Digilog Messtaster Zahnräder in der Maschine scannen statt tasten

Autor / Redakteur: Theo Drechsel, 4marcom+PR / Anne Richter

>> Der Hersteller von Verzahnungsschleifmaschinen, Reishauer aus Wallisellen, hat die Produktivität seiner neuesten Maschinen so erhöht, dass auch Branchen in den Genuss dieser Technologie kommen können, für die das Schleifen bisher uninteressant war. Integraler Bestandteil der neuen Maschinengeneration ist der Digital-Analog-Taster TC76-Digilog von Blum-Novotest.

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Durch den analogen Scan mit Blums TC76-Digilog konnte Reishauer die Messzeit im Vergleich zur digitalen (tastenden) Messung auf einen Bruchteil reduzieren.
Durch den analogen Scan mit Blums TC76-Digilog konnte Reishauer die Messzeit im Vergleich zur digitalen (tastenden) Messung auf einen Bruchteil reduzieren.
(Bild: Blum)

Die Reishauer AG kann auf eine stolze Tradition zurückblicken, die Ursprünge des Unternehmens mit Stammsitz in Wallisellen reichen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Aus einem Hersteller von Werkzeugen hat sich im Laufe der Jahre ein Anbieter von Zahnflankenschleifmaschinen und der zugehörigen Werkzeuge entwickelt. Heute bietet das Unternehmen eine umfassende Palette CNC-gesteuerter Schleifzentren an, die Zahnräder bis zu einem Durchmesser von 1000 Millimetern bearbeiten können.

Wälzschleifen – Abnutzung beeinflusst nicht die Genauigkeit

Die Reishauer-Maschinen beruhen auf dem Prinzip des Wälzschleifens. Das walzenförmige Schleifwerkzeug besitzt an seiner Oberfläche ein schneckenförmiges Schleifprofil und dreht sich um eine waagerechte – oder im Fall von Schrägverzahnungen – leicht geneigte Achse. Das zu bearbeitende Zahnrad dreht sich beim Schleifvorgang mit mehreren hundert Umdrehungen um eine senkrechte Achse, so dass zwischen Schleifwerkzeug und Werkstück eine wälzende Bewegung entsteht.

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Das Besondere an dieser Technologie ist, dass die zu schleifenden Zähne immer mit einem noch unbenutzten Bereich des Schleifprofils in Kontakt kommen, so dass die Abnutzung des Werkzeugs die Genauigkeit der Bearbeitung nicht beeinflusst. So kann eine extrem hohe Präzision erreicht werden. Sobald alle Bereiche des Schleifwerkzeugs genutzt wurden, dreht sich der gesamte Turm, auf dem das Werkzeug angebracht ist, um seine Achse und bringt das Werkzeug in eine Abrichtstation, wo es wieder auf das Sollprofil gebracht wird. Dann setzt sich der Schleifvorgang fort.

Hoher Durchsatz für Automobilindustrie

Seit kurzer Zeit bietet Reishauer eine modulare Baureihe an, die vier Maschinen mit den maximalen Bearbeitungsdurchmessern 60, 160, 260 und 360 Millimeter umfasst. Die kleinste Anlage wird unter anderem in der Automobilindustrie für das Schleifen der Planetenräder in Automatikgetrieben eingesetzt, wobei ein hoher Durchsatz im Vordergrund steht. Bei diesen Maschinen wird das Messen zur Qualitätskontrolle üblicherweise stichprobenartig auf speziellen Zahnradmessmaschinen durchgeführt, so dass das Messen in der Maschine eine untergeordnete Rolle spielt. Je grösser jedoch die Zahnräder, desto kleiner wird auch die Losgrösse und desto länger der Bearbeitungsvorgang, so dass hier das Entnehmen und Wiederaufspannen des Werkstücks zu einer unerwünschten, relevanten Verzögerung der Bearbeitung führt – eine integrierte Messeinrichtung macht hier Sinn.

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