Barile: Angesichts der vergleichsweise hohen Standortkosten in der Schweiz ist die Produktivität ein zentraler Faktor für die Wettbewerbsfähigkeit. Dadurch wiederum hat die Verfügbarkeit unserer Hightech-Maschinen und Fertigungssysteme einen hohen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit. Deshalb haben wir im Rahmen unseres Quality First-Programms bereits etliche maschinenbauliche Verbesserungen durchgeführt. Dazu zählt die Verwendung stärker dimensionierter Komponenten ebenso wie umfassende Massnahmen zur Genauigkeitssteigerung – etwa durch die Integration von Kühlmassnahmen zur Reduzierung des Temperaturgangs. Zudem durchlaufen alle unsere Maschinen einen mindestens 100 stündigen Funktionstests. Im Tagesgeschäft erleben wir zudem eine steigende Nachfrage nach automatisierten Fertigungslösungen, um bislang unproduktive Stillstandszeiten in den Abendstunden oder während der Nacht nutzbar zu machen. Hier bieten wir unseren Kunden ein komplettes Portfolio von der Standardautomation mit Roboter bis hin zum Fertigungssystem mit Linear- und Rund-Speichersystemen. Und drittens kommt beim Thema Verfügbarkeit zwangsläufig der LifeCycle Service ins Spiel. Hier hat DMG Mori mit seinen 5 Service-Versprechen gerade in den vergangenen 12 Monaten extrem viel getan, um die Dienstleistungs-Performance und damit auch die Kundenzufriedenheit nachhaltig zu verbessern.

Bei DMG Mori hat es einige Neuausrichtungen gegeben, vor allem auch im von Ihnen zuletzt angesprochenen Servicebereich. Was sind die Gründe dafür?

U. Ghilardi: DMG Mori Aktiengesellschaft und DMG Mori Company Limited sind inzwischen eine «Global One Company». Als globaler, integrierter Werkzeugmaschinenhersteller wollen wir weltweit die Nummer 1 für unseren Kunden sein. «Global One» steht dabei für Innovationen in Bezug auf die Maschinen, Komponenten und Softwarelösungen sowie für adäquate LifeCycle Services.

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