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Früher Koordinatenschleifen – heute Reiben
Weil die Ferrum-Systeme auch in die Prozessindustrie gehen, müssen zum Teil äusserst schwierig zu bearbeitende Stähle zerspant werden. Einer davon ist der 4057, ein härtbarer rostfreier Stahl, der beim Zerspanen gerne ausreisst.
T. Limacher: «Früher mussten wir die Bohrungen bei diesem Werkstoff per Koordinatenschleifen fertigen, anders war das nicht bearbeitbar. Jetzt gehen wir mit der RX-Reibahle durch und die Bohrung passt, Oberfläche inklusive. Da muss man den Entwicklern der Urma AG ein grosses Lob aussprechen, dass sie solche Werkzeuge entwickeln, die Unmögliches möglich gemacht haben.»
U. W. Berner: «Es ist das Zusammenspiel aller Komponenten. Zum einen haben wir eine ausgezeichnete Werkzeugmaschine mit der HEC 1250. Aber dann kommt unser hoch steifes Werkzeugsystem zum Tragen. Dank der sehr hohen Grundsteifigkeit des RX-Reibsystems kann Ferrum sehr hohe Schnittdaten fahren, damit der 4057er-Werkstoff auch geschnitten wird. Bei zu geringer Schnittgeschwindigkeit werden die Späne aus dem Gefüge gerissen: Das ist ein grosser Unterschied. Das war auch für uns ein ganz schwieriger ferritischer Stahl. Und: Mit dem gleichen Werkzeug lassen sich Grauguss-Komponenten bearbeiten. Das ist genial, die RX-Reibsysteme sind universell einsetzbar.»
Technologieführerschaft aus Rupperswil
D. Frey: «Vielleicht noch als Ergänzung zu Herrn Berners Aussage. Bei kleineren Bohrungen fräsen wir zum Teil zirkular vor. Bei den meisten Bauteilen spielen die Lagetoleranzen der Passbohrungen eine wichtige Rolle, deshalb darf das Reibwerkzeug keinesfalls verlaufen. Aber auch hier zeigt sich: Die RX-Reibwerkzeuge sind dermassen stabil aufgebaut, dass sogar bei leichtem Bohrungsverlauf der Vorbohrung die Bohrung nach dem Reiben wieder perfekt gerade verläuft. Hier spielt sicher auch die Schneidgeometrie der RX-Reibahlen eine Rolle. Das ist schon eindrücklich und zeigt, dass Urma hier ein Werkzeugsystem für anspruchsvolle Passbohrungen konzipiert hat, das eine Technologieführerschaft für sich beanspruchen darf.»
Und damit wird Urma zum zweiten «Hidden Champion» in diesem Beitrag gekürt. <<
Autor: Matthias Böhm, Chefredaktor
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