Formel 1

Auf schnellen Achsen

| Autor / Redakteur: Luca Meister / Luca Meister

Werkzeugmaschinen und Formel 1: So sieht das aus, wenn Romain Grosjean, der noch kürzlich bei einer Genfer Bank gearbeitet hat, am GP Australien beschleunigt.
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Werkzeugmaschinen und Formel 1: So sieht das aus, wenn Romain Grosjean, der noch kürzlich bei einer Genfer Bank gearbeitet hat, am GP Australien beschleunigt. (Bild: Haas)

Maschinenbediener und Techniker lieben Autorennen, vor allem die Formel 1. Dass daraus eine perfekte Symbiose entstehen kann, zeigt das Haas-F1-Team, das in seiner ersten Saison hervorragende Resultate liefert. Inhaber Gene Haas kam für einen Besuch in die Schweiz und nahm Fahrer Romain Grosjean sowie Teamchef Günther Steiner mit.

Den roten Schriftzug mit schwarzem Umriss sieht man seit diesem Jahr nicht mehr nur in Fertigungshallen auf Werkzeugmaschinen, sondern nun auch auf den Formel-1-Pisten. Neben dem Mexikaner Esteban Gutiérrez fährt der in Genf geborene Franzose Romain Grosjean für das US-geführte Haas-Team. Und das ganz beachtenswert: In den letzten 14 Jahren hat der Rennstall den besten Start eines Formel-1-Newcomers hingelegt.

In Monza ging Haas mit einem neuen Motor, einem neuen Turbo, einer neuen MGU-H (Motor-Generator-Unit-Heat), einer neuen MGU-K (Motor-Generator-Unit-Kinetic), einem neuen Unterboden und einem neuen Heckflügel an den Start. Grosjean belegte beim italienischen Grand Prix schliesslich den 11. Platz. In der Rangliste liegt er (bei Redaktionsschluss) nun mit 28 Punkten auf Platz 13 – ein Topresultat für ein Einsteiger-Team. Günther Steiner, Teamchef von Haas, resümiert: «Wir hatten einen extrem guten Start und fielen dann ins Mittelfeld zurück. Darin liegen allerdings alle sehr nahe beieinander, daher wissen wir nicht genau, wo wir stehen.» In den ersten vier Rennen fuhr Grosjean gleich auf drei Punkteplätze, darunter Platz 4 im russischen Sotschi.

In der Nähe von Formel-1-Strecken

In der Woche vor dem GP in Monza haben sich Romain Grosjean mit Gene Haas, Gründer von Haas Automation, und Teamchef Günther Steiner Zeit genommen, um den in Rupperswil in der Urma AG integrierten Haas Factory Outlet (HFO) zu besuchen. Das Formel-1-Trio stand den geladenen Gästen Rede und Antwort und besichtigte im Anschluss den Showroom für die Haas-Maschinen.

Obwohl das HFO-Netz keine offizielle technische Ressource des Haas-F1-Teams ist, steht ausser Zweifel, dass es ein sehr beruhigendes Gefühl sein muss, wenn man zu den Tests oder den Rennwochenenden eine solche qualifizierte technische Kompetenz stets in seiner Nähe weiss. Jens Thing, Geschäftsführer von Haas Automation Europe, sagt: «Im Februar, als der Rennwagen ‹VF-16› auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya getestet wurde, kam das Team zu der Überzeugung, dass an den Schlagschrauber-Nüssen und an weiterer Boxenausstattung Veränderungen erforderlich wären. Das HFO in Barcelona, das nur etwa 30 Minuten von der Rennstrecke entfernt liegt, nahm ein vertikales Fünf-Achsen-Bearbeitungszentrum ‹Haas UMC-750›, eine CNC-Drehmaschine ‹Haas ST-30› und ein vertikales Bearbeitungszentrum ‹Haas VF-2›, um die benötigten Komponenten zu überarbeiten bzw. anzufertigen. Diese wurden dann sofort an die Rennstrecke geliefert, sodass das Team seine Testfahrten abschliessen konnte.»

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