Trumpf: Assistenzsysteme zum Laserschneiden Assistiert zum perfekten Laserschnitt

Redakteur: Konrad Mücke

Beim Laserschneiden auf Laserschneidmaschinen Trulaser 5000 sorgen Assistenzsysteme für hohe Prozess­sicherheit und produktives Schmelz- und Brennschneiden. Ein 12 kW leistender Scheibenlaser trägt dazu bei, dass sich auch dicke Bleche zügig schneiden lassen.

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Kühler Schnitt: Bei der Funktion Cool Line sprüht eine Düse Wassernebel auf die Schnittstelle.
Kühler Schnitt: Bei der Funktion Cool Line sprüht eine Düse Wassernebel auf die Schnittstelle.
(Bild: Trumpf)

Dank der geschickten Kombination von 12 kW Laserleistung und innovativer Assistenzsysteme verwirklichen die jüngst von Trumpf vorgestellten Laserschneidmaschinen der Serie Trulaser 5000 bis zu 50 Prozent höhere Vorschubgeschwindigkeiten beim Schneiden dickerer Bleche, verglichen mit Laserschneidmaschinen, die über nur 10 kW Laserleistung verfügen. So können sie bis zu 20 Prozent produktiver fertigen. Sie sind mit bewährten Funktionen, wie der Überwachung der Schneidgeschwindigkeit Active Speed Control, ausgestattet.

Produktivität entscheidend

Hendrik Meidert, Produktmanager beim Hersteller Trumpf, erläutert zu den Vorteilen der aktuellen Laserschneidtechnik: «Uns kommt es nicht nur darauf an, mit einer höheren Laserleistung die Vorschubgeschwindigkeit zu erhöhen und dadurch die Bearbeitungszeit etwas zu verkürzen. Vielmehr ist entscheidend, dass auch die Produktivität der Maschine insgesamt steigt, also pro Arbeitsschicht mehr Bleche als bisher geschnitten werden können. Dafür ist es wichtig, unproduktive Nebenzeiten zu reduzieren oder ganz zu vermeiden.» Speziell beim Schneiden dicker Bleche aus Baustahl können Probleme auftreten, die den Produktionsprozess verlangsamen oder unterbrechen. So können verschmutzte Bleche, ungleiche Werkstoffeigenschaften und ungleichmässige Blechdicken verursachen, dass die Maschine den Schnitt unterbricht. Daraus resultieren unnötige Nebenzeiten und sogar Ausschuss. «Je höher die Laserleistung und damit die Produktivität der Maschine ist, desto gravierender wirken Stillstände durch Störungen. Mit intelligenten Assistenz-Systemen lässt sich das verhindern. Gerade bei Hochgeschwindigkeitsanlagen wie der Trulaser-Serie 5000 haben wir daher Funktionen integriert, die beim dynamischen Schneiden Sicherheit bieten», sagt Hendrik Meidert.

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Mit Assistenz prozesssicher und effizient

Der erste Schritt zum autonomen Laserschneiden ist die Schneidsensorik Active Speed Control. Hier übernimmt die Maschine selbst die Kontrolle des Laserschnitts. Eine Kamera blickt in Echtzeit durch die Schneiddüse direkt in den Schnittspalt und beobachtet das Prozessleuchten, also die Strahlung, die beim Laserschneiden entsteht. Die Veränderungen dort zeigen, ob die Schmelze korrekt aus dem Schnittspalt austritt. Anhand der Daten ermittelt die Überwachung und Regelung Active Speed Control automatisch den schnellstmöglichen Vorschub und regelt ihn bei Bedarf selbständig nach. Das vermeidet Schwankungen in der Prozesssicherheit und somit Ausschuss. Speziell beim Schneiden dicker Bleche hat die Funktion Cool Line herausragende Vorteile. Eine Düse sprüht Wassernebel auf die Schnittstelle und kühlt das Blech. So lässt sich verhindern, dass sich Hitze staut und die Schnittqualität leidet. Die Kühlung ermöglicht, auf dem Blech Bauteile enger zu schachteln als bisher und auch filigrane Bauteile prozesssicher zu schneiden. Mit der Funktion Bright Line fiber kann man den Fokusdurchmesser vergrössern. Bei dicken Blechen wird der Schnittspalt breiter, die Qualität der Schnittkante wird verbessert. Der grosse Fokusdurchmesser stabilisiert zudem den Schneidprozess. Ungleichmässiges Werkstoffgefüge beeinflusst somit kaum das Schneiden und die Eigenschaften der Schnittkanten. Als weiteren Vorteil sehen Fertigungsbetriebe, dass sich die geschnittenen Bleche leichter aus den Tafeln entnehmen lassen. Für Komfort, Sicherheit und gratfreies Schneiden sorgt schliesslich die Funktion Smart Nozzle Automation. Das System wechselt auch bei automatischem Betrieb die jeweils benötigte, zum Blech und der Blechdicke passende Düse ein und prüft ihre ordnungsgemässe Funktion. Unproduktive Nebenzeiten vermeidet der hauptzeitparallel mögliche Wechsel des Düsenwechslers mit Düsenvorrat. Letzterer kann somit ohne Arbeitsunterbrechung gerüstet werden. - kmu - SMM

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