Konrad Hornschuch AG setzt auf Schmalgang-Hochregallager von Bito Alles andere als oberflächlich

Redakteur: Silvano Böni

Design-, Funktions- und Schaumfolien für den Endverbraucher sowie Kunstleder für die Möbel- und Automobilindustrie – das bietet Konrad Hornschuch. Um alle Produkte schnell und sicher zu kommissionieren, beauftragte der Hersteller Bito mit der Ausstattung seines Logistikzentrums.

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Das Hochregallager bietet Platz für 12 500 Paletten. Es besteht aus Palettenregalen vom Typ PRO, die Bito mit umfangreichem Sicherheits- und Funktionszubehör ausgerüstet hat.
Das Hochregallager bietet Platz für 12 500 Paletten. Es besteht aus Palettenregalen vom Typ PRO, die Bito mit umfangreichem Sicherheits- und Funktionszubehör ausgerüstet hat.
(Bild: Bito)

Wahrscheinlich ohne es zu wissen, sind sehr viele Menschen jeden Tag von Hornschuch-Produkten umgeben. Das Unternehmen mit Sitz im baden-württembergischen Weissbach bei Heilbronn produziert und liefert unter der Marke D-c-fix zum Beispiel selbstklebende und statisch haftende Design- und Funktionsfolien sowie dekorative Wand-, Boden- und Tischbeläge, die zahlreiche Innenräume verschönern. Der Endverbraucher kann die Materialien für seinen Wohnbereich ganz leicht selbst verarbeiten. Die Marke Skai ist dagegen Industriekunden aus der Möbel-, Bau- und Automobilbranche ein Begriff, wenn es darum geht, Oberflächen edel zu gestalten. Das Portfolio beinhaltet Folien, Schaumfolien und beschichtete Trägermaterialien. Dabei dient die Natur als Vorbild – sowohl optisch als auch haptisch – und übertrifft diese im Hinblick auf Verfügbarkeit, Farben und Haltbarkeit bei Weitem. «Unsere hervorragende Stellung im Wettbewerb zeigt sich in allen Märkten, in denen wir tätig sind», sagt Jens Kleine, Technik-Vorstand bei der Konrad Hornschuch AG.

Zur Unternehmensgruppe gehören zudem drei weitere Produktionsbetriebe: O'Sullivan Films, Inc., USA, Kek-Kaschierungen GmbH in Südbaden sowie die Hornschuch Stolzenau GmbH in Niedersachsen. Mit fünf Vertriebsgesellschaften agiert der Oberflächenspezialist in den für die Branche wichtigen Trend- und Entscheidungszentren Paris, Mailand, London, Moskau und Shanghai. Hinzu kommen Repräsentanzen in über 80 Ländern. Insgesamt beschäftigt Hornschuch rund 1860 Mitarbeiter weltweit. Weil vom Firmensitz in Weissbach aus die weltweite Distribution erfolgt, sind an die Intralogistik hohe Anforderungen gestellt.

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Bislang auf mehrere Standorte verteilt

Hornschuch setzt bewusst auf eine hohe Fertigungstiefe. «Wir kaufen Rohmaterialien zu und stellen den Grossteil unserer Produkte selbst her», erklärt Logistikleiter Reinhard Volk. «Unsere Folien sind ‹Made in Germany›.» Die fertig produzierten Waren werden anschliessend kommissioniert und in Kartons verpackt. Um die Rohstoffe und den überwiegenden Teil der Fertigware zu lagern, stand dem Unternehmen zuvor eine Halle mit sechs Meter hohen Regalen zur Verfügung. Ausgeführt war dieses als Schmalganglager. «Das hat Fläche gespart und den Raum gut genutzt», ergänzt Marcel Hemmrich, stellvertretender Logistikleiter und Project Manager Logistics bei Hornschuch. Doch aufgrund des Wachstums wurde das vorhandene Lager am Firmensitz zu klein. Immer öfter musste Hornschuch auf dezentrale Lager ausweichen. Für die Kommissionierung und den Versand der Waren hier am Standort bedeutete das nicht nur einen erheblichen Arbeitsaufwand und erhöhte Lieferzeiten. Es fielen auch hohe Transport-, Lager- und Dienstleistungskosten an. Mit dem Ziel, diese einzusparen, die Lagerung und Distribution der Produkte unter einem Dach zu vereinen und somit auch schnellere Zugriffszeiten sowie eine verbesserte Warenverfügbarkeit zu erhalten, entschied sich das Unternehmen für den Bau eines neuen Logistikzentrums.

Mehr Platz für Wachstum

Ausgangspunkt für die Erweiterung war eine bestehende Lagerhalle mit einer Fläche von 4000 Quadratmetern auf dem Firmengelände. Diese musste allerdings von Grund auf saniert werden. Damit die Mitarbeiter die Ware witterungsunabhängig für den Warenausgang verladen können, grenzt eine weitere überdachte Fläche mit 2000 Quadratmetern daran an. Auf der südlichen Seite der bestehenden Halle entstand ein rund 5000 Quadratmeter grosser Neubaukomplex.

«Um alles effizient abwickeln zu können, brauchten wir ein zuverlässiges und ausgereiftes Lagersystem, mit dem wir unseren Umschlag täglich bewältigen können», erklärt Reinhard Volk. Hornschuch wollte dabei alle Prozesse beibehalten, lediglich die Kapazität vergrössern. «Auf der Suche nach einem geeigneten Partner sprach uns ein Aussendienstmitarbeiter der Bito-Lagertechnik an», erinnert er sich. Der Kontakt bestand schon seit 2006, und beide Unternehmen hatten sehr gute Erfahrungen miteinander gemacht.

Es erfolgte trotzdem eine Ausschreibung, verschiedene Angebote wurden eingeholt. Bito überzeugte. Die Lagerspezialisten erstellten einen Grobentwurf des Regallayouts. Die Verantwortlichen von Hornschuch begeisterten insbesondere die hohe Fachkompetenz in den Planungsgesprächen mit Bito-Aussendienstmitarbeiter Thomas Flügel sowie das hohe Engagement bei der Entwicklung und Ausarbeitung der passenden Lösung. Entscheidend war zudem die Tatsache, dass Bito alles aus einer Hand lieferte. «Neben der Lösung mit einem Hochregallager hatten wir noch eine andere Option im Auge», sagt Andreas Trein, Projektverantwortlicher bei Bito. «Im Vorfeld haben wir die Möglichkeit eines vollautomatischen Systems geprüft.» Jedoch standen der Umsetzung die zu geringen Einlagerungs- und Auslagerungsspiele aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten entgegen.

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